Kommentar zum Artikel: Mindestsicherug: Grüne gegen „Armutsförderungsgesetz“

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Fotos: Karin Wasner.

Der folgende Kommentar handelt von der Aussage vom FPÖ-Regierungskoordinator Norbert Hofer, dass in Wien 30.000 Tschetschenen Mindestsicherung beziehen. Da wirft sich einem die Frage auf, wie ist das überhaupt möglich?

In Wien leben rund 16 Tausend Menschen, die Staatsbürger der russischen Föderation sind und in Österreich leben 30.000 russische Staatsbürger, darunter sind Tschetschenen, Inguschen, Dagestaner und Russen. Dies bedeutet, dass sind nicht nur Tschetschenen unter diesen 16 und 30.000 Menschen. Laut Heiben, hätten 4.500 Personen aus der gesamten Russischen Föderation Mindestscherung bezogen.

Fakten werden verdreht und falsche Aussagen getätigt, der Ruf eines Volkes wird beschädigt. Das alles nur, um Russland zufrieden zu stellen? Um den Vertrag, der nach den Präsidentschaftswahlen, in Moskau von Hofer mit der russischen Regierung, mit der Partei „Jedinaja Rossija“ geschlossen wurde, aufrecht zu erhalten? Sind alle Probleme die Österreich hat aus der Welt geschafft, wenn man den Tschetschenen die Mindestsicherung streicht und sie alle abschiebt? Die Freiheitliche Partei Österreichs, hat es auf das Tschetschenische Volk abgesehen und stellt das Volk auf jeder erdenklichen weise schlecht dar. In allen Zeitungen schreibt man über Tschetschenen, in allen Interviews spricht man von ihnen, wie von einer Marke. Muss sich schämen, jemandem auf die Frage, woher man kommt, als Tschetschene oder Tschetschenin zu antworten, oder gar Angst vor dieser Frage haben?

Die Mehrheit der in Wien lebenden Tschetschenen, arbeitet, geht in die Schule oder zur Universität. Tag für Tag steht man auf geht zur Arbeit, um seine Familie zu versorgen, die Wohnung zu bezahlen, seinen Kindern Taschengeld geben zu können. Tag für Tag geht man zur Schule oder zur Uni, Österreich eines Tages mit seinem Wissen weiter zu bringen, um von Nutzen zu sein, für das Land, das einem diese Möglichkeiten überhaupt geboten hat. Ist es angebracht oder gar fair, diese Menschen, die sich hier ein Leben aufbauen wollen, als „faule, nicht arbeitswillige groß Familien“ zu bezeichnen bzw. abzustempeln? Sollen diese Menschen Worte wie diese von Strache oder Hofer, einfach auf sich sitzen lassen? Stellen Sie sich vor sie kriegen keinen Arbeitsplatz wegen Ihrer Herkunft, oder man will sich nicht mit Ihnen an den Tisch setzen und unterhalten, wegen der Vorurteile, die Parteien wie die FPÖ geschaffen haben. Klingt das nicht nach Rufschädigung für Sie? Es klingt ganz und gar danach, man könnte dies mittlerweile auch Diskriminierung nennen, da es handfeste Beweise und genug Zeugen gibt. Diese Zeiten haben wir doch schon hinter uns, einen Menschen zu verurteilen, ohne ihn oder sie zu kennen, könnte man sich denken. In Österreich ist dies, dem Anschein nach nicht der Fall. Die Tschetschenen sind aus Russland geflohen um diesem Schicksal zu entkommen, aber es holt sie genau in diesem Augenblick wieder ein. Es ist Tatsache, dass es ein Paar wenige abtrünnige Tschetschenen gibt und es hat auch niemand etwas dagegen, wenn diese die Konsequenzen für ihre Taten tragen müssen. Was aber nicht bedeuten soll, dass das gesamte Volk diese zu tragen hat, oder tragen wird.

Gehen Sie in sich, denken Sie ein wenig darüber nach und entscheiden Sie, sieht Gerechtigkeit so aus ? Sollte man so mit Menschen umgehen? Herr Strache und Herr Hofer, sind Sie mit dem Vertrag mit der russischen Partei zufrieden, oder haben Sie die Ergebnisse, die Russland sich erhofft, noch nicht geliefert? Lassen Sie die Öffentlichkeit an Ihrer politischen Kooperation mit Russland teilhaben, den Österreich will es auch wissen. Es reicht nicht, Verträge hinter verschlossener Tür, ohne Presse abzuschließen. Nicht dass Sie die Österreicher in Zukunft überraschen und nur mehr noch blauäugige und hellhaarige Anspruch auf das Arbeitslosengeld und die Mindestsicherung haben.    

Kheda Iskhanova

 Studentin, Mitglied des tschetschenischen Kulturvereins Ichkeria