Wegen IS-Mitgliedschaft Gericht im Irak verurteilt Deutsche zu lebenslanger Haft

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Zerstörte Moschee in Mossul (2017)
REUTERS

Eine deutsche Staatsbürgerin ist im Irak wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Montag, 06.08.2018 15:28 Uhr Drucken NutzungsrechteFeedback
Ein irakisches Gericht hat eine 22-jährige Deutsche wegen Mitgliedschaft bei der Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu lebenslanger Haft verurteilt. Mit ihr zusammen stand auch ein 55-jähriger Franzose vor Gericht. Gegen ihn wurde ebenfalls lebenslänglich verhängt, wie das Gericht in Bagdad bekanntgab. Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden.

Bei der verurteilten Deutschen, deren Namen das Gericht in Bagdad mit Nadia angab, handelt es sich um die Tochter der Deutsch-Marokkanerin Lamia K., die im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zunächst zum Tode verurteilt worden war. Das Urteil wurde später in lebenslänglich umgewandelt.

Nadia K. hat nun 30 Tage Zeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Lebenslänglich bedeutet im Irak in der Regel 20 Jahre Haft. Lamia K. und ihre Tochter Nadia waren vor einem Jahr von irakischen Soldaten in der einstigen IS-Hochburg Mossul im Nordirak festgenommen und später von der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft vor Gericht gestellt worden.

Nadia K. war bereits zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie illegal in den Irak eingereist sei. In dem Land sollen sich eine Reihe von westlichen IS-Anhängern befinden, die aus dem syrischen Kampfgebiet in den Irak ausgewichen sind. Darunter befinden sich auch mehrere westliche Frauen von IS-Kämpfern.

 

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