Raucher im Auto müssen ab morgen „brennen“

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Symbolbild (Bild: iStock)

Das seit Mai geltende Rauchverbot in Autos mit Kinder wurde von der Polizei bislang zwar kontrolliert, aber nur abgemahnt. Jetzt ist die Schonfrist aber vorbei.

Ab dem 1. Juni wird gestraft und das saftig: Zwischen 50 und 100 Euro löhnt ein Erwachsener für ein Organmandat, wenn er mit einem Tschick vor Kindern im Auto erwischt wird. Das gilt übrigens auch für Cabrios. Im Wiederholungsfall wird es noch teurer, es drohen Strafen bis zu 1.000 Euro.

Rauchverbot im Auto kaum vollziehbar?

Wie die Kontrolle, die der Exekutive obliegt, im Detail erfolgen wird, ist nach wie vor nicht ganz klar. Verkehrsexperten schätzen das Rauchverbot im Auto als kaum vollziehbar ein, da es auch Anzeigen während des Vorbeifahrens erlaubt.

„Schon wenn eine andere Person als der Fahrzeuglenker raucht, wird es problematisch, weil deren Daten im Rahmen einer Lenkerauskunft nicht bekanntgegeben werden müssen“, erklärt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. „Praktisch unmöglich wird ein Vollzug des Gesetzes auch, wenn sich mehrere Jugendliche rund um das Alter des Fahrers im Auto befinden und vielleicht sogar die einzige Person unter 18 selbst raucht.“

Um das Gesetz vollziehbar zu machen, sollte die Bestimmung daher als Anhaltedelikt gestaltet sein, erklärte der ÖAMTC bereits im März in einer Aussendung. Das heißt, dass Strafen nur möglich sind, wenn ein Polizist ein Fahrzeug im Rahmen einer Amtshandlung anhält und den strafbaren Sachverhalt feststellt.

Mehr als 1.000 Tote durch Rauchen im Monat

Jeden Monat würden in Österreich, statistisch gesehen, über 1.000 Menschen an den Folgen des aktiven wie passiven Tabakkonsums sterben, so die neuesten Ergebnisse einer Untersuchung der Public Health School der MedUni Graz. Laut der Initiative „Generation Rauchfrei“ sterben jährlich 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

 

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