{"id":10450,"date":"2019-02-20T16:04:29","date_gmt":"2019-02-20T14:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=10450"},"modified":"2021-01-25T05:48:57","modified_gmt":"2021-01-25T04:48:57","slug":"das-schweigen-zum-schicksal-der-schwestern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=10450&lang=de","title":{"rendered":"Das Schweigen zum Schicksal der Schwestern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10451\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/C_gHLXgXcAEtJlS-Kopie-300x214.jpg\" alt=\"\" width=\"831\" height=\"593\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/C_gHLXgXcAEtJlS-Kopie-300x214.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/C_gHLXgXcAEtJlS-Kopie.jpg 768w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/C_gHLXgXcAEtJlS-Kopie-480x343.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/C_gHLXgXcAEtJlS-Kopie-701x500.jpg 701w\" sizes=\"auto, (max-width: 831px) 100vw, 831px\" \/><\/p>\n<p>Die Geschichte der Entf\u00fchrungen, Folterungen und Ermordungen von Homosexuellen in Tschetschenien hat <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z0gwrmyy8u0&amp;t=12s\">nicht nur M\u00e4nner<\/a> betroffen. Das Schicksal einer Frau mit \u00abnicht traditioneller sexueller Orientierung\u00bb kann vollst\u00e4ndig in den H\u00e4nden ihrer Verwandten liegen und diese sind nicht weniger grausam als Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. Der <a href=\"https:\/\/www.kavkaz-uzel.eu\/articles\/329867\/\">&#8222;Kaukasische Knoten&#8220;<\/a> berichtet als eine der wenigen russischen Zeitschriften \u00fcber das Schicksal von queeren Frauen in Tschetschenien.<\/p>\n<p>Am 10. Dezember wurde in Moskau ein <a href=\"https:\/\/www.outrightinternational.org\/sites\/default\/files\/Research-by-theQWNC-Group.pdf\">Bericht<\/a> vorgelegt. Es enthielt die Ergebnisse einer Umfrage unter 16 Frauen aus der Tschetschenischen Republik im Alter von 20 bis 49 Jahren, die sich selbst als unterschiedliche sexuelle Minderheiten einstufen. Acht der Befragten gaben an, einige ihrer Freundinnen, Verwandten oder Nachbarn seien von ihren m\u00e4nnlichen Angeh\u00f6rigen wegen ihres &#8222;sch\u00e4ndlichen Verhaltens f\u00fcr die Familie&#8220; get\u00f6tet worden. Die M\u00e4dchen erz\u00e4hlten auch, wie die T\u00f6tung von Personen, die der nicht-traditionellen sexuellen Orientierung verd\u00e4chtigt werden, ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>&#8222;Alle \u00e4lteren M\u00e4nner der Familie (Gro\u00dfv\u00e4ter, Onkel, V\u00e4ter, \u00e4ltere Br\u00fcder) kommen zusammen und diskutieren, welche Strafe zu w\u00e4hlen ist f\u00fcr das falsche Verhalte der Frau. Wenn sie herausfinden, dass sie lesbisch ist, gibt es meist zwei M\u00f6glichkeiten: Sie zu t\u00f6ten oder in die Ehe zu zwingen&#8220;.<\/p>\n<p>Alle Frauen erz\u00e4hlten von systematischem und sich wiederholendem k\u00f6rperlichen und psychischen Missbrauch sowohl in der elterlichen Familie als auch in der Ehe. Im Falle von k\u00f6rperlicher Gewalt in der Familie ziehen es lesbische Frauen vor keine medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wegen eines Verbots von Verwandten oder aus Angst auf sich aufmerksam zu machen. Die psychologische Hilfe wird durch religi\u00f6se Praktiken der \u00bbDschinn-Austreibung\u00ab ersetzt, w\u00e4hrend der Rechtsschutz aufgrund der Einstellung der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden nicht gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wegen ihrer Liebe get\u00f6tet &#8211; das Schicksal von queeren Frauen in Tschetschenien<\/p>\n<p>Nach den Informationen des russischen LGBT-Netzwerks hat in Tschetschenien seit Ende Dezember 2018 eine neue Verhaftungswelle von M\u00e4nnern und Frauen aufgrund ihrer wahrgenommenen oder tats\u00e4chlichen sexuellen Orientierung begonnen.<\/p>\n<p>Im Augenzeugenbericht, welches das Portal <a href=\"https:\/\/www.currenttime.tv\/a\/chechen-lgbt-refugee-monologue\/29769095.html\">&#8222;CurrentTime&#8220;<\/a> ver\u00f6ffentlichte, berichtet eines der Opfer unter der Bedingung der Anonymit\u00e4t \u00fcber die S\u00e4uberung und ihr Schicksal.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;Du h\u00e4ttest sie irgendwo im Wald erschie\u00dfen sollen&#8220;<\/p>\n<p>&#8211; Meine Familie verfolgte mich, weil ich lesbisch bin und mehrmals von zu Hause weglief. Ich bin eine ethnische Tschetschenin, wir haben in Russland gelebt, aber nicht in Tschetschenien selbst. Ich m\u00f6chte nicht genau sagen, wo.<\/p>\n<p>&#8222;In den letzten zwei Jahren wurden wir von 37 lesbischen und zwei transsexuellen Frauen aus den Republiken des Nordkaukasus kontaktiert. 2018 erhielten wir dann die ersten Berichte \u00fcber M\u00e4dchen und Frauen, die von der Polizei wegen des blo\u00dfen Verdachts der Homosexualit\u00e4t festgenommen wurden. Berichten zufolge gab es unter denen, die von Dezember bis Januar verschleppt wurden, auch M\u00e4dchen und Frauen.&#8220; kommentiert Igor Kochetkow, Leiter des russischen LGBT-Netzes, die Worte des Gespr\u00e4chspartners von CT.<\/p>\n<p>&#8211; Meine Familie erfuhr durch meine ehemalige Freundin von meiner sexuellen Orientierung. Sie erz\u00e4hlte es meiner Familie \u2013 weshalb wei\u00df Ich nicht. Sie selbst war keine Tschetschenin. Danach bekam ich Probleme und ich h\u00f6rte auf, mit ihr zu kommunizieren.<\/p>\n<p>Ich bin zweimal von zu Hause weggelaufen. Als ich das erste Mal weggelaufen bin, suchten Sie mich \u00fcberall. Eine Freundin verriet meinen Verwandten den Ort meines Aufenthalts. Danach brachte mich einer meiner Br\u00fcder zur\u00fcck in mein Elternhaus. Meine Mutter war damit nicht zufrieden. Zu meinem Bruder sagte sie: &#8222;Warum hast du sie wieder nach Hause gebracht? Du h\u00e4ttest sie irgendwo im Wald erschie\u00dfen sollen, wie wir es vereinbart hatten&#8220;, sie erz\u00e4hlt weiter. &#8222;Mein Bruder tat es nur deshalb nicht, weil mein Vater es ihm verboten hatte.&#8220;<\/p>\n<p>Meine Eltern wussten, dass ich lesbisch bin und eine Beziehung zu einem M\u00e4dchen habe. Sie wollten mich in eine Nervenklinik einschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&#8222;Unter den f\u00fcnf M\u00e4dchen, die uns kontaktierten, waren auch welche, deren Angeh\u00f6rige sie einer psychiatrischen \u201eBehandlung\u201c unterzogen hatten. Letzteres ist jedoch nicht ausschlie\u00dflich ein kaukasisches Problem. Im vergangenen Jahr haben uns sieben Personen aus verschiedenen Regionen Russlands angesprochen, die sich \u00fcber die Zwangsverbringung in psychiatrischen Krankenh\u00e4usern beschwert haben berichtet&#8220; Kochetkow.<\/p>\n<p>&#8211; Sie haben versucht, mein Verhalten dadurch zu erkl\u00e4ren, dass ich von einem D\u00e4mon besessen bin. Sie schickten mich in eine lokale Moschee, um mich einem Exorzismus zu unterziehen. Es war einfacher f\u00fcr sie damit mein Verhalten und meine Handlungen zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Es gab ein eigenes Verfahren f\u00fcr den Exorzismus des Dschinns. &#8222;Wir alle wussten ja, dass es keinen D\u00e4mon in mir gab, aber trotzdem musste ich so tun, als ob er tats\u00e4chlich existierte. Ich spielte mit, meine Eltern glaubten mir, aber nach ein paar Monaten bin ich wieder weggelaufen. Danach wandte ich mich an das russische LGBT-Netzwerk, damit sie mir zu helfen, mich zu verstecken. Dies war 2017.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Der Exorzismus des Dschinns&#8220; sei eine typische Geschichte, die von M\u00e4nnern und Frauen aus Tschetschenien erz\u00e4hlt wurde, erkl\u00e4rt Kochetkow. &#8222;Viele von ihnen erw\u00e4hnen die Ehrenmorde von M\u00e4dchen aufgrund ihrer Beziehung zu anderen M\u00e4dchen. Leider ist es unm\u00f6glich, alle diese Nachrichten zu \u00fcberpr\u00fcfen, aber das Vorhandensein einer solchen Praxis ist nicht zu bezweifeln.&#8220;<\/p>\n<p>&#8211; Danach war ich noch sechs Monate in Russland. Als alle b\u00fcrokratischen Probleme mit den Dokumenten gel\u00f6st waren, verlie\u00df ich die F\u00f6deration. Ich bin eine gesellige Person und habe mich schnell in einem neuen Land eingelebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;Wenn eine Lesbe get\u00f6tet wird, schreibt fast niemand dar\u00fcber.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich kenne die Get\u00f6teten nicht, aber ich kenne die, denen es gelungen ist zu fliehen, die jetzt ihr Leben in Frieden leben. Ich wei\u00df, dass viele mit der Familie in Kontakt bleiben. Wenn ich &#8222;mit der Familie&#8220; sage, meine ich, dass sie nur mit ihrer Schwester oder nur mit ihrer Mutter oder nur mit ihrem Bruder kommunizieren. Soweit ich wei\u00df, hat niemand frei mit der ganzen Familie kommunizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist f\u00fcr Angeh\u00f6rige schwer zu akzeptieren, dass ihr Kind schwul, lesbisch oder transgender ist. In unserer Kultur wird dies kaum akzeptiert und auch eine strenge Interpretation des Islam stimmt dem nicht zu. Sie tun schlichtweg, was die Gesellschaft oder die Religion ihnen vorschreiben und befolgen diese Gesetze. Dabei Sie ihr Kind nicht so, wie es ist, nur weil die Gesellschaft es verurteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unter meinen Bekannten &#8222;in der Betreffzeile&#8220; [LGBT] gibt es diejenigen, die sich noch immer in Tschetschenien befinden oder aus den verschiedensten Gr\u00fcnden nicht das Land verlassen k\u00f6nnen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr M\u00e4dchen. Es ist viel schwieriger f\u00fcr sie, weil sie st\u00e4ndig kontrolliert werden. Sie k\u00f6nnen das Haus nicht verlassen, ohne dass sie jemand begleitet. Schon deshalb sei ihre Flucht schwer zu organisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn wir \u00fcber M\u00e4nner sprechen, gibt es diejenigen, von denen niemand wei\u00df, dass sie schwul sind. Sie versuchen es zu verheimlichen, indem sie in keiner Weise &#8222;Werbung&#8220; machen, sie m\u00fcssen nur das tun, was ihre Eltern ihnen sagen: heiraten, Familien haben, arbeiten, leben, wie es ihre Eltern wollen. Vielleicht haben sie einfach nicht den Mut.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die meisten sind nicht dazu bereit, ihre Eltern, Geschwister, zu verlassen \u2013 das Leben, dass sie hatten, Menschen, die sie vielleicht nicht akzeptieren, die sie aber immer noch lieben. Sie sind nicht dazu bereit, dies alles zu verlassen und in ein anderes Land zu gehen, in dem alles v\u00f6llig unbekannt ist. Daher bleiben sie in einer Umgebung, in der sie sich wohler f\u00fchlen und ihnen vertraut sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn Sie meinen Freunden vertrauen, welche die aktuelle Situation in Tschetschenien von innen kennen, dann gibt es mehr als 40 Gefangene, wie von den Medien gemeldet wurden, auch mehr als zwei Tote.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Um eine Frau [im Kaukasus] zu t\u00f6ten, ist nicht sehr viel notwendig. Und die Tatsache, dass sie lesbisch ist, ist eine gute Ausrede, um sie irgendwo im Wald zu begraben und sich nicht mehr an sie zu erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unter meinen Bekannten gibt es sowohl Jungen als auch M\u00e4dchen, die nach ihrer Verhaftung in den sogenannten Geheimgef\u00e4ngnissen vergewaltigt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8222;Wir haben die Best\u00e4tigung, dass diesmal bei der neuen Verhaftungswelle M\u00e4nner vergewaltigt wurden. Ua. Mit Schlagst\u00f6cken und Elektroschocker. Wir haben einen Mann, der das durchgemacht hat. Aber \u00fcber die M\u00e4dchen wissen wir nichts, insbesondere was mit ihnen passiert. Wir wissen, dass sie inhaftiert und gefoltert werden, aber es gibt keine genauen Informationen \u00fcber Vergewaltigung. Aber ich bin \u00fcber nichts \u00fcberrascht. Man darf nicht denken, dass manche Traditionen sie aufhalten w\u00fcrden. Sie [Die tschetschenische Regierung unter Ramsan Kadyrow] konstruieren diese sogenannten Traditionen selbst. Ich w\u00fcrde dies Die Vergewaltigung von M\u00e4dchen] nicht ausschlie\u00dfen, aber wir k\u00f6nnen dies nicht best\u00e4tigen.&#8220; erkl\u00e4rt Kochetkow.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8211; M\u00e4nner werden h\u00e4ufiger inhaftiert, weil M\u00e4dchen fast immer in Begleitung auf die Stra\u00dfe gehen. Vater und Bruder erlauben keinem Fremden, ihre Schwester oder ihr Kind abzuholen. Ein Mann kann andere M\u00e4nner einfach angreifen, verpr\u00fcgeln, in ein Auto stecken und wegbringen. Oft sind M\u00e4nner auch in ihrer Korrespondenz oder bei Telefonkontakten weniger vorsichtig und behalten die Nummern ihrer Partner, was ein Sicherheitsrisiko sein kann.<br \/>\nMenschen, die fliehen und versuchen, ein neues Leben zu beginnen, sind immer noch be\u00e4ngstigend. Sie haben Angst, sogar anonyme Interviews zu geben. Aber je weniger wir dar\u00fcber reden, desto weniger wird sich etwas \u00e4ndern. Das ist traurig. Ich m\u00f6chte, dass die Leute \u00fcber die bestehenden Probleme sprechen und auch \u00fcber die Probleme der [tschetschenischen Lesben], weil niemand die Frauen bemerkt.<\/p>\n<p>Wenn sie einen Schwulen t\u00f6ten, reden alle dar\u00fcber. Aber wenn eine Lesbe get\u00f6tet wird, schreibt fast niemand dar\u00fcber. Eine Frau kann in den Wald gebracht und, get\u00f6tet werden \u2013 ihre Verwandten k\u00f6nnen nach Hause kommen und so tun als existiere sie nicht. Und nicht ein einzelner Nachbar, kein einziger Verwandter der Frage wird fragen. Jeder wei\u00df alles ist gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dank an Aida Mirmaksumowa<\/p>\n<p>Anmerkung: Jekaterina Sokirjanskaja hat in einem Interview einen wichtigen Aspekt angesprochen. Ihr zufolge halfen auch konservative tschetschenische M\u00e4nner bei der Untersuchung. Diese teilen weder die liberalen Werte in Bezug auf die LGBTI-Gemeinschaft, wollen aber auch nicht, dass in Tschetschenien Homosexuelle get\u00f6tet und gefoltert werden. &#8222;Russland ist eine homophobe Gesellschaft, aber seit dem Zusammenbruch der UdSSR gab es keine F\u00e4lle von organisierter Gewalt gegen Homosexuelle in Tschetschenien \u2013 auch keine Kampagnen, um sie aufzudecken. Davor habe ich noch nie von Ehrenmorden gegen M\u00e4nner geh\u00f6rt. Vielleicht existierten Ausnahmef\u00e4lle, aber diese Dimension ist v\u00f6llig neu. Das Regime bezieht sich zwar auf die Tradition, aber es erfindet oder kreiert eine Tradition. Sie verdrehen und ver\u00e4ndern die Tradition f\u00fcr ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse&#8220; Sokirianskaia f\u00fcgte hinzu. &#8222;Diese Neugestaltung der tschetschenischen Kultur geht \u00fcber die Verfolgung von Homosexuellen im Namen der Tradition hinaus. Ein Gro\u00dfteil des Kadyrow-Regimes stellt einen deutlichen Bruch mit der Tradition dar, um eine Mythologie zu schaffen, die der gegenw\u00e4rtigen Machtstruktur f\u00f6rderlich ist.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Entf\u00fchrungen, Folterungen und Ermordungen von Homosexuellen in Tschetschenien hat nicht nur M\u00e4nner betroffen. Das Schicksal einer Frau mit \u00abnicht traditioneller sexueller Orientierung\u00bb kann vollst\u00e4ndig in den H\u00e4nden ihrer Verwandten liegen und diese sind nicht weniger grausam als Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. 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