Weihnachtsgedichte eines Waisen

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Als Waise wünsche Ich allen zur Weihnachtszeit, dass es vom Himmel nur Schnee schneit, dass zu Hause immerzu nur Friede herrscht und heilige Ruh, die Menschen frei und glücklich sind und frei von Tränen jedes Kind.

Als Waise wünsche Ich allen zur Weihnachtszeit, dass Freude übertönt manch Leid, dass Glück einem stets gewogen bleibt, die Sorgen aus den Herzen treibt, die Liebe immer überwiegt und Toleranz den Hass besiegt.

Als Waise wünsche Ich allen zu Weihnachtszeit, dass es vom Himmel nur leise schneit. Und dass auf dieser schönen Welt nicht nur der Wert des Geldes zählt, dass Zeit genug zum Leben bleibt, denn dann ist es wirklich Weihnachtszeit.

Philippus-Fastenzeit:

Im Andenken an Apostel Andreas sowie Matthäus; Einführung unserer allheiligen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria, in den Tempel; Großmärtyrerin Barbara von Nikomedien; Märtyrer Eustratios, Auxentios, Eugen, Mardarios und Orest; Heiliger Spyridon und Nikolaus von Myra.

Die Tage werden weniger bis zum Weg unseres Herrn. Der Wegweiserist aufgestellt, nur wenige Tage bleiben bis er bei uns Einzug hält. Da unser Leben oft ähnlich einer Baustelle gleicht, man muss sich Fragen hat zur Vollendung die Zeit gereicht?

Das Bauwerk zeigt Risse, das Leben bekommt Wunden. Man fragt sich: Hat man die richtigen Worte, den richtigen Mörtel gefunden? So versucht man ein Leben lang die Wunden zu kitten, ist in Sorge wenn es nicht so recht mag glücken. Nun wird es Weihnachten: Da können Wunder geschehen!

Es muss nicht immer ein prächtiges Bauwerk sein. Ein schöner Stall (mit Esel und Schaf) Kann schon das vollendete, das gewünschte Bauwerk sein. Hauptsache es kehrt Frieden ein.

Wo Liebe Einzug hält, da verwandelt sich die Welt. Lasst die Tage, die Wochen, die Jahre, die Zeit nicht vergehen, packt mit an, lasst uns den «Bau», das Wunderwerk noch in ihrer Vollendung sehen. Dann kommt die Zeit, man wirkt wie befreit, schaut an ein so schöner Bau, lasst alle sehen – jetzt ist Weihnachten. Ein Wunder ist geschehen.

Ein heller leuchtender Stern zeigt uns den Weg nach Bethlehem zur Geburt des Herrn! Das Kindlein wurde von Maria im Stall geboren, von Gott als «seinen Sohn» auserkoren und auf einen Thron gehoben. Wir Menschen werden auch als Gottes Geschöpfe in der Mutter Leib geboren, treten wir in die Welt hinein wirken wir oft verloren. Wenn uns auch vieles gelingt, spüren wir, dass wir oft hilflos sind. Setzten uns ein gegen Gewalt und für mehr Gerechtigkeit, sind verzweifelt, wenn es nur ein Wunschdenken bleibt.

Nicht so das Jesuskind: Das ist ein Bote von Gott gesandt! Der wusste was dem Menschen fehlt, drum hat er die Finger in die Wunde gelegt. Hat gekämpft für mehr Gerechtigkeit, und setzt sich für mehr Menschlichkeit ein. Dafür setzt er sein Leben aufs Spiel, weil es den Hohepriestern einfach nicht gefiel. Sie hatten die Macht im Land, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit passte nicht zu ihrem Stand.

So wurde aus dem Kindlein ein erwachsener, standhafter Mann, der erfüllt war von Liebe und Verstand, die bekam er aus Gottes Hand. Von seinem Vater der ihn liebte und den er als «seinen Sohn» in die Welt gesandt.

Nun stehen wir Menschen in seiner Schuld, warten mit Geduld, dass durch ihn ein Wunder wird geschehen. Das Wunder dürfen wir an Weihnachten sehen. Nehmen wir es als ein kleines Pflänzchen in unser Herz hinein?

Es braucht Nahrung und Pflege, damit es gedeiht. Die Nahrung gab uns Gott durch «seinen Sohn». Bringt es Früchte dann war es nur sein Lohn. Dann leuchtet der Schein von Bethlehem durch die Menschen in die Welt hinein, kehrt in unserem Herzen endlich Frieden ein. Hat das Jesuskind in unserem Herzen eine Bleibe gefunden, dann wirkt es fort, in Tat und Wort. Dann würde die Welt nicht mehr so trostlos sein, und Friede, Liebe und Gerechtigkeit kehrt ein.

Weihnachten kann man schon mit Händen greifen! Dafür mussten wir ein ganzes Jahr reifen. Wir sehen das Wunder es kommt auf uns zu, durch das Himmelstor, durch einen großen Bogen, so zierlich und klein ist den Menschen gut gewogen. Aber hat sich das Wunder auch schon in unsern Herzen vollzogen?

Mit seinem Licht will er die ganze Welt erleuchten, gehen wir ihm entgegen. Lassen uns vor diesem wunderbaren hellen Schein verzaubern Bis auch in uns das helle Licht brennt. Es ist das Licht der Liebe, das die ganze Menschheit kennt. Es wird uns durchleuchten, uns alle. Du und ich, ihr und wir, Sie und mich!

Wie eine olympische Fackel wird es hinaus in die Welt getragen. In jeder Gasse, in jeden Winkel, in jedes Land, das den Heiland kennt. Wollen wir diesen Schatz in unserm Herzen bewahren, behüten und pflegen, dass er nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr brennt.

Vor der Revolution befand sich in der Stanitsa Sunscha eine Kirche, die in den 1930er Jahren zerstört wurde. Vor sechs Jahren wurde sie erneut als Tempel der Machatschkala-Diözese zu Ehren des Schutzes des heiligsten Theotokos restauriert. Und all dies in Inguschetien einer praktisch ausschließlich islamischen Republik in Russland, aufgrund des Sufi System auch Tarīqa genannt.

Tarīqa ist ein Begriff aus der Sufik, der zunächst einmal den spirituellen Weg bezeichnet, den der Sufi beschreitet, um von der Scharia zur göttlichen Wahrheit zu gelangen, dann aber auch eine Gemeinschaft von Menschen, die einem solchen Weg folgt – mit anderen Worten: ein Sufi-Orden (oder eine Sufi-Bruderschaft).

Die Angehörige aller drei Religionen sind geschwisterlich vereint. Keinesfalls sollen dabei die drei Religionen vermischt werden – es geht vielmehr darum, nebeneinander, miteinander, je auf die eigene Art und Weise und in den eigenen Worten, im Guten zu wetteifern und den Herrn zu lobpreisen.