Laute Musik im Auto: 150 Euro Strafe!

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Quelle: dpa

Bei offenen Fenstern hörte der 27-jährige Gerald im Auto Musik. Zu laut, befand die Polizei und brummte ihm eine saftige Strafe auf.

Nach dem „Heute“ über Radfahrer Manuel berichtete, der 90 Euro Strafe wegen freihändigen Fahrradfahrens zahlen muss,meldete sich der 27-jährige Winzer Gerald F. bei der Redaktion. Auch ihm wurde eine Strafe aufgebrummt, die nach seinem Empfinden „eine absolute Frechheit ist“: Er musste 150 Euro für zu lautes Musikhören im Auto hinblättern.

 Polizisten fuhren zivil

Der Vorfall ereignete sich am 4. August diesen Jahres. Der Weinviertler fuhr mit seinem Mercedes-Benz GLK nach Wien. Auf der Vorderen Zollamtsstraße In Wien-Landstraße, unweit des MAK und Hilton-Hotels (Vorgartenstraße), entdeckte er einen brauen VW Golf hinter sich. Was er erst später bemerkte: Im Vehikel saßen vier Polizisten.

„Du weckst den ganzen Bezirk auf“

Gegen 20.30 Uhr gaben sich die Beamten zu erkennen, hielten den Winzer auf. Zunächst erfolgte eine Routinekontrolle. Er legte Führer- und Zulassungsschein vor, zeigte sein Pannendreieck und unterzog sich einem Alkoholtest. Ergebnis: 0,0 Promille.

Dann der Schock. Die Polizisten sagten dem 27-Jährigen dass er „mit seiner Musik den ganzen Bezirk aufweckt“, erzählt er im Gespräch mit „Heute“.

„Es war erst so 20.30 Uhr. Ich hatte zwei Fenster offen und Radiomusik an. Es war sogar noch hell draußen und die Musik nicht übertrieben laut.“. Er habe nicht einmal Subwoofer oder Basslautsprecher im Auto, nur ein normales Autoradio, erklärt er weiter. Doch offenbar war es den Beamten trotzdem zu laut.

Wie man auf der Strafverfügung (oben) nachlesen kann, lautet der Grund für die hohe Buße: „lautes Musikhören bei offenen Scheiben“. Da es sich bei dem Exemplar, das Gerald bekam um den Abruck der eigentlichen Strafverfügung handelt, ist dieses nur schwer lesbar.

Hohe Strafe Schikane?

Einer der vier Polizisten sagte dem Weinviertler, er sei dazu befugt, selbst Strafen auszustellen und auch die Höhe des Strafmaßes festzulegen. Offenbar hielt er 150 Euro Bußgeld für angemessen. Weitere 50 Euro Strafe kamen hinzu, weil der 27-Jährige während der Fahrt auf sein Handy schaute. Dessen Verteidigung: Telefoniert habe er nicht, aber auf die Uhr geschaut.

„Die 50 Euro Strafe weil ich mein Handy in der Hand hatte, verstehe ich – die sind in Ordnung, aber 150 Euro für zu lautes Musikhören im Auto, um 20.30 Uhr im Sommer? Das ist doch reine Schikane“, ärgert Gerald sich.

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