{"id":1180,"date":"2017-07-25T13:22:32","date_gmt":"2017-07-25T11:22:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=1180"},"modified":"2017-07-25T13:22:32","modified_gmt":"2017-07-25T11:22:32","slug":"wir-fielen-wie-die-deutschen-1941","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=1180&lang=de","title":{"rendered":"&#8222;Wir fielen wie die Deutschen 1941&#8220;"},"content":{"rendered":"<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1181 alignleft\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300303306-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" \/>Was geschah in Tschetschenien? Ein russischer Offizier f\u00fchrte Tagebuch. WELT ONLINE ver\u00f6ffentlicht exklusiv Dokumente eines brutalen Krieges.<\/h4>\n<p><em>Dieses sehr pers\u00f6nliche Tagebuch stammt von einem ehemaligen Speznaz-Offizier, der im zweiten Tschetschenien-Krieg an fast 20 &#8222;Dienstreisen\u201c \u2013 so werden die Abkommandierungen nach Tschetschenien offiziell genannt \u2013 teilnahm, und gibt einen ungesch\u00f6nten Einblick in die Grausamkeiten des Krieges. Um den Autor zu sch\u00fctzen, wurden Personennamen abgek\u00fcrzt und Ortsnamen weggelassen.<\/em><\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Die &#8222;Dienstreise&#8220; beginnt<\/h3>\n<p>* Bald geht es auf eine Dienstreise. Ich habe in der Seele eine schlechte Vorahnung. In der Einheit kamen die ersten S\u00e4rge an. Sie verbrannten unsere Kolonne in\u2026 Unsere Jungs starben. Die Tschechi (Tschetschenen \u2013 d. Red.) verbrannten die Verwundeten im BTR (gepanzerter Truppentransporter) bei lebendigem Leibe. Dem, der auf dem Platz des Kommandanten sa\u00df, schossen sie in den Kopf. So begann f\u00fcr unsere Einheit der zweite Krieg. Ich war \u00fcbel gelaunt und hatte schlechte Vorahnungen. Ich begann, mich darauf vorzubereiten, ich wusste einfach, was uns erwartete.<\/p>\n<div class=\"c-inline-element c-inline-element--has-commercials\"><\/div>\n<p>* Pl\u00f6tzlich begann ein PK (Kalaschnikow) der Bojewiki (Guerilla-K\u00e4mpfer) zu arbeiten, A. schrie rechtzeitig, so dass ich mich hinwerfen konnte, die Kugeln gingen \u00fcber mich hinweg, zu h\u00f6ren war ihr melodischer Flug. A., B. und W. begannen zur\u00fcck zu h\u00e4mmern, gaben mir Feuerschutz, ich kroch. Alles geschah instinktiv, ich wollte \u00fcberleben, deshalb kroch ich. Als ich bis zu ihnen gekrochen war, schossen sie mit Granatwerfern auf den Maschinengewehrsch\u00fctzen. Schieferst\u00fccke flogen umher, er schwieg, was mit ihm geschah, wei\u00df ich nicht. Wie gingen auf unsere Ausgangsposition zur\u00fcck. F\u00fcr mich war das der erste Kampf, es war schrecklich, nur f\u00fcr Idioten ist es nicht schrecklich. Angst \u2013 das ist der Instinkt zur Selbsterhaltung, sie hilft zu \u00fcberleben. Zu \u00fcberleben helfen auch die Jungs, die mit dir in diesen Schusswechsel geraten sind\u2026<\/p>\n<p>* Wir haben direkt im Schnee geschlafen, Bretter untergelegt und uns eng aneinander geschmiegt. Frost und Wind. Der Mensch gew\u00f6hnt sich an alles, \u00fcberlebt \u00fcberall, abh\u00e4ngig von seiner Ausbildung und seinen inneren F\u00e4higkeiten. Wir entz\u00fcndeten ein Lagerfeuer und legten uns daneben. Nachts schossen wir mit Granatwerfern auf \u2026, schliefen abwechselnd.<\/p>\n<div class=\"c-inline-element c-inline-element--has-commercials\"><\/div>\n<p>* Am Morgen gingen wir auf dem gleichen Wege und ich erinnerte mich an das gestrige Gefecht. Ich sah die Ortsbewohner, die den Bojewiki den Weg gezeigt haben. Sie schauten schweigend auf uns, wir auf sie. Alle hatten Hass und B\u00f6sartigkeit in den Augen. Wir gingen die Stra\u00dfe entlang, ohne irgendwelche Exzesse. Wir kamen ins Zentrum von \u2026und bewegten uns auf das Krankenhaus zu, wo die Bojewiki sa\u00dfen. Auf dem Wege dorthin putzten wir ein Kesselhaus weg. \u00dcberall lagen abgerissene Finger und andere K\u00f6rperteile, \u00fcberall war Blut. Am Eingang zum Krankenhaus sagten uns Ortsbewohner, dass sie einen gefangenen Soldaten h\u00e4tten, dem die Bojewiki die Beine und die H\u00e4nde gebrochen h\u00e4tten, damit er nicht abhauen konnte.<\/p>\n<div class=\"c-inline-element c-inline-element--has-commercials\">\n<div class=\"c-spot c-ad__medium-rectangle-2\" data-qa=\"Commercial.MediumRectangle2\" data-ad=\"medium-rectangle2\"><span class=\"c-ad__label\" data-qa=\"Commercial.label\">Anzeige<\/span><\/p>\n<div class=\"c-placeholder--is-rectangle-ad c-placeholder--fallback-is-visible\" data-component=\"Commercial\" data-commercial-container-id=\"sas_4460\" data-commercial-format-id=\"4460\" data-commercial-page-name=\"politik_story\" data-commercial-tags=\"Russland;103792118\" data-commercial-render-type=\"all\" data-commercial-fallback=\"true\" data-commercial-visible-class=\"c-placeholder--ad-is-visible\" data-commercial-placeholder-class=\"c-placeholder--is-rectangle-ad\" data-commercial-visibility-load-offset=\"384\" data-commercial-fallback-visibility-class=\"c-placeholder--fallback-is-visible\" data-qa=\"Commercial.Script\" data-node-uid=\"10\"><a href=\"https:\/\/vicampo.welt.de\/?utm_source=weltn24&amp;utm_medium=wmr_v2&amp;utm_campaign=weltn24\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"mr_\" data-content=\"Commercial.fallback\" data-commercial-fallback=\"[{&quot;imageUrl&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/static\/images\/global\/fallback\/a226b33a\/mr_wein_1.jpg&quot;,&quot;linkUrl&quot;:&quot;https:\/\/vicampo.welt.de\/?utm_source=weltn24&amp;utm_medium=wmr_v1&amp;utm_campaign=weltn24&quot;},{&quot;imageUrl&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/static\/images\/global\/fallback\/716fb5b8\/mr_wein_2.jpg&quot;,&quot;linkUrl&quot;:&quot;https:\/\/vicampo.welt.de\/?utm_source=weltn24&amp;utm_medium=wmr_v2&amp;utm_campaign=weltn24&quot;},{&quot;imageUrl&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/static\/images\/global\/fallback\/777f89fc\/mr_stellenmarkt_2.jpg&quot;,&quot;linkUrl&quot;:&quot;https:\/\/stellenmarkt.welt.de\/?utm_source=banner&amp;utm_medium=wmr_v2&amp;utm_campaign=weltn24&quot;},{&quot;imageUrl&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/static\/images\/global\/fallback\/65cbe12b\/mr_weltedition_web_1.jpg&quot;,&quot;linkUrl&quot;:&quot;https:\/\/edition.welt.de\/?custom_kid=WV00WOA470101SZ&amp;wtrid=displayperformance.onsite.0-eur_trial.vertrieb.edition.v1_festplatzierung&amp;wt_cc1=WV00WOA470101SZ0AOGSZ01&quot;},{&quot;imageUrl&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/static\/images\/global\/fallback\/4e618ab9\/mr_weltedition_web_2.jpg&quot;,&quot;linkUrl&quot;:&quot;https:\/\/edition.welt.de\/?custom_kid=WV00WOA470101SZ&amp;wtrid=displayperformance.onsite.0-eur_trial.vertrieb.edition.v2_festplatzierung&amp;wt_cc1=WV00WOA470101SZ0AOGSZ01&quot;}]\"><\/a><\/p>\n<div id=\"sas_4460\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>* Als die Gruppe zum Krankenhaus kam, war es schon von unseren Truppen eingenommen worden. Wir mussten einen Keller mit verwundeten K\u00e4mpfern bewachen, dort waren etwa 30 Menschen. Als ich runterkam, sah ich viele verwundete tschetschenische K\u00e4mpfer. Unter ihnen waren auch Russen, warum sie gegen uns k\u00e4mpften, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>* Sie blickten mit einem derartigen Hass zu mir, dass ich die Hand von selbst an den Automaten (umgangssprachlich f\u00fcr Kalaschnikow) presste. Ich ging raus, neben dem Eingang stand A. Wir warteten auf die n\u00e4chsten Anweisungen. Als ich neben dem Keller stand, kamen zwei Frauen zu mir und baten, einen der Verwundeten nach Hause zu lassen. Ich war ein wenig verwirrt von dieser Bitte. Ich wei\u00df nicht, warum ich zustimmte. Darauf werde ich wohl nie eine Antwort finden. Mir taten die Frauen Leid, ich h\u00e4tte ihn auch erschie\u00dfen k\u00f6nnen, aber die Ortsbewohner hatten ja auch das Leben eines unserer verwundeten Soldaten gerettet. Vielleicht war das so eine Art Austausch.<\/p>\n<p>* Sp\u00e4ter wurden die Verwundeten von Vertretern des Justizministeriums von \u2026 abgeholt. Das war wirklich ein widerw\u00e4rtiges Bild. Sie hatten Angst, als erste in den Keller zu gehen und forderten mich auf voran zu gehen. Als die Omon-Leute (Milizabteilung zur besonderen Verwendung) begriffen, dass nichts sie bedroht, begannen sie, die Verwundeten mit den H\u00e4nden nach oben zu zerren, sie zogen sie v\u00f6llig nackt aus und verfrachteten sie in einen Gef\u00e4ngniswagen. Einige kamen selbst heraus, anderen wurden heraus gezerrt. Ein K\u00e4mpfer kam selbst nach oben. Er hatte keinen Fu\u00df, er ging auf dem Stumpf, er kam bis zum Zaun und verlor das Bewusstsein. Sie verpr\u00fcgelten ihn, zogen ihn nackt aus und warfen ihn in den Gef\u00e4ngniswagen. Sie taten mir nicht Leid, es war nur widerw\u00e4rtig, diese Szene mit anzusehen.<\/p>\n<p>* Wir umstellten das Dorf, gruben uns direkt auf den Feldern ein. Schnee, Dreck und Schlamm, aber wir gruben uns ein und \u00fcbernachteten. Nachts kontrollierte ich unsere Stellung. Alle froren, aber sie lagen in den Erdschanzen. Am Morgen gingen wir erneut in das Dorf, s\u00e4uberten auf dem Wege alle H\u00e4user. Dort kochte die Erde vor Kugeln. Unserer Truppe schnitten sie wie immer den Weg ab. Die K\u00e4mpfer griffen an. Wir fielen wie die Deutschen \u201941. Die Karausche (junger, unerfahrener Soldat) rannte einfach vor ihnen her, br\u00fcllte \u201eSchuss\u201c und feuerte mit dem Granatwerfer auf sie. A. kam angelaufen, er war in der Brust und am Kopf verwundet.<\/p>\n<p>* Dort war nur noch B. geblieben, sie schossen ihn in beide Beine und er lag da und feuerte. Dann fiel er mir auf die Knie und fl\u00fcsterte: \u201eChhh, rette mich. Ich sterbe\u201c, und verstummte. Ich gab ihm eine Injektion Promedol (starkes Schmerzmittel). Ich stie\u00df ihn an die Schulter und sagte ihm: \u201eAlles normal. Du wirst mich noch bei der Demobilisierung nerven.\u201c Ein Transporter kam heran, ich sagte W. und G., sie sollten ihn zu dem Haus bringen, wo unsere waren. Sie schafften es bis zum dem Drahtzaun zwischen den H\u00e4usern, als sie von der Geschossgarbe eines Maschinengewehrs erfasst wurden. W. bekam eine Kugel in die Hand, G. ins Bein. Die gesamte Garbe erwischte A., weil er in der Mitte war. Sie lie\u00dfen ihn am Maschendrahtzaun liegen, und D. sammelte alle Verwundeten, sie krochen vom Haus weg, weil das schon zusammenbrach.<\/p>\n<p>* Wir feuerten von der Hausecke. Unsere warfen alle Verwundeten \u00fcber den Drahtzaun. Blieb nur noch der K\u00f6rper von A. Da sprang E. \u00fcber den Zaun. Aber erneut wurde das Feuer auf uns er\u00f6ffnet. Wir warfen uns hin. Sch. schrie, dass wir auf seine Kommando alle gleichzeitig laufen sollen. Wir packen A. und springen alle \u00fcber den Zaun. Neben dem Loch in der Mauer, wohin wir gekrochen waren, wurde S., der uns Feuerschutz gab, im Hals getroffen, er fiel ganz mit Blut bedeckt. Wir evakuierten schnell alle Verwundeten mit einem BTR. A. starb. Das erfuhren wir sp\u00e4ter. Aber noch wurde gek\u00e4mpft. Wir schossen.<\/p>\n<p>* Wir fuhren mit einem BTR in die Ausgangsstellung. \u00dcbernachteten zusammen mit der 1GSN (Spezialeinheit; urspr\u00fcnglich, um von Terroristen besetzte Flugzeuge zu st\u00fcrmen). Sie hatten im Kampf sieben Mann verloren und noch ein schwerer Tag stand bevor. Ich griff eine Flasche Tschetschenen-Wodka, wir gedachten ihrer schweigend und schweigend gingen wir zum Schlafen auseinander, jeder dorthin, wo es sich gerade ergab. Alle warteten auf den morgigen Tag.<\/p>\n<p>* Am Lagerfeuer erz\u00e4hlten die Jungs von den Gefallenen im 1GSN. K. wurde von einem Scharfsch\u00fctzen in den Kopf getroffen, er war Maschinengewehrsch\u00fctze. Ein Scharfsch\u00fctze traf L. zuerst ins Visier, dann in den Kopf. M. fiel und wie er fiel, sah sein Zwillingsbruder mit an, der mit ihm zusammen war. Er sah den Toten und f\u00fchrte den Kampf bis zu Ende, geriet nicht in Panik und verlor nicht den Kopf, sondern k\u00e4mpfte weiter. So etwas hatte ich noch nie gesehen oder geh\u00f6rt. Diesen Heroismus hat Russland nicht gew\u00fcrdigt, ebenso wenig die Heldentaten der Jungs, die in Tschetschenien gek\u00e4mpft haben.<\/p>\n<p>* Mich haben die Worte eines idiotischen Generals ersch\u00fcttert. Er wurde gefragt, warum man den Familien der U-Boot-Fahrer, die mit der \u201eKursk\u201c unter gegangen sind, 700.000 Rubel zahlt, aber den Familien der in Tschetschenien Gefallenen bisher noch nichts gezahlt hat. Er antwortete, dass das ungeplante Opfer gewesen seien, in Tschetschenien \u2013 geplante. Das hei\u00dft, wir, die wir unsere Pflicht in Tschetschenien erf\u00fcllen, sind bereits geplante Opfer. Solche Ungeheuer von Gener\u00e4len gibt es sehr viele. Immer hat der einfache Soldat gelitten. Und in der Armee hat es immer zwei Meinungen gegeben: die jener, die die Befehle gaben. Und jener, die sie auszuf\u00fchren hatten, also wir.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Wir t\u00f6teten 168 Menschen<\/h3>\n<p>* Zum \u00dcbernachten brachten sie uns etwas zu Essen und unseren Wodka. Das nahm etwas von der Anspannung des gestrigen Kampfes. Nach einer Umgruppierung gingen wir auf der alten Marschroute ins Dorf. Wir gingen auf den Spuren des gestrigen Kampfes. In dem Haus, in dem wir uns aufgehalten hatten, war alles verbrannt. Ringsum war viel Blut, Geschossh\u00fclsen, zerrissene schusssichere Westen. Als wir ins Haus kamen, fanden wir die Leichen von Bojewiki. Sie war in Gruben im Mais versteckt. In einem der Keller entdeckten wir verwundete S\u00f6ldner. Sie waren aus Moskau, aus Piter (St..Petersburg), aus Perm. Sie flehten uns an, sie nicht zu t\u00f6ten, sie h\u00e4tten Familien, Kinder zu Hause. Sind wir vielleicht aus einem Kinderheim in dieses Loch geflohen? Wir haben sie alle erschossen. Nachts fuhren wir aus dem Dorf. Alles brannte und verweste. So wurde noch ein Dorf vom Krieg ausgel\u00f6scht. Das Gesehene erf\u00fcllte die Seele mit einem finsteren Gef\u00fchl. In diesem Kampf verloren die Bojewiki 168 Menschen.<\/p>\n<p>* Ich war so erfroren, dass ich die H\u00e4nde nicht aus den Taschen ziehen konnte. Nasar zog eine Flasche Sprit heraus und schlug vor, sich aufzuw\u00e4rmen, es brauchte nur etwas zum Verd\u00fcnnen. Wir schickten A. und B. zu einem Bew\u00e4sserungskanal. B. f\u00fcllte Wasser ein, A. sicherte ihn. In dem Moment kamen ihnen etwa 15 K\u00e4mpfer entgegen. Die Entfernung betrug 25 bis 30 Meter, es d\u00e4mmerte und alles war zu sehen. Sie marschierten k\u00fchn in der \u00d6ffentlichkeit ohne Sicherungspatrouille. Als sie uns sahen, reagierten sie verwirrt und hielten an. A. und B. kamen zu uns zur\u00fcck. Die K\u00e4mpfer schossen nicht, ich weckte die anderen.<\/p>\n<p>* Sie warfen sich hin und schossen nicht. Die Zeit lief f\u00fcr den, der zuerst zuschl\u00e4gt. W. schlug als Erster zu mit dem KPWT (schweres Maschinengewehr). Das Gefecht begann. Ich hockte mich neben das Vorderrad eines BTR und begann zu schie\u00dfen. Unser Maschinengewehrsch\u00fctze arbeitete, der Panzer feuerte, die K\u00e4mpfer wichen zur\u00fcck. Sie hatten viele Verwundete und Gefallene. Der Panzer konnte sich in der Dunkelheit nicht orientieren. Als ich zu ihm hinlief, geriet ich in die Schusslinie des Panzers. Ich wurde verletzt. 20 Minuten konnte ich nicht zur Besinnung kommen. Sie zogen mich da raus. Ich kroch zum Maschinengewehrsch\u00fctzen und wir verteidigten uns schie\u00dfend. Wir feuerten sehr dicht. Zur Antwort schossen die Bojewiki mit einem Granatwerfer auf den Panzer, trafen einen H\u00fcgel vor ihm. Der Kampf dauerte ungef\u00e4hr eine Stunde.<\/p>\n<p>* Am Morgen waren wir sehr erstaunt, vor uns lagen blutige Pfade. Sie hatten die Ihren hinter sich hergezogen. Zerfetzte K\u00f6rperteile \u2013 das war W. der sie mit seinem schweren Maschinengewehr in St\u00fccke gerissen hatte. Wir sammelten Troph\u00e4en \u2013 Automaten, Granatwerfer, Westen. Es ert\u00f6nten Sch\u00fcsse und Granatenexplosionen. Wie sich herausstellte, waren es verwundete K\u00e4mpfer, die bei uns in den Hinterhalt geraten waren. Zwei heil gebliebene Bojewiki waren zur\u00fcckgeblieben und hatten sich zusammen mit den Verwundeten in die Luft gesprengt.<\/p>\n<p>* In der Einheit gab es viele leere Betten mit Kerzen und Fotos der Jungs. In der Einheit gedachten wir Aller und erinnerten uns an sie als Lebende. Der Seele war es schwer. Wie verloren unsere Kumpels und bleiben am Leben. Wir haben zusammengesessen, zusammen gefeiert und jetzt gibt es sie nicht mehr. Nur die Erinnerungen blieben. Es gab einen Menschen, und jetzt ist er nicht mehr. Ganz in der N\u00e4he schnappte dieser Tod mit den Z\u00e4hnen zu und nahm, was ihm gefiel. Manchmal gew\u00f6hnst du dich an den Gedanken, dass du selbst dich irgendwann dort befindest und dein K\u00f6rper sich in Staub verwandelt. Irgendwann m\u00f6chtest du deinen Freund neben dir sp\u00fcren, zusammensitzen, aber er ist nicht mehr, nur Fotos sind geblieben, auf denen ihre Gesichter lebendig sind. Es waren alles ausgezeichnete Jungs und wenn wir sie vergessen, dann sterben sie wirklich. Ruht Euch ewig aus, Br\u00fcderchen. Wir vergessen Euch nicht, irgendwann sehen wir uns wieder.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Aus Terroristen werden einfache Rentner<\/h3>\n<p>* Wir marschierten auf unserer Marschroute, der Kommandeur der Abteilung schrie, damit wir schneller gingen, aber sie hackten von zwei Seiten auf uns ein \u2013 vom Wald und von der benachbarten Stra\u00dfe. Wir gingen zwischen den H\u00e4usern durch. In Gruppen zerschlagen, gingen wir voran. Es war zu h\u00f6ren, dass der Kampf irgendwo vor uns stattfand. Wir wollten in die Vorg\u00e4rten hinaus, aber erneut feuerten sie aus dem Wald mit Granatwerfern. Pl\u00f6tzlich tauchten vor uns Schatten auf. Einer im Fenster, ein andere im Keller. Ich warf automatisch eine Granate dorthin. A. feuerte auf das Fenster. Als wir nach dem Ergebnis sahen, fanden wir zwei Leichen: Gro\u00dfvater und Gro\u00dfmutter. Kein Gl\u00fcck gehabt.<\/p>\n<p>* \u00dcber Funk meldete sich ein Bojewik bei B., der die 1GSN befehligte. Allah sehe alles und er sehe auch wer f\u00fcr den Glauben k\u00e4mpft, deshalb sei klar, dass B. sterben werde. Es gab noch einen weiteren Versuch, durchzubrechen, der auch nichts brachte. Danach wurden den Leichen die Ohren, die Nasen abgeschnitten. Die Soldaten wurden durch all die Vorg\u00e4nge zu Tieren.<\/p>\n<p>* Am Morgen riefen sie A. und mich in den Stab und sagten, dass wir Begleitschutz seien. Wir gingen unzufrieden in zum Stab, weil die Kolonne in zwei Stunden abfahren sollte, aber uns schicken sie zu irgendeinem Begleitschutz. Als wir hinkamen, \u00fcberreichte uns der Generalmajor der Division die erste Auszeichnung \u2013 die Suworow-Medaille f\u00fcr eine Spezialoperation noch im Oktober 1999. Das war f\u00fcr uns eine \u00dcberraschung. Die Medaille an der Brust, bewegten wir uns in Kolonne nach \u2026 Wir zahlten der Zugbegleiterin 500 Rubel und krochen in den Waggon. Nachdem wir unsere Sachen verteilt hatten, warfen wir die Medaillen in ein Glas und wuschen sie ab (tranken Wodka auf den Anlass). Der dritte Toast war allen gefallenen Kumpels gewidmet und jeder schlief ein, wo er konnte. Ziemlich schwer war diese Dienstreise f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>* Nach all dem Erlebten begann ich, ununterbrochen zu trinken. Oft stritt ich mit N., und obwohl sie schwanger war, gab ich mir trotzdem voll die Kante. Ich wusste nicht, was mit mir geschieht w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Dienstreise. Mit A., der sich bei mir einquartiert hatte, schlugen wir kr\u00e4ftig zu. Ich versuchte nicht einmal aufzuh\u00f6ren. Innen drin war in mir etwas zerbrochen und ich begann, mich jedem gegen\u00fcber kalt zu verhalten. Nach Hause kam ich nachts und angetrunken. N. war immer \u00f6fter entt\u00e4uscht und wir stritten. Sie weinte. Ich konnte sie nicht einmal mehr beruhigen. Die Tage einer neuen Dienstreise n\u00e4herten sich und ich konnte nicht aufh\u00f6ren, ich wusste nicht, was dort geschehen wird. Es f\u00e4llt mir schwer, diese Periode zu beschreiben, sie bestand aus Widerspr\u00fcchen, Emotionen, Streit und Leiden. Besonders der letzte Tag vor der Dienstreise. Ich fuhr nach \u2026, dort traf ich mich mit B. und wir soffen bis zum Morgen. Nach Hause kam ich gegen sieben Uhr, in anderthalb Stunden war Abfahrt. Als ich die T\u00fcr \u00f6ffnete, bekam ich sofort von N. eine Ohrfeige. Sie hatte die ganze Nacht auf mich gewartet. Ich nahm schweigend meine Sachen und ging zum Zug, ohne mich zu verabschieden. Es gab ziemlich viel Streit in jener Zeit.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Der Krieg ver\u00e4ndert einen Menschen<\/h3>\n<p>* Im Zug feierte unsere Schicht, ich lag auf der Liege und mir wurde bewusst, was mit mir alles geschehen war. Es war schwer und schmerzhaft im Innern, aber die Vergangenheit kannst du nicht zur\u00fcckholen und berichtigen, und das macht es noch schmerzlicher \u2026<\/p>\n<p>* Auf dem Wege schliefen die einen, andere tranken, wieder andere wanderten vor lauter Nichtstun von Waggon zu Waggon. Wir kamen nach \u2026, drau\u00dfen war Winter, Schnee, Frost. Wir entluden. Eine H\u00e4lfte der Einheit flog mit Hubschraubern, die andere fuhr mit den eigenen Fahrzeugen. Auf den gepanzerten zu fahren war sehr kalt, aber es musste sein. Wir \u00fcbernachteten in \u2026 im Regiment. Man brachte uns im Sportsaal unter, wir schliefen auf dem Fu\u00dfboden in Schlafs\u00e4cken. Wir setzten uns an einen kleinen Tisch und bereiteten ein Cocktail zu: 50 Gramm reiner Sprit, 200 Gramm Bier und 50 Gramm Gurkenwasser \u2013 und das erw\u00e4rmt so, dass einigen das Dach nicht schlecht wegflog und sie sich untereinander pr\u00fcgelten. Das Aufstehen am Morgen war schwer, aber wir hinterlie\u00dfen eine Visitenkarte. A. mit einem PK feuerte eine Garbe in die Luft. Danach war das Regiment im Schock, so ein Konzert hatte, so scheint\u2019s, noch nie jemand gegeben, sie werden noch lange an uns denken. Ja, so muss sich Speznas auch verhalten.<\/p>\n<p>* Die Spionageabwehr erfuhr von einer Gruppe von Selbstmordattent\u00e4terinnen. Wir st\u00fcrmten ihr Versteck und nahmen drei Frauen fest. Eine war etwa 40, die anderen j\u00fcnger, eine ganze 15. Sie standen unter Drogen und l\u00e4chelten uns an. Zur\u00fcck auf dem St\u00fctzpunkt, haben wir sie alle. Zuerst die \u00c4lteste, die die Schahidinnen (M\u00e4rtyrerinnen) angeworben hat, sie wollte nicht reden. Das \u00e4nderte sich, als wir mit elektrischem Strom arbeiteten. Dann wurden sie hingerichtet und ihre K\u00f6rper gesprengt, um Beweise zu vernichten. So haben sie letztlich das bekommen, was sie wollten.<\/p>\n<p>* Die Einheit hat ziemlich viel \u00fcberlebt. Wir verloren rund 30 Gefallene und 80 Verwundete. Das ist ziemlich viel, nicht nur f\u00fcr die Einheit, sondern auch f\u00fcr die M\u00fctter der Gefallenen. Denn du kannst ihnen die Frage nicht beantworten, warum bist Du am Leben geblieben, aber mein Sohn nicht? Es war zu schwer, den M\u00fcttern in die Augen zu schauen. Du kannst nichts machen und nichts mehr \u00e4ndern.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Von der Ecke des Tisches tropfte Blut<\/h3>\n<p>* Ich ging zum 1GSN, auf den Betten der Gefallenen standen Kerzen. In der Mitte stand ein Tisch, auf dem Tisch lagen Berge von durchschlagenen Panzerwesten, Masken, die vor Dreck und Blut starrten. Das alles war mit Kerzen besteckt. Ein finsteres Bild. Daneben sa\u00df A. auf seinem bett. Ich setzte mich neben ihn und schweigend schauten wir auf dieses Bild. Pl\u00f6tzlich begann eine Katze, die in der Gruppe lebte, wie verr\u00fcckt an einem Tischbein des Tisches zu kratzen, auf dem die Panzerwesten lagen. Und von einer Ecke des Tisches begann langsam Blut zu tropfen. Alle Westen waren trocken, lagen eine auf die andere get\u00fcrmt. Und pl\u00f6tzlich Blut, und dann auch noch frisches. Schon bildeten sich an zwei Seiten kleine Pf\u00fctzen. \u201eDas sind die Jungs, die ein Zeichen geben, sie werden jetzt f\u00fcr immer um uns sein.\u201c Ja, in dem Vorgang war etwas R\u00e4tselhaftes und Unerkl\u00e4rliches\u2026 Er griff zu einer Wodkaflasche und wir gedachten schweigend und ich ging leise zur\u00fcck zu meiner Gruppe.<\/p>\n<p>* Um vier Uhr morgens wurden wir geweckt. Wir sollten nach \u2026 fahren und die weggeworfene SWD (Scharfsch\u00fctzengewehr Dargunow) und den Gefangenen einsammeln. Es regnete. Als wir ihn \u00fcbernahmen, zeigte es sich, dass es ein junger Tschetschene war, vielleicht 15 Jahre alt, wir folterten ihn. Ich schoss dicht an seinem Kopf vorbei und er verriet alles. Er selbst erz\u00e4hlte \u00fcber ihre Feldlager, Waffenverstecke, Funkst\u00fctzpunkte, den Funker. Als wir ihn befragten, wurden wir vom Wald her beschossen, wir bereiteten uns auf einen Kampf vor, aber nichts passierte. Wir begannen, die erhaltenen Informationen zu verarbeiten. Um ihren Wahrheitsgehalt zu \u00fcberpr\u00fcfen, beschlossen wir, zuerst ein Versteck einzunehmen, dann Adressen. Mit dem 1GSN f\u00fcr wir mit vier Schachteln (Milit\u00e4rslang f\u00fcr BTR-Truppentransporter) nach \u2026, nahmen das Versteck schnell ein. Dort waren zwei Schmel (tragbare Granatwerfer), etwa acht Kilogramm Trotyl (TNT) und eine 82-Millimeter-Mine. Sofort fuhren wir zur Adresse des Funkers. Wir drangen schnell ins Haus ein. Umzingelten ihn von allen Seiten. Wir fanden ihn in einem aufgegebenen H\u00e4uschen daneben. A. und B. zerrten ihn zum BTR. Der Tschetschene, der ihn an uns verraten hatte, identifizierte ihn, hielt ihn am Oberarm fest und dr\u00fcckte ihm eine Pistole an die Rippen.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Feinde wurden gesprengt und gefoltert<\/h3>\n<p>* Wir kehrten schnell zum St\u00fctzpunkt zur\u00fcck. Nach kurzer Folter nannte er uns auch etliche weitere Adressen. Es wurde beschlossen, sie sofort auf hei\u00dfer Spur zu nehmen. Wir fuhren mit der 3GSN (Elitetruppe, ausgebildet f\u00fcr den Nahkampf) zur Adresse der Br\u00fcder \u2026, die in viele Bombenanschl\u00e4ge verwickelt waren. Als wir zum Haus kamen, bemerkten sie uns und durch die Vorg\u00e4rten verschwinden. 3GSN drang ins Haus ein, wir nahmen die umliegenden H\u00e4user ein, um 3GSN abzusichern. Als wir die Fl\u00fcchtigen sahen, er\u00f6ffneten wir das Feuer. Einen griff 2GSN, einen machten wir nieder, der \u00e4lteste entkam. Die Leiche sammelten wir in der Nachbarstra\u00dfe ein, niemand sah das. Und schnell zur\u00fcck zum St\u00fctzpunkt. Dort sammelte sich schon eine Menge von Demonstranten.<\/p>\n<p>* Auf dem St\u00fctzpunkt wurden die K\u00e4mpfer identifiziert und mit brutalen Methoden Informationen aus ihnen herausgepumpt. Der get\u00f6tete Bojewik sollte v\u00f6llig vom Antlitz der Erde gel\u00f6scht werden, indem er mit Trotyl bedeckt und gesprengt wird. Das musste morgens gegen vier Uhr geschehen, damit es keine Zeugen gibt.<\/p>\n<p>* Alle Informationen \u00fcbergaben wir an die Aufkl\u00e4rungsabteilung. Jetzt nur noch schlafen und fressen. Wann ich eingeschlafen bin wei\u00df ich nicht mehr, so gegen zwei Uhr. Mit D. hatte ich bei einem Krug Sprit gesessen. Habe ein bisschen entspannt, aber nicht lange.<\/p>\n<p>* Um 4:30 Uhr musste ich raus, dieser Mensch musste vom Antlitz der Erde getilgt werden. Wir wickelten ihn in Zellophan ein, fuhren zum \u2026-Gebirgszug. Dort fanden wir eine Grube mit sumpfiger Br\u00fche. Er wurde ihn in die Mitte der Grube geworfen. Ich legte ihm ein Kilogramm Trotyl auf das Gesicht, das andere zwischen seine Beine und entfernte mich auf drei\u00dfig Meter, ich schloss den Akkumulator an, eine Explosion ert\u00f6nte. Wir gingen hin, um den Platz zu begutachten. Es roch nach Leiche, aber keine Spuren von Blut. Im Innern keine Emotionen. So verschwinden sie spurlos.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Die Heimat sch\u00e4tzt uns nicht<\/h3>\n<p>* Es war immer schade um die Jungs. Wie viele Verluste, wie viel Schmerz. Manchmal denkst du schon dar\u00fcber nach, ob das nicht alles umsonst ist, warum und wof\u00fcr. Die Heimat vergisst uns nicht, aber sie sch\u00e4tzt uns auch nicht. Jetzt ist in Tschetschenien alles gegen uns \u2013 das Gesetz, Russland, unsere Staatsanwaltschaft. Es gibt keinen Krieg, aber die Jungs sterben.<\/p>\n<p>* Als ich in der Einheit war, kam A. mit einem L\u00e4cheln und sagte, dass N. eine Tochter zur Welt gebracht hat. Wegen dieser \u00dcberraschung wurde ich ganz verwirrt. Wir gingen nach \u2026, um das Ereignis zu begehen und die Zeit l\u00f6ste sich im Raum auf. Kurz gesagt, N. kam am Montag nieder, ich tauchte erst nach drei Tagen auf. N. war beleidigt, ich kam mit B. zur Feier. Sie bat mich, Medikamente zu kaufen, ich ging mit S. zur Apotheke. Wir kauften, was n\u00f6tig war und verschwanden in einer \u00f6rtlichen Kneipe, wo ich mich noch einmal f\u00fcr 24 Stunden verlor.<\/p>\n<p>* Nach ein paar Tagen brachte ich N. und die Kleine nach Hause. Ich nahm sie in die Hand, so ein wunderbares Kleinchen. J. erlaubte man nicht, sie auf den Arm zu nehmen und sie begann zu weinen, weil man ihr das nicht zutraute. Jetzt hatte ich zwei wunderbare T\u00f6chter. Ich bin froh, dass ich T\u00f6chter habe.<\/p>\n<p>* Als wir aus dem Dorf herausfuhren, bekamen wir den Befehl, nach \u2026 zu gehen, dort war eine Bande von Bojewiki aufgesp\u00fcrt worden, die einen Hinterhalt gelegt hatte. Nachdem wir den Fluss \u2026 mit unseren BTR \u00fcberquert hatten, kamen wir wieder in das Dorf. Die 6. Einheit hatte den Kampf mit dem Bojewiki schon aufgenommen, setzte sie schwer unter Druck, indem sie sie einkreisten, doch sie verteidigten sich aufopferungsvoll. Und sie baten um Hilfe, doch die anderen K\u00e4mpfer antworteten, sie m\u00f6gen sich vorbereiten, Schahiden (M\u00e4rtyrer) zu werden. Die eingekesselten K\u00e4mpfer wollten keine Schahiden werden, es sei ihnen zu fr\u00fch, dann kann euch nur Allah helfen. Doch eine Gruppe reagierte und kam zu Hilfe, wir griffen auch sie an.<\/p>\n<p>* Wir ruhten uns an irgendeiner Ausfahrt aus. Irgendwann morgens gab es in \u2026 eine starke Explosion, eine Schie\u00dferei begann und wir wurden zu den Waffen gerufen. Eine 3GSN fuhr raus. Wie sich zeigte, hatte eine Sprengladung eine BTR des 47. Regiments in die Luft gejagt. F\u00fcnf M\u00e4nner waren tot, vier verletzt. Die Toten wurden auf einen Hubschrauberlandeplatz gelegt. Unsere Gruppe kam, um auf die Gefallenen zu blicken. Sie stand schweigend, jeder hatte seine eigenen Gedanken. Und der Tod war irgendwo in der N\u00e4he\u2026<\/p>\n<p>* Jetzt wurde der Krieg immer brutaler. Fr\u00fcher hat man wenigstens etwas gesehen und wusste, auf wen man schie\u00dft, aber jetzt musste man warten, bis sie dich als erste beharken. Was bedeutet, du schie\u00dft bereits als Zweiter. Um uns herum war nur Betrug und dieser schmutzige Krieg, der Hass und das Blut der einfachen Soldaten, nicht der Politiker, die uns das alles eingebrockt haben, sondern das einfacher Jungs. Und neben diesem Betrug warfen sie mit Geld um sich, mit Kampfpr\u00e4mien (Gefechts-Sonderzulagen, die oft nicht ausgezahlt wurden), es war kurz gesagt, ein Sumpf. Aber ungeachtet dessen haben wir die dummen Befehle ausgef\u00fchrt. Und fuhren erneut auf Dienstreise. Jeder hatte seine Gr\u00fcnde und seine Motive. Jeder blieb allein.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Brutale S\u00e4uberungen im Dorf<\/h3>\n<p>* In \u2026 t\u00f6teten sie 2 FSB-ler (Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes) und 2 von Alpha (Anti-Terror-Einheit). Alle herumziehenden Gruppierungen wurden aus \u2026 abgezogen und erneut nach \u2026 geworfen. Am 11. und 12. Februar gab es brutale S\u00e4uberungen im Dorf. Nachts schafften wir die Tschetschenen in den Filter (Lager, wo Tschetschenen gefoltert wurden, um Informationen zu erhalten), wo das Justizministerium sie brutal bearbeitete. Wir fuhren nach \u2026 und \u2026 in der Hoffnung, die Leichen der Unsrigen zu finden. Dann wurde die Sache etwas klarer. Um Informationen zu bekommen, waren die Alpha-Leute und die FSB-Leute in ein Dorf gefahren. Sie fuhren in zwei Fahrzeugen. Als erster fuhr ein Sechssitzer, dahinter ein Uasik (UAS, russischer K\u00fcbelwagen ) des medizinischen Notfalldienstes. Im Zentrum des Dorfes fuhr der 6-er aus irgendeinem Grunde zum Basar, aber die Buchaschka (UAS) fuhr weiter. Auf dem Basar wird der 6-er blockiert und von K\u00e4mpfern beschossen, per Funk konnten die Unsrigen nur noch mitteilen, dass sie gestoppt worden seien.<\/p>\n<p>* Als die Buchaschka mit den Alpha-Leuten zum Basar kam, r\u00e4umten die Frauen aus dem Ort das Glas weg und wuschen das Blut weg. Innerhalb weiterer f\u00fcnf Minuten waren alle Spuren beseitigt, alles war wie vom Erdboden verschluckt. Erst nach zwei Tagen wurden die Leichen der zwei FSB-ler am Ortsausgang von\u2026 gefunden.<\/p>\n<p>* Am Morgen \u00fcberquerten wir die Br\u00fccke und fuhren zum Ort des Geschehens. Neben de Leichen stand der verbrannte 6-er. Die Leichen waren entstellt, offensichtlich waren sie gefoltert worden. Dann kamen sie von Alpha, sie teilten \u00fcber Funk ihren Leuten mit, dass die Opfer keine Alpha-M\u00e4nner, sondern Verb\u00fcndete waren. Zur\u00fcck im St\u00fctzpunkt, erfreute man uns mit der Nachricht, dass die Br\u00fccke, \u00fcber die wir gefahren waren, vermint gewesen war, der Sprengsatz aber nicht gearbeitet hatte. Und dort, wo die Leichen lagen, war in drei Meter Entfernung ein 200-Liter-Fass in der Erde vergraben, in dem sich zwei Sprengs\u00e4tze befanden, gef\u00fcllt mit kleinen Bleizylindern. Wenn das explodiert w\u00e4re, h\u00e4tte es noch viel mehr Leichen gegeben.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Ich sehne mich nach meiner geliebten Tochter<\/h3>\n<p>* Heute hat meine geliebte J. Geburtstag. Sie wird f\u00fcnf Jahre alt. Ich wollte ihr so sehr gratulieren, aber ich war sehr weit weg. Ich habe ihr versprochen, ihr einen Papagei zu kaufen, aber erst dann, wenn ich zur\u00fcckkomme. Ich sehne mich so nach meiner geliebten Tochter, sie fehlt mir sehr. Ich wei\u00df, wie sehr sie auf ihr V\u00e4terchen wartet, und einmal sah ich, wie sie f\u00fcr mich betete. Das hat meine Seele ersch\u00fcttert. In Kinderart rein und von der Seele kommend bat sie Gott, dass es Papa und Mama gut gehen m\u00f6ge. Das hat mich stark ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>* Als wir in den St\u00fctzpunkt kamen, machten wir es uns bequem und nahmen unser Abendbrot. Als wir fra\u00dfen, fiel ein Schuss. Wie sp\u00e4ter klar wurde, hatte einer unserer Soldaten auf einen anderen geschossen, der herumlief, ohne die Parole zu kennen. Die Verwundung im Bauch war schwer, die Austrittswunde gro\u00df wie eine Faust. A. von 3GSN. Nachts brachten sie ihn mit dem Hubschrauber weg. Ob er \u00fcberlebt, wei\u00df ich nicht. Der Krieg wird immer unverst\u00e4ndlicher, Unsere die Unsrigen. Und manchmal f\u00fchrt es bis zum Absurden und Unbegreiflichen, es ist unverst\u00e4ndlich, wof\u00fcr und f\u00fcr wen.<\/p>\n<p>* Am Abend schaute ich mir meine Medaille \u201ef\u00fcr milit\u00e4rische Tapferkeit\u201c an, die man mir vor der Abfahrt verliehen hatte. Das war nat\u00fcrlich angenehm. Angenehm auch, wenn man rechtzeitig gesch\u00e4tzt wird. Ich schlief schlecht, die ganze Nacht h\u00e4mmerte die in den Bergen die Artillerie.<\/p>\n<p>* Am Morgen fuhren wir zu Adressen in \u2026. An der ersten Adresse nahmen wir schnell zwei Leute fest. Frauen fingen an zu schreien, aber das war schon drau\u00dfen. Eine Menge versammelte sich, aber wir stie\u00dfen die zwei Tschechi in ein Auto und rasten zu einem Filter au\u00dferhalb des Dorfes. Dort \u00fcbergaben wir sie den Termiten (Geheimdienstlern), die ihnen schnell den Goldschmuck abnahmen, zehn Minuten sp\u00e4ter wurde ich wegen des Goldes beschuldigt. Los ging\u2019s zur n\u00e4chsten Adresse, wir griffen einen jungen Tschech und einen \u00e4lteren. Neben dem Filter warfen wir sie mit S\u00e4cken auf dem Kopf raus, unsere K\u00e4mpfer pr\u00fcgelten sie mit aller Kraft, dann wurden sie den FSB-lern \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>* Ich schreibe meine Erinnerungen f\u00fcr meine Familie\u2026 Ich m\u00f6chte hinfahren, alle umarmen und sie necken, im Moment vor allem N., aber das sind vorl\u00e4ufig nur Tr\u00e4ume.<\/p>\n<p>* Am 14. morgens fuhren wir nach \u2026, dort hatte ein Soldat zwei Offiziere und einen Ment (Slang f\u00fcr Polizist) niedergemacht und seine Einheit verlassen.<\/p>\n<p>Wir hielten am (\u2026) an, badeten und wuschen unsere W\u00e4sche, noch zwei Wochen blieben, und dann ab nach Hause. In letzter Zeit, wahrscheinlich wegen des starken Heimwehs, wollte ich mich nur noch mit h\u00e4uslichen Angelegenheiten besch\u00e4ftigen und mich ablenken von dieser Schei\u00dfe.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Ich brachte meinem Kind ein Esel mit<\/h3>\n<p>* Wir waren auf Erholung eingestellt, die Ortsbewohner brachten uns was zu Essen, aber kaum hatten wir zu essen angefangen, wurden wir von diesem Ort wegbeordert. Wir fuhren an den alten Platz, wo wir mit der Suche nach diesem Misthund begonnen hatten. In der Dunkelheit erledigten wir unsere Angelegenheiten. Wie ich eingeschlafen bin, wei\u00df ich nicht, ich schaute auf die Sterne und schlief ein. Gegen acht Uhr erfuhren wir, dass sie den Mistkerl am Morgen umgebracht haben. Worauf er gehofft hatte, wei\u00df ich nicht. Auf der Stra\u00dfe rammte A. alle tschetschenischen Autos, auf den Stra\u00dfen verbreiteten wir mit unseren BTR Schrecken und alle f\u00fcrchteten uns.<\/p>\n<p>* Meine Tochter bat mich, ihr einen Esel zu schenken. Ich lachte, dann aber dachte ich, warum eigentlich nicht? Als meine Dienstreise sich dem Ende n\u00e4herte, bat ich die Tschetschenen, f\u00fcr mich einen kleinen, preiswerten Esel zu finden. Ich und die Jungs f\u00fcllten ihn mit Schmerzmitteln ab, damit er ruhig blieb und verluden ihn im Waggon, wo sich die Waffen befanden. Am Kontrollpunkt auf dem Wege nach Hause, als ein General die Papiere unserer Kolonne pr\u00fcfte, fing der Esel an zu schreien, wie ein Verr\u00fcckter. Was geht hier vor, sagte er. Ihm fiel der Kiefer herunter, als wir es ihm sagten, dann begann er, laut zu lachen. Nach Hunderten Kilometern verlud ich das Tier schlie\u00dflich in ein Auto und brachte es meinem Kind. Alle waren schockiert. Mission erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>* Ich hatte von Anfang an eine schlechte Vorahnung. Aber der Chef der Aufkl\u00e4rung war \u00fcberzeugt, dass alles gut wird. An dem Tag ging ich mit S. baden. Am Abend regnete es stark, man hatte so ein Gef\u00fchl \u2013 Jungs bleibt lieber zu Hause\u2026 Unser Zelt stand unter Wasser, Ratten rannten durchs Zelt. Das weckte starke Zweifel hinsichtlich der Operation. Bis zwei Uhr in der Nacht konnte ich nicht einschlafen, ich schlie\u00dfe die Augen und sehe nur Finsternis.<\/p>\n<p>* Wir fuhren in v\u00f6lliger Dunkelheit in die Siedlung \u2026, die Schachteln blieben am Stra\u00dfenende, wir gingen zu Fu\u00df zu den Adressen. 1GSN sicherte uns. Leise umstellten wir das Haus, mit der Sturmleiter kletterten wir schnell \u00fcber die Mauer. Im Hof nahm jeder seinen Platz ein. Am Fenster stand E., Sch., S. gingen zur T\u00fcr, ich kam von der Seite, von hinten I. Wir orientierten uns schnell, Sch. schlug die T\u00fcr ein, gleichzeitig fielen Sch\u00fcsse von der R\u00fcckseite des Hauses. Die Kugeln trafen Sch., seine entsicherte Rauchgranate explodierte. S. stie\u00df mich zur Seite und verschwand im Rauch. Ich kroch auf dem R\u00fccken \u00fcber den Hof. E. trug Sch. mit den Jungs fort. Er war schwer. Die Kugel war zwischen den Schutzplatten auf der Seite eingedrungen und kurz \u00fcber dem Herzen ausgetreten. Wir legten ihn auf den BTR von 1GSN und er fuhr nach \u2026. Wir \u00fcberpr\u00fcften die Leute, einer fehlte, wir suchten ihn. Aus dem Haus wurden kurze Geschossgarben gefeuert. Wir umstellten das Haus, wir schossen nicht, es war eine Falle. Man h\u00e4tte uns alle eingesperrt, wie sp\u00e4ter klar wurde, wenn wir das Haus zerst\u00f6rt h\u00e4tten, weil wir zu dem Zeitpunkt nicht das Recht dazu hatten. Uns waren einfach die H\u00e4nde gebunden. Wie sich herausstellte, gab es nicht einmal einen Befehl f\u00fcr diese Operation. Es war nur das Ergebnis gefragt.<\/p>\n<p>* Es stellte sich heraus, dass er mit unseren H\u00e4nden eine Rechnung mit dem begleichen wollte, auf den wir angesetzt worden waren. Daf\u00fcr hat er seinem Chef ein paar AK (Kalaschnikow) versprochen. S. lag vor der T\u00fcr. Eine Kugel hatte ihn in den Kopf getroffen, die andere ins Genick. In einem dieser Momente hatte er mich von der T\u00fcr weggesto\u00dfen und mir so das Leben gerettet.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Dem Chef waren die einfachen K\u00e4mpfer schei\u00dfegal<\/h3>\n<p>* \u00dcber Funk teilten sie uns mit, dass Sch. noch vor dem Start gestorben ist. Der Arzt sagte, dass er sowieso nicht \u00fcberlebt h\u00e4tte. Die Gef\u00e4\u00dfe oberhalb des Herzen waren durch die Kugel zerfetzt worden. Eine ganze Geschossgarbe hat Sch. Getroffen, aber nur eine einzige Kugel hat sein Leben beendet. In mir war alles leer. Meine Vorahnung hatte mich nicht get\u00e4uscht. Als ich zum St\u00fctzpunkt zur\u00fcckfuhr, lagen die Jungs auf dem Startplatz in der Siedlung \u2026 in Leichens\u00e4cken. Ich \u00f6ffnete den von Sch., nahm seine Hand und sagte: \u201eVerzeih.\u201c S. lag schon aufgedunsen im Sack. Der Chef kam nicht einmal heraus, um sich von den Jungs zu verabschieden. Er war total besoffen, in dem Moment begann ich ihn zu hassen.<\/p>\n<p>* Ihm waren die einfachen K\u00e4mpfer immer schei\u00dfegal, er machte sich durch sie nur einen Namen. Anschlie\u00dfend beschuldigte und erniedrigte er mich in einer Versammlung wegen dieser Operation, machte mich zum Schuldigen am Tod der Jungs. Der Hund. Macht nichts, nichts dauert ewig, irgendwann wird man es ihm f\u00fcr alles und alle heimzahlen.<\/p>\n<p>* Wir wurden losgeschickt, um ein RPK (leichtes Kalaschnikow-Maschinengewehr) zu suchen, das die Bojewiki w\u00e4hrend eines Gefechts weggeworfen hatten. Wir fanden es nicht. In meiner Wut, wegen allem, was vorgefallen war, pr\u00fcgelte einen K\u00e4mpfer. Er fiel auf die Knie und schrie, er erinnere sich nicht, wohin er es geworfen hat. Wir zogen ihn an einem Strick hinter dem BTR her.<\/p>\n<p>* Du denkst dar\u00fcber nach, vielleicht reicht es, wie lange reichen die Kr\u00e4fte noch aus. Oder sollte man sich auch noch mit seinem eigenen Leben besch\u00e4ftigen. Leben f\u00fcr die Familie, die Kinder, f\u00fcr die geliebte N., der man ein Denkmal setzen sollte f\u00fcr all das Elend mit mir, f\u00fcr die Leiden, das Warten. Ich bin schon 31. Wahrscheinlich sollte ich aufh\u00f6ren, aber vielleicht noch ein bisschen. Ich will nicht beim Erreichten stehen bleiben, ich will mehr, ich will Ruhe und Wohlstand, ein gem\u00fctliches Heim. Das werde ich erreichen.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">Ich denke jetzt \u00fcber meine Taten nach<\/h3>\n<p>* Ein Jahr meines Lebens ist vergangen. Das letzte Jahr war sehr schlecht. Gefallen sind A., B., W., G. Die Menschen, die mit mir im Dienst und im Leben zusammen waren, sind nicht mehr\u2026 Ich denke jetzt viel \u00fcber mein Leben nach, \u00fcber meine Taten. M\u00f6glicherweise denkst du \u00f6fter daran, je \u00e4lter du wirst. M\u00f6gen diese Zeilen nach mir erhalten bleiben. In ihnen ist mein Leben. Meins. Schade ist nur, wenn ich einige Gefechte etwas anders gestaltet h\u00e4tte, dann w\u00e4ren vielleicht meine Jungs noch am Leben. Vielleicht nimmt das Leben das Seine, das Schicksal auch. Ich vermisse mein Heim so sehr, ich habe diese Dienstreisen satt.<\/p>\n<p>* Wie sich zeigt, ist es einfacher mit dem \u00e4u\u00dferen Feind zu k\u00e4mpfen, also mit demjenigen, der auf dich schie\u00dft, als mit den \u201eFeinden\u201c im Innern. Es ist mir peinlich, dass alles so gekommen ist. Ich habe gek\u00e4mpft, und in einem Augenblick verwandelte sich alles in Staub. Ich habe der Einheit 14 Jahre meines Lebens gegeben, ich habe viel und viele verloren.<\/p>\n<p>* Ich habe auch viele angenehme Erinnerungen, aber nur \u00fcber diejenigen, die tats\u00e4chlich ihr Leben f\u00fcr die Einheit hingegeben haben. Die Zeit und das Leben stellen wie immer alles auf ihren Platz. Schade, dass man darin nichts korrigieren kann. Man kann nur versuchen, die eigenen Fehler nicht zu wiederholen und normal zu leben.<\/p>\n<p>* Mit diesem Tag endete mein Dienst in der Sondereinheit. Die Einheit hat mir viel gegeben und viel genommen.<\/p>\n<p><em>Aus dem Russischen von Manfred Quiring<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/www.welt.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was geschah in Tschetschenien? Ein russischer Offizier f\u00fchrte Tagebuch. WELT ONLINE ver\u00f6ffentlicht exklusiv Dokumente eines brutalen Krieges. 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