{"id":1211,"date":"2017-07-25T22:16:03","date_gmt":"2017-07-25T20:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=1211"},"modified":"2017-07-25T22:16:03","modified_gmt":"2017-07-25T20:16:03","slug":"alexander-podrabinek-2007-novye-aldi-kann-man-nicht-vergessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=1211&lang=de","title":{"rendered":"Alexander PODRABINEK 2007: Novye Aldi kann man nicht vergessen!"},"content":{"rendered":"<div id=\"c3661\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text\">\n<h3>Novaja Gazeta , 30.07.2007<\/h3>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1212 alignleft\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/csm_Karte_Kaukasus_Tschetschenien-300x92.png\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"109\" \/>Der Bericht von Alexander PODRABINEK<\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c3667\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text\">\n<p class=\"bodytext\">Am 26. Juli pr\u00fcfte der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte den Fall \u201eMUSAEV und Andere gegen Russland\u201c, in dem es um eine Massenerschie\u00dfung der friedlichen Bev\u00f6lkerung der Siedlung Nowye Aldy geht. Die Forderungen der Kl\u00e4ger wurden durch Juristen des Menschenrechstzentrums \u201eMemorial\u201c (Moskau) und des europ\u00e4ischen Menschenrechtszentrums EHRAC (London) unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Alle f\u00fcnf Kl\u00e4ger sind Familienangeh\u00f6rige der Get\u00f6teten. Jusup MUSAEV wurde am 5. Februar 2000 zum Zeugen einer Ermordung von neun Menschen, sieben von ihnen waren seine Verwandten. Sulejman MAGAMADOV wohnte w\u00e4hrend des Geschehens in Inguschetien, als er von der &#8222;S\u00e4uberung&#8220; erfuhr, kam er nach Novye Aldy, um die \u00dcberreste seiner zwei Br\u00fcder zu beerdigen, die am 5. Februar verbrannt wurden, m\u00f6glicherweise bei lebendigem Leib. Tamara MAGAMADOVA war die Frau von einem der MAGAMADOV-Br\u00fcder.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Malika LABAZANOVA wurde im Hof ihres eigenen Hauses, zur Zeugin einer Ermordung &#8211; begangen durch f\u00f6derale Kr\u00e4fte &#8211; von drei ihrer Verwandten: einer 60-j\u00e4hrigen Frau, eines 70-j\u00e4hrigen Greisen und eines 47-j\u00e4rigen Invaliden. Sie wurden alle erschossen, weil sie es nicht geschafft haben, die von den M\u00f6rdern verlangte (Geld-)Summe &#8211; das L\u00f6segeld f\u00fcr ihr Leben &#8211; zu sammeln. Hasan ABDULMEZHIDOV, der Mann von LABOZANOVA, entkam der Hinrichtung, weil er zu der Zeit in dem Haus der Nachbarn war.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Regierung von Russland hat in Stra\u00dfburg ihre Argumente vorgelegt. Sie hat nicht abgestritten, dass an diesem Tag in Novye Aldy die St. Petersburger (Polizei-Spezialeinheit) OMON einen \u201eSondereinsatz\u201c durchgef\u00fchrt hat, stellte jedoch klar, dass die Beteiligung der Spezialeinheit-Mitglieder an den Morden durch die Untersuchung nicht nachgewiesen wurde. Ja, wie es aussieht, gab es eine Untersuchung \u2013 am 5. M\u00e4rz 2000 hat die Staatsanwaltschaft der Tschetschenischen Republik ein Strafverfahren wegen Massentod von Menschen eingeleitet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Untersuchung hat zu nichts gef\u00fchrt. Wie es sich herausstellte, war es nicht in der Macht der Staatsanwaltschaft, die Namen der M\u00f6rder aus der Armee und OMON sicherzustellen. Der Europ\u00e4ische Gerichtshof hat mehrmals aufgefordert, ihm die Material-Kopien der Untersuchung zukommen zulassen. Die russische Regierung weigerte sich konsequent, ihm diese auszuh\u00e4ndigen, berufend auf Geheimhaltung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Daf\u00fcr behauptete die Regierung, dass nicht alle innerstaatlichen Mittel der Rechtsverteidigung in diesem Fall ausgesch\u00f6pft sind. Offensichtlich sind 7 Jahre eine viel zu kleine Frist f\u00fcr die russische Rechtssprechung, um die Wahrheit herauszufinden und die T\u00e4ter zu bestrafen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Am 26. Juli hat das Gericht in Stra\u00dfburg dieses Argument der russischen Regierung einstimmig abgelehnt. Das Gericht erkannte an, dass die Verantwortung f\u00fcr die unberechtigten Morde von Verwandten der Kl\u00e4ger bei der Obrigkeit Russlands liegt. Ebenso erkannte das Gericht die Untersuchungen der russischen Rechtssprechung zum Massenmord als nicht effektiv an.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auf Beschluss des Gerichts muss Russland an die Kl\u00e4ger eine Kompensation f\u00fcr den moralischen Schaden auszahlen: an Jusup MUSAEV \u2013 35.000 Euro, an Sulejman MAGOMADOV \u2013 30.000 Euro, an Tamara MAGOMADOVA \u2013 40.000 Euro, an Malika LABOZANOVA und Hasan ABDULMEZHIDOV \u2013 40.000 Euro. Abgesehen davon wird die Regierung Russlands an Tamara MAGAMADOVA, f\u00fcr ihren materiellen Schaden, 8.000 Euro auszahlen, ebenso wird diese die Gerichtskosten und die Ausgaben der Kl\u00e4ger, in H\u00f6he von 14.050 und 4.580 Pfund Sterling \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">170.000 Euro, die Russland f\u00fcr den verlorenen Prozess auszahlen wird \u2013 sind nichts f\u00fcr den russischen Staat, vor allem weil das Geld aus dem staatlichen Budget ausgezahlt wird, und nicht aus der Tasche jener konkreten Beamten und Richter, die f\u00fcr die ineffektive Rechtssprechung verantwortlich sind. 170.000 Euro \u2013 sind nichts f\u00fcr die Familienangeh\u00f6rigen der Verstorbenen, denn mit welcher Geldsumme kann man das Leben der nahestehenden Menschen gleichsetzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Entschluss des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs \u2013 ist kein Triumph der Gerechtigkeit, sondern zeigt vielmehr der russischen Obrigkeit die Ineffizienz des nationalen Gerichtssystems auf und stellt eine indirekte Anklage an die Staatsanwaltschaft und das Gericht nicht unabh\u00e4ngig zu sein dar.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ein Triumph der Gerechtigkeit w\u00fcrde erst in dem Fall stattfinden, wenn die M\u00f6rder von den 56 friedlichen Bewohnern der Siedlung Novye Aldy, sich vor dem Strafgericht verantworten und eine Straffe, gem\u00e4\u00df ihrer Tat im Vorort von Grozny vom 5. Februar 2000, verb\u00fc\u00dfen m\u00fcssten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c22265\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-images clearfix imagewidth-full align-center view-rows\">\n<div class=\"images row\">\n<div class=\"image\">\n<div class=\"image-wrap\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Mass_grave_in_Chechnya.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" title=\"Massengrab in Tschetschenien, aufgenommen im Februar 2000\" src=\"http:\/\/www.anstageslicht.de\/fileadmin\/user_upload\/Geschichten\/Der_vergessene_Krieg__Mutige_Journalisten___Tschetschenien\/Mass_grave_in_Chechnya_2000_by_wiki-Natalia_MEDVEDEVA.jpg\" alt=\"\" width=\"790\" height=\"524\" \/><\/a><\/div>\n<p><span class=\"caption\">Copyright: Natalia MEDVEDEVA<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c22264\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text\">\n<h2>Sonderreportagen von Anna POLITKOWSKAJA<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Das, was letzte Woche in Stra\u00dfburg zum Gegenstand einer Beurteilung wurde, war seit langem bekannt: im Detail, mit Benennung von Dienststellen und Einheiten, deren Milit\u00e4rpersonal dieses scheu\u00dfliche Verbrechen in Novye Aldy ver\u00fcbt hatte. Anna POLTKOWSKAJA sammelte die Aussagen der \u00dcberlebenden und ver\u00f6ffentlichte diese auch \u2013 gleich im Februar 2000. Danach setzte sie ihre Ermittlungen fort, wobei sie erz\u00e4hlte, wie passiv die Ermittlungen geleitet wurden und wer konkret die Untersuchung behinderte: niemand wollte nach den Bastarden suchen, die durch Nahsch\u00fcsse t\u00f6teten und bei lebendigen Leib Frauen und alte Menschen verbrannten. Auch jetzt noch, nach 7 Jahren, ist es unertr\u00e4glich die Aussagen der Augenzeugen zu lesen \u2013 daher konnten wir uns dazu nicht durchringen, diese in der Zeitung abzudrucken, sondern haben sie auf unserer Website untergebracht. Die Reaktion der Obrigkeit viel damals wie \u00fcblich aus: POLITKOWSKAJA wurde wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen beschuldigt, wegen Aufhetzung (sie h\u00e4tte Aufruhe gesch\u00fcrt) und sie wurde auch beschuldigt \u201eVErbrechern\u201c Beistand geleistet zu haben. Jetzt hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte alles an seinen Platz gestellt. Blo\u00df sind die M\u00f6rder noch im Freien, mit ihren Dienstgraden und Orden, und es gibt keine Voraussetzungen, dass man vorhat sie zur strafrechtlichen Verantwortung heranzuziehen.<\/p>\n<h3>Freiheit oder Tod?<\/h3>\n<p class=\"bodytext\"><b>Es entpuppte sich als ein und dasselbe &#8230;\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das sind unmenschliche Geschichten. Man sagt, sie sollten um der Glaubw\u00fcrdigkeit-Willen in mehrer Teile zerteilt werden (10, 100, 200?). Aber ganz egal in wie viele Teile man sie zerteilt \u2013 sie bleiben dennoch schrecklich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Rezeda f\u00e4ngt an ein Schaubild der Stra\u00dfen in Aldy aufzuzeichnen und wie sich die Soldaten bewegt haben. \u201eHier ist unser Haus\u201c \u2013 sagt Rezeda \u2013 \u201eund hier \u2013 das von Sultan TEMIROV, Nachbar im Rentenalter. Ihm haben die Vertrags-Soldaten, w\u00e4hrend er noch lebte, den Kopf abgeschnitten und es mitgenommen. Und &#8230; den K\u00f6rper haben sie den Hunden vorgeworfen &#8230; Sp\u00e4ter, nachdem die f\u00f6deralen Truppen zu den anderen H\u00e4usern gegangen sind, haben die Nachbarn bei den wildgewordenen Hunden das linke Bein und die Leiste weggenommen \u2013 diese dann auch beerdigt&#8230;\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Zeugen glauben, dass w\u00e4hrend der S\u00e4uberung in Aldy mehr als hundert Menschen gestorben sind \u2013 genauere Daten gibt es derzeit nicht. Vor allem sind diejenigen zu Schaden gekommen, die sich auf der Voronezhskaja-Str. und der Matasch-Mazaev-Str. befunden haben. [&#8230;] Diese Auswahl geschah zuf\u00e4llig: denn die Matasch-Mazaev-Str. \u2013 ist einfach die erste, wenn man nach Aldy reinkommt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rezeda setzt ihren gedachten Wanderweg durch die H\u00e4user fort: \u201eNachdem sie bei uns vorbei gegangen sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Weiter \u2013 steht das Haus der HAJDAROVs. Dort haben sie den Vater und den Sohn erschossen \u2013 Gula und Waha. Der alte Mann \u2013 war \u00fcber 80. Hinter ihm wohnte Avalu SUGAIPOV, bei ihm sind Fl\u00fcchtlinge untergekommen [&#8230;] zwei M\u00e4nner, eine Frau und ein 5-j\u00e4hriges M\u00e4dchen. Alle Erwachsenen wurden mit dem Feuerwerfer verbrannt, die Mutter eingeschlossen, vor den Augen der Tochter. Vor der Hinrichtung haben die Soldaten der Kleinen eine Dose gezuckerte Kondensmilch gegeben und sagten: \u201eGeh mal spazieren\u201c. Wahrscheinlich ist das M\u00e4dchen verr\u00fcckt geworden. Auf der Voronezhskaja-Str. 120 wohnten die MUSAEVs. Von ihnen wurden der alte Jakub erschossen, sein Sohn Umar und die Neffen \u2013 Jusup, Abdrahman und Sulejman. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die \u00e4ltere Schwester Larisa f\u00e4hrt fort. Sie sagt Sachen, die der Fantasie eines psychisch gesunden Menschen nicht zug\u00e4nglich sind. Dar\u00fcber, dass die B\u00e4ume auf ihrer Stra\u00dfe jetzt mit unf\u00f6rmigen Blut-Flecken \u201egeschm\u00fcckt\u201c sind \u2013 weil man an diese die Menschen zum Erschie\u00dfen gestellt hatte. \u201eAber die Baumst\u00e4mme bekommt man nicht sauber! Daher kann ich zum Beispiel, nie wieder dort hin zur\u00fcckkehren\u201c [&#8230;].<\/p>\n<p class=\"bodytext\">27.03.2000<\/p>\n<h3>\nMord oder Hinrichtung?<\/h3>\n<p class=\"bodytext\"><b>Ein Jahr nach der Trag\u00f6die\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Malika LABAZANOVA \u2013 eine B\u00e4ckerin aus der Siedlung NA am Stadtrand von Grozny. Sie backt ihr Leben lang Br\u00f6tchen. [&#8230;] In ihrer Arbeit hatte sie blo\u00df nur eine einzige Unterbrechug \u2013 aber die hat ihr leben in zwei Teile zerschmettert: VOR dem 5. Februar und NACH dem 5. Februar. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Vom 6. Februar an, hat Malika selbst die Leichen in den Keller geschaffen. Hat sie selbst vor den hungrigen Hunden und Kr\u00e4henschw\u00e4rmen bewacht, hat sie selbst aufbewahrt und sp\u00e4ter die Kacheln im Keller geputzt\u2026<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Im Laufe mehrerer Wochen haben die Familien \u201eihre\u201c Leichen entgegen allen Traditionen nicht beerdigt \u2013 sie warteten auf die Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft, damit diese, wie es sich geh\u00f6rt, alles aufzeichnen, ins Protokoll aufnehmen und die erforderlichen Ermittlungen durchf\u00fchren. Dann haben sie die doch begraben, weil sie nicht l\u00e4nger warten konnte. Danach fingen sie an auf die Todesbescheinigungen zu warte \u2013 nicht viele habe eine erhalten. Allerdings wurde der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft von Grozny, der die Unterlagen rausgegeben hat, in denen auch die Todesursachen standen* (Stich- und Schnittwunden, Schusswunden), kurze Zeit sp\u00e4ter pl\u00f6tzlich an einen anderen Arbeitsort versetzt, und diejenigen, die die Unterlagen von ihm bekommen hatten, wurden zu der Verwaltung des Zavadskoj-Bezirks ((ist ein Eigennamen, bedeutet: Industrie-Bezirk)) gerufen. Ihnen wurde befohlen diese abzugeben, um im Gegenzug eine neue Version der Todesbescheinigungen zu erhalte (so haben sie es dem Menschen erkl\u00e4rt), in der, wie es sich rausstellte, es \u00fcberhaupt keine Zeile \u201eTodesursache\u201c gab&#8230;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Ergebnisse der Ermittlungen \u2013 es gibt keine. In den zehn vergangenen Monaten wurden die Zeugen befragt. Niemand von ihnen hat sich getraut ein Phantombild zu erstellen, obwohl einige der M\u00f6rder ihre Gesichter nicht verdeckt hatten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es ist nun vollkommen offensichtlich, dass der Fall der Trag\u00f6die, die Generalstaatsanwaltschaft mit Erfolg ausbremst. Den NA-Einwohnern, die nachfragen, gibt sie in offiziellen Briefen bekannte, dass angeblich der Fall \u00fcberpr\u00fcft wird. [&#8230;] Alle andren Interessierten \u2013 jedoch nicht die NA-Einwohnern \u2013 l\u00fcgen die Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft schamlos an, dass die Tschetschenen, entsprechend ihren Traditionen, die K\u00f6rper der Verstorbenen zur Exhumierung einfach nicht freigeben und daher die Ermittlung keine M\u00f6glichkeit hat voranzukommen. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Allerdings hat sich rausgestellt, dass die NA-Bewohner, so schwer es ihnen auch f\u00e4llt, darum BITTEN, FLEHEN, VERLANGEN, dass die erforderlichen Exhumierungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden, sie bestehen darauf, dass aus den K\u00f6rpern endlich die Hauptbeweisst\u00fccke \u2013 die Kugeln \u2013 rausgeholt werden. [&#8230;] Aber auf all diese beharrlichen Forderungen antwortete man mit einer sp\u00f6ttischen Gr\u00e4sslichkeit: in die Siedlung kam doch noch ein Team von milit\u00e4rischen Gerichtsmedizinern, um den Menschen einige Unterlagen zur Unterschrift vorzustrecken, die im Voraus erstellt wurden. Diese besagten, dass die Familienangeh\u00f6rige die Exhumierungen verweigern. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Einige einfache Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft, die aus irgendwelchen Gr\u00fcnden, zu verschiedenen Zeiten, an den Ermittlungen im Fall der NA-Trag\u00f6die beteiligt waren, haben, unter der Garantie einer vollen und ewigen Anonymit\u00e4t, einem \u201eGespr\u00e4ch\u201c zugesagt. [&#8230;] Wenn man zulassen w\u00fcrde, dass der Fall des NA-Albtraums bis zum Schluss aufgedr\u00f6selt wird bis zur Vorlage der Anklage an konkreten Milit\u00e4rs, werden nach dem NA-Fall, ist man in der Generalstaatsanwaltschaft der Meinung, unbedingt weitere \u00e4hnliche F\u00e4lle folgen. Dieselben Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft erz\u00e4hlten auch von ihrer eigenen Angst: angeblich werden sie auch von Offizieren bedroht [&#8230;].<\/p>\n<p class=\"bodytext\">22.01.2001<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c11548\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text-image clearfix imagewidth-third in-text-left\">\n<div class=\"images\">\n<div class=\"image\">\n<div class=\"image-wrap\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" src=\"http:\/\/www.anstageslicht.de\/fileadmin\/user_upload\/Geschichten\/Der_vergessene_Krieg__Mutige_Journalisten___Tschetschenien\/Jungs_fasstdieseLeutenichtan.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"308\" \/><\/div>\n<p><span class=\"caption\">&#8222;Jungs, fasst diese Leute nicht an&#8220;<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"text\">\n<h2>Eine schriftliche Bescheinigung f\u00fcr die Morde<\/h2>\n<p class=\"bodytext\"><b>Sie wurde den am Leben gebliebenen Opfern ausgestellt, als die Henker in Uniform m\u00fcde von dem Morden waren.\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">[&#8230;] Am 3. M\u00e4rz beschloss die milit\u00e4rische Staatsanwaltschaft kein Verfahren einzuleiten. Am 5. M\u00e4rz hat die zivile Staatsanwaltschaft von Grozny das verfahren in Sache der T\u00f6tung von Zivilisten eingeleitet. Am 20. M\u00e4rz sagte Sergej JASTRSCHEBSKI (f\u00fcr Tschetschenien zust\u00e4ndiger Sprecher von Pr\u00e4sident Wladimir Putin): \u201eInformationen \u00fcber die Beteiligung der Milit\u00e4rs an dem Ereignis in NA haben sich nicht best\u00e4tigt\u201c. [&#8230;] Im Juli wurde der Fall an die Generalstaatsanwaltschaft im Nordkaukasus \u00fcbertragen. Damit sind die Ermittlungen zum Stehen gekommen. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Woher kamen diese Tiere? Offiziell hei\u00dft es, dass es unbekannt ist. Es gibt blo\u00df ein Dokument, [&#8230;] \u2013 das Papier, unterzeichnet von dem vor\u00fcbergehend stellvertretenden Milit\u00e4r-Staatsanwalt des nordkaukasischen Kriegsbezirks S. DOLZHENKO. Im Wunsch sich jeglicher Verantwortung, f\u00fcr die Ermittlungen im Fall des NA-Massenmordes zu entziehen, teilte er der Menschanrechtsorganisation \u201eMemorial\u201c mit, dass die Henker nicht zu seiner Kompetenz geh\u00f6ren, da die \u201eS\u00e4uberungs-Operation\u201c in NA am 5. Februar 2000, Mitglieder der OMON-Enheiten (russ. \u041e\u0442\u0440\u044f\u0434 \u041c\u0438\u043b\u0438\u0446\u0438\u0438 \u041e\u0441\u043e\u0431\u043e\u0433\u043e \u041d\u0430\u0437\u043d\u0430\u0447\u0435\u043d\u0438\u044f\/ Otrjad Milizii Osobowo Nasnatschenija \u2013 \u201eEinheit der Miliz besonderer Bestimmung\u201c) des St. Petersburger und Rjasaner-Bezirks, durchgef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Also, erstens, die St. Petersburger und die Rjasaner Milizbeamten [&#8230;] Und zweitens? [&#8230;] Der Milit\u00e4r-Staatsanwalt versuchte sich lediglich von seinem Anteil an der Untersuchung zu entfernt, da er genau wusste, dass einer der Betrunkenen Leutnants den Opfern eine schriftliche Bescheinigung hinterlassen hat. [&#8230;] Diese Bescheinigung ist ein Beweis und die Antwort darauf, wer Schuld hat [&#8230;].<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hier der Inhalt der Bescheinigung: \u201eJungs!!! Fast diese Bewohner nicht an. Hier war die 6. Panzergrenadierkompanie des 245. Regiments\u2026\u201c (und Unterschrift). Das hei\u00dft Armeemitglieder \u2013 Banditen des Ministers IWANOV ((derzeit Verteidigungsminister)). Und jetzt \u2013 wie ist dieses Papierst\u00fcck \u00fcberhaut ans Licht gekommen. [&#8230;] F\u00fcr die Kompanie war es an der Zeit nach vorne zugehen. So schenkte beim Verabschieden der erweichte Kommandeur dem Abdula SCHAIPOV nicht nur sein Leben, bevor er im Gegenzug sein Geld und das Gold seiner Frauen an sich nahm, sondern gab im auch diese \u201eSchutzurkunde\u201c. Dabei erkl\u00e4rte er, dass diese den anderen vorgezeigt werden soll, die nach ihnen kommen werden \u2013 und jene werden nicht t\u00f6ten. Die 6. Kompanie ging nach ihrem Halt an der Hoperskaja-Str. weiter die Stra\u00dfe hoch \u2013 um aufs Neue zu morden. [&#8230;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">05.02.2004\u00a0<b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c11544\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text\">\n<h2>Ein Bericht von Anna POLITKOWSKAJA:<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Der Ermittlungsbeamte f\u00fcr besonders wichtige F\u00e4lle der Generalstaatsanwaltschaft Russischer F\u00f6deration am Nordkaukasus T. MURDALOV hat den Leuten Unterlagen mit folgendem Inhalt ausgestellt: \u201eAm 5. Februar 2000 wurde in der ersten Tagesh\u00e4lfte, in der Siedlung Novye Aldy des Industrie-Bezirks der Stadt Grozny Tschetschenischer Republik, durch Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und des Ministeriums f\u00fcr Innere Angelegenheiten der Russischen F\u00f6deration, w\u00e4hrend der Passkontrolle-Ma\u00dfnahmen, ein Massenmord an der friedlichen Bev\u00f6lkerung der oben genannten Siedlung begangen, dabei wurde \u2026 (dann folgte der Name des verstorbenen) ermordet. In Zusammenhang mit diesen Fakten ermittelt die Hauptverwaltung der Generalstaatsanwaltschaft am Nordkaukasus.\u201c Der Ermittlungsbeamte hat es geschafft 33 solcher Dokument auszustellen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Siedlung Novye Aldy befindet sich an der s\u00fcdlichen Grenze von Grozny. Vor dem Krieg wohnten hier c. 10.000 Menschen. In der Siedlung gab es eine Bibliothek, eine Poliklinik (Arztpraxis \u2013 meist mehrere Praxen in einem Geb\u00e4ude, wo im Gegensatz zu einem regul\u00e4ren Krankenhaus keine station\u00e4re Behandlung durchgef\u00fchrt wird). In der lokalen Schule wurden anderthalb Tausend Kinder ausgebildet. Die Siedlung entstand Ende der 50-er Jahre, als die aus der Deportation zur\u00fcckkehrenden Menschen hier Grundst\u00fccke bekommen haben \u2013 500m\u00b2 pro Familie. Auf diesen Grundst\u00fccken haben sie H\u00e4user f\u00fcr sich und ihre Kinder gebaut, f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges gl\u00fcckliches Leben.<br \/>\n\u00dcber den neulichen Krieg in Tschetschenien werden die Historiker irgendwann die ausf\u00fchrlichen Forschungen schreiben. Dar\u00fcber, was in der Siedlung Novye Aldy am 5. Februar 2000 geschehen ist, erz\u00e4hlen die Augenzeugen, deren Zeugnisse vom Menschenrechtszentrum &#8222;Memorial&#8220; gesammelt wurden.<\/p>\n<h3><b>Aset TSCHADAEVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">\u201e Seit Herbst 1999 bis Februar 2000 wohnte ich in der Siedlung Novye Aldy. Bis zum 3. Februar kamen die Menschen hier unter Bomben um, starben von Spliterverletzungen. \u201eDie Arbeit\u201c der russischen Luftwaffe f\u00fchrte bei den Chronisch-Kranken und die alten Menschen zu Infarkten und Schlaganf\u00e4llen. Die Menschen starben an Lungenentz\u00fcndung \u2013 sie sa\u00dfen monatelang in den feuchten Kellern. Im laufe von zwei Monaten haben wir, bis zum 5. Februar, 75 Menschen beerdigt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Am 5. Februar um ca. 12 Uhr h\u00f6rte ich auf der Stra\u00dfe die ersten Sch\u00fcsse. Ich und mein Vater sind rausgegangen und sahen, wie die Soldaten H\u00e4user anz\u00fcnden. Unser Nachbar reparierte sein Dach, und ich h\u00f6rte, wie ein Soldat sagte: \u201eGuck mal, Dimitrij, der Trottel repariert sein Dach\u201c, und der antwortete: \u201eHol ihn runter\u201c. Der Soldat hat sein Gewehr hochgenommen, wollte schie\u00dfen. Ich schrie: \u201eSchie\u00df nicht! Er ist taub!\u201c Der Soldat drehte sich um und feuerte eine Salbe \u00fcber unseren K\u00f6pfen ab.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dann kam mein Bruder raus, Jahrgang 1975, und wir gingen diesen Faschisten entgegen. Das erste, was sie schrieen war: \u201eSeryj ((Spitzname \u2013 abgeleitet von dem Namen `Sergej\u00b4)) markier ihnen die Stirn gr\u00fcn damit das Schie\u00dfen leichter f\u00e4llt\u201c. Sie haben gleich auf meinen Bruder das Gewehr gerichtet und gefragt: \u201eHast du an den K\u00e4mpfen teilgenommen?\u201c Der Bruder antwortete, dass er es nicht hat \u2013 dann haben sie angefangen ihn zusammenzuschlagen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr den Fall der Vergewaltigung habe ich mir eine Granate angebunden \u2013 man konnte sie f\u00fcr vier Zigarettenschachtel \u201ePrima\u201c eintauschen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Uns wurde befohlen sich auf der Kreuzung zu versammeln. Ich versammelte die Menschen von unserer Stra\u00dfe, damit wir zusammen bleiben. Allein in unserer kleinen Seitenstrasse gab es zehn Kinder, die j\u00fcnger als 15 waren \u2013 der J\u00fcngste war gerade mal 2 Jahre alt. Die Soldaten fingen schon wieder mit der Passkontrolle an, einer sagte: \u201eWir werden euch umsiedeln. Hat man euch, Schweinehunden ein Korridor (gemeint ist eine so genannte \u201eSchamanov\u00b4sche Mogelei\u201c \u2013 vgl. den Artikel \u201eMord oder Hinrichtung?) gegeben!?\u201c Das alles wurde von anst\u00f6\u00dfigen Geschimpfe begleitet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gerade als ich von der Kreuzung weggegangen bin, erklangen erneut die Sch\u00fcsse. Die Frauen schrieen auf: \u201eAsja, Ruslan ist verwundet, verbinde ihn!\u201c. Ruslan ELSAEV, 40 Jahre alt, stand nach der Kontrolle neben seinem Haus und rauchte. Zwei Soldaten schossen auf ihn ohne jeglichen Grund, eine Kugel ging durch die Lunge, zwei Zentimeter vom Herz entfernt, die andere \u2013 traf seinen Arm&#8230;!\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich und mein Bruder gingen wieder auf die Stra\u00dfe und h\u00f6rten wieder das laute Geschrei: die Nachbarin Rumisa f\u00fchrte ein M\u00e4dchen. Das war die neunj\u00e4hrige Lejla, Tochter einer Fl\u00fcchtigen aus dem Dorf Dzhalka. Lejla viel hysterisch auf die Erde, rollte sich, lachte und schrie auf tschetschenisch und auf russisch: \u201eMeine Mutter wurde umgebracht!\u201c. Mein Bruder nahm sie auf den Arm und brachte sie in unser Haus. Ich lief in den Hof [das der Nachbarn] \u2013 dort lang Lejlas Mutter in einer Blutlache, von der in der K\u00e4lte noch der Dampf hochstieg. Ich wollte sie anheben, dabei fiel sie auseinander, ein Teil des Sch\u00e4dels viel ab \u2013 vielleicht hat eine Maschinengewehr-Salbe sie durchgeschnitten&#8230; Im Hof nebenan lagen zwei M\u00e4nner, beide hatten gro\u00dfe L\u00f6cher in ihren K\u00f6pfen, anscheinend wurden sie durch Nahsch\u00fcsse get\u00f6tet. Das Haus brannte schon, die hinteren Zimmer, gleich in dem ersten brannte Avalu.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Offenbar hat man auf ihn irgendeine brennbare Fl\u00fcssigkeit ausgegossen und angez\u00fcndet. Ich holte eine Vierzig-Liter-Flasche mit Wasser herbei, ich wei\u00df nicht, wie ich diese anhob und sie (auf Avalu) ausgoss. Ehrlich gesagt, wollte ich den K\u00f6rper von Avalu nicht sehen, es ist besser, wenn er lebendig in Erinnerung bleibt \u2013 er war ein ausschlie\u00dflich freundlicher Mensch. Die Nachbarn kamen angelaufen, sie haben ebenfalls angefangen den Brand zu l\u00f6schen. Der zw\u00f6lfj\u00e4hrige Mohamed ging durch den Hof und wiederholte: \u201eWarum haben sie das gemacht?!\u201c Wegen des Blutgeruchs war es einfach unertr\u00e4glich&#8230;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich lief zur\u00fcck auf der Hauptstra\u00dfe, dort k\u00f6nnte jeden Moment geschossen werden, sodass man sich durch die H\u00f6fe fortbewegen musste. Ich sah Mohamed GAJTAEV \u2013 er war ein Invalide, in seiner Jugend geriet er in einen Unfall, er hatte keine Nase und trug daher eine spezielle Brille. Er lag da, man hat ihm in den Kopf und in die Brust geschossen, und die Brille hing am Zaun.<br \/>\nDie russischen Soldaten gaben meinen kranken, verwundeten friedlichen Menschen, den Greisen und den Frauen, den Todessto\u00df.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lema AHTAEV und Isa AHMATOV wurden verbrannt. Wir fanden sp\u00e4ter ihre Knochen, und packten sie in ein Kochtopf. Und eine beliebige Kommission, eine beliebige Expertise kann beweisen, dass es menschliche Knochen sind. Nur interessiert sich niemand f\u00fcr diese Knochen, f\u00fcr diese Ermordeten.<br \/>\nSchamhan BAJGIRAEV wurde ebenfalls verbrannt, er wurde aus dem Haus geholt. Die Br\u00fcder INDIGOV wurden gezwungen in den Keller runterzugehen und dann mit Granaten beworfen \u2013 einer hat \u00fcberlebt, der andere wurde in St\u00fccke gerissen. Ich sah Gula HAJDAEV, den ermordeten Greisen. Er lag drau\u00dfen in einer Blutlache. Die Soldaten ermordeten die achtzigj\u00e4hrige Rakijat AHMATOVA \u2013 zuerst verwundeten sie sie, danach gaben sie ihr, als sie auf dem Boden lag, den Todessto\u00df. Sie schrie: \u201eSchie\u00dft nicht!\u201c&#8230;<\/p>\n<h3><b>Marina ISMAILOVA\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Morgens, am 5. Februar ging die Schie\u00dferei los, man h\u00f6rte Gewehre, Maschinengewehre und Granatenwerfer&#8230; Sie t\u00f6teten und verbrannten Menschen, ohne sie nach ihren Dokumenten zu fragen. Bei den ermordeten und den Verbrannten in den Taschen oder in den H\u00e4nden waren ihre P\u00e4sse und\/oder andere Unterlagen. Die haupts\u00e4chlichen Forderungen waren \u2013 Gold und Geld, danach folgte die Erschie\u00dfung&#8230;<br \/>\nIm Haus 158 der Matsch-Mazaev-Str. blieben zwei Br\u00fcder im Rentenalter zur\u00fcck, die MAGOMADOVs \u2013 Abdula und Salman. Sie wurden in ihrem Hof lebendig verbrannt. Erst Tage sp\u00e4ter, nach erheblichen Bem\u00fchungen, fanden wir ihre \u00dcberreste. Sie passten in eine Plastikt\u00fcte&#8230;<\/p>\n<h3><b>Luisa ABULHANOVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Alles geschah sehr schnell. Als die Sch\u00fcsse erklangen wurde mir schlecht. Genau erinnern kann ich mich nur daran, dass diejenigen, die in unser Hof kamen, zuerst Geld Forderten. Der alte Mann [Ahmed ABDULHANOV] ging irgendwohin und brachte 300 Rubel. Die Soldaten blieben unzufrieden, sie schimpften&#8230; Danach erklangen die Sch\u00fcsse. Zusammen mit meinem Schwiegervater starben ((die Geschwister)) Bruder und Schwester ABDULMEZHIDOVs, unsere Nachbarn. Isa AHMATOV wurde erst Tage nach dem Geschehen, in dem Haus der ZANAEVs, aufgefunden. Er wurde anscheinend lebendig verbrannt &#8230;<br \/>\nIch wei\u00df nicht, wann und wie dieser Krieg enden wird. Wie viele Opfer noch auf den Altar des Pr\u00e4sidenten PUTIN gebracht werden. Ich wei\u00df nur, dass nach all diesen Gr\u00e4sslichkeiten, ich mich den Russen gegen\u00fcber nicht respektvoll verhalten werde k\u00f6nnen. Wir werden kaum in einem Staat zusammen leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><b>\u201eRuslan\u201c (der Name wurde auf seine Bitte ge\u00e4ndert):\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Morgens am 5. Februar reparierte ich gerade mein Dach, als ich sah, dass am Anfang der Siedlung ein Haus Feuer fing. Nach ihm ging der Zweite in Flammen auf, der Dritte, Sch\u00fcsse fielen, Menschen schrieen. Die F\u00f6deralen waren im reifen Alter und hatten Kopft\u00fccher an. Sie haben alle auf die Kreuzung der Kaskaja-Str. und des 4-ten Almaznyj-Wegs gescheucht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Angefangen haben sie mit der ersten Stra\u00dfe an und gingen in das Haus der Br\u00fcder IDIGOVs rein. Die Br\u00fcder haben sie in den Keller gescheucht und darein zwei Granaten geworfen. Einer blieb am Leben, weil der andere ihn mit sich selbst zudeckte. In dem benachbarte Haus erschossen sie drei: einen alten Mann, 68 Jahre alt und zwei junge Burschen. Sie wurden nicht nach Dokumenten gefragt. Geschossen wurde streng in den Kopf.<br \/>\nH\u00e4user wurden verbrannt. Menschen h\u00f6rten Schrei: \u201eWo ist das Geld!?\u201c. Die MAGOMADOV-Br\u00fcder wurden in den Keller geschmissen, beschossen und angez\u00fcndet. Das Feuer hat sich auch auf andere H\u00e4user verteilt&#8230; Die Leichen, die ich beerdigt haben, waren verschiedenen Alters, von jungen Menschen bis zu sehr alten Greisen, aber es gab viele, bei denen es unm\u00f6glich war das Alter festzustellen.<\/p>\n<h3><b>Malika LABAZANOVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">&#8230; Und dann fingen sie zu schie\u00dfen an. Sie schrieen dabei, dass sie einen Befehl zu t\u00f6ten haben. Ich lief zu den Nachbarn, klopfte am Tor \u2013 niemand \u00f6ffnete. Nur Alu DENIEV kam raus und brachte mir drei Hundert-Rubel-Scheine. So gehe ich mit diesem Geld, komme an mein Tor und sehe: meine Katze geht, ihre Ged\u00e4rme sind rausgefallen. Sie geht ein St\u00fcck und h\u00e4lt an, geht noch ein St\u00fcck und h\u00e4lt wieder an, und dann stirbt sie. Meine Knie sind sofort weich geworden, ich dachte, dass alle bei uns im Hof umgebracht wurden&#8230;<br \/>\nAls ich diesem, im weisen Tarnmantel, die 300 Rubel vorstreckte, lachte er nur: \u201eDas ist doch kein Geld. Ihr habt alle Geld und Gold, &#8211; sagte er. \u2013 Du hast auch Goldz\u00e4hne\u201c. Vor Schreck holte ich meine Ohrringe raus (die hat mir meine Mutter zu meinem Sechzehnj\u00e4hrigen gekauft), reiche sie r\u00fcber und bat mich nicht zu t\u00f6ten. Aber er schrie, dass es befohlen ist alle umzubringen, rief einen Soldaten herbei und sagte ihm: \u201eBring sie ins Haus und sch\u00fcttle sie dort durch\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im Haus st\u00fcrzte ich sofort in den Heizungsraum, dort habe ich mich hinter dem Offen versteckt. Das war das einzige, was ich in dieser Situation machen konnte. Und der, der mich begleitete, ging wieder raus. Er suchte nach mir. Da er mich nicht gefunden hat, kehrte er wieder in das Haus zur\u00fcck. Und hier fing das Schie\u00dfen im Hof an. Ich st\u00fcrzte zu dem Soldaten, fing zu betteln und flehen an, dass er mich nicht umbringt. \u201eBringe ich dich nicht um, bringen sie mich um\u201c, \u2013 sagte er. Dabei hat mich so eine Angst ergriffen, dass ich bereit war den Beschuss und die Bombardierungen \u2013 alles, was vor diesem Tag war \u2013 wieder aufs neue zu erleben, nur damit dieser Soldat, das auf mich gerichtete Gewehr runternimmt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Er fing an zu schie\u00dfen: in die Decke, in die W\u00e4nde, hat den Gasherd durchgeschossen. Und da verstand ich \u2013 er wird mich nicht erschie\u00dfen. Ich griff nach seinen Beinen und bedankte mich, dass er mich nicht get\u00f6tet hat. Darauf er: \u201eSei still, du bist schon tot\u201c.<\/p>\n<h3><b>Jusup MUSAEV:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Soldaten kamen in den Hof rein, wir wurden mit dem Gesicht auf den Boden gelegt. Sie schimpften anst\u00f6\u00dfig: \u201eIhr Huren, legt euch hin, Dreckspack!\u201c. Dem Vetter Hasan MUSAEV haben sie die Gewehrm\u00fcndung neben dem Ohr rangestellt, da lag auch Andi AHMADOV, ihn haben sie aufs Korn genommen. Weiter entfernt lagen der Junge und ich, mir haben sie die Gewehrm\u00fcndung zwischen den Schulterbl\u00e4ttern rangestellt&#8230;<br \/>\nDanach gingen die Soldaten weiter durch die H\u00f6fe, man h\u00f6rte Sch\u00fcsse,. Ich dachte an meine Br\u00fcder, ging auf die Stra\u00dfe, um nach ihnen zu schauen und fand sie sofort&#8230; Und vier weitre Menschen \u2013 Alvi GANAEV, zwei seiner S\u00f6hne \u2013 Sulumbek und Aslanbek, der vierte war \u2013 HAKIMOV. Als wir begonnen haben die Leichen in den Hof reinzuschleppen, fingen die Milit\u00e4rs an zuschie\u00dfen&#8230; Am Abend kam mein Cousin und sagte, dass er weitere neun Leichen gefunden hat. Unter ihnen \u2013 zwei meiner Neffen.<\/p>\n<h3><b>Aussage einer Frau, die darum gebeten hat, ihren Namen nicht zu nennen:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Ich lief auf die Matsch-Mazaev-Str., sehe \u2013 dort liegen erschossene Menschen. Auf der Stra\u00dfe standen nur die Milit\u00e4rs. Ich lief zur\u00fcck, aber sie schrieen mir zu: \u201eBleib stehen!\u201c. Ich rannte, und sie schossen auf mich.<br \/>\nAls ich zu mir kam, setzte sich ein Soldat zu mir und sagte: \u201eWie soll ich Sie blo\u00df retten? Ich m\u00f6chte nicht, dass Sie umgebracht werde. Sie sehen meiner Mutter \u00e4hnlich\u201c. Er rief seine Jungs herbei und sie sa\u00dfen mit uns&#8230;<br \/>\nNachts trugen wir die Leichen in die H\u00e4user. Ich sah 28 Leichen \u2013 alles unsere Nachbarn. Ich wusch die Leichen. Es wurde haupts\u00e4chlich in den Kopf geschossen \u2013 in die Augen, in den Mund. Bei der GADAEVA gab es eine Schusswunde am Hinterkopf.<\/p>\n<h3><b>Marhata TATAEVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Am 5. Februar sa\u00dfen wir zusammen mit der Nachbarin Anjuta ((Eine Verniedlichungsform von dem Namen `Anna\u00b4)). Sie guckte auf die Stra\u00dfe raus. Ich fragte: \u201eWas ist da?\u201c Sie sagte: \u201eDa werden Menschen hingerichtet\u201c, \u2013 und fing an zu weinen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich ging raus, dort stand unser Nachbar Abdurahman MUSAEV und schrie: \u201eNa, du Hure, was stehst du rum, &#8211; schie\u00df!\u201c. Die Soldaten lachten, MUSAEV schrie: \u201eDu Hure, schie\u00df endlich! Was stehst du rum, Dreckskerl, &#8211; schie\u00df!\u201c. Es stellte sich raus, dass er auf seien Enkel gesto\u00dfen war, der dort erschossen lag.<br \/>\nDas waren Vertragssoldaten. Einer hatte eine T\u00e4towierung, und hinten an seiner M\u00fctze war ein Fuchsschwanz. Er stand da und lachte, dann sah er mich und schoss direkt in meine Richtung! Anjuta schnappte mich und schob mich in das Haus, so hat er uns nicht getroffen. Wir rannte durch die H\u00f6fe zu Anjutas Haus, dort sa\u00dfen wir zwei Stunden. Dann entschloss ich mich nach Hause zu gehen, obwohl sie mich bat zu bleiben.<\/p>\n<p>Ich ging in das Haus rein, f\u00fcnf Minuten Sp\u00e4ter kam mein Hund angeflogen, er bellte sehr laut. Das war\u00b4s, sie kommen. Ich sprach ein Gebet. Danach habe ich die Arbeitskleidung angezogen, um bemitleidenswerter auszusehen. Ich \u00f6ffnete die T\u00fcr und als ich mich gerade hindrehte, kam der mit dem Gewehr auf mich zu: \u201eHey du Hure, komm her!\u201c Ich kam n\u00e4her und wollte meine Dokumente vorzeigen \u2013 ich habe \u00fcberhaupt nicht die Fassung verloren. Aber er suchte nach einem Grund, um mich durcheinander zu bringen: \u201eAha, bist du ein Scharfsch\u00fctzin, hast du den (tschetschenischen) K\u00e4mpfern geholfen, warum bist du zuhause geblieben? Warum bist du nicht weggefahren, was hast du hier gemacht? Wo sind deine Eltern, im Haus, ja?\u201c Ich sagte: \u201eNein, sie sind weggefahren\u201c. \u2013 \u201eWohin sind sie gefahren? Was hast du da?\u201c Ich sagte: \u201eDokumente\u201c. Und er: \u201eIch brauche deine be&#8230;&#8230;nen Dokumente nicht!\u201c \u2013 nahm sie und warf diese hin. Ich hatte da noch ca. 35 Rubel. \u201eDas brauchst du auch nicht! An die Wand! Erschissen wir sie, und das war\u00b4s dann!\u201c. Er lud das Gewehr und richtete es auf mich. Da sagte ein andere zu ihm: \u201eLass sie, das muss nicht sein! Es ist besser wenn das M\u00e4dchen sich versteckt. Sonst finde die sie, vergewaltigen und bringen sie doch um. Es ist besser das M\u00e4dchen zu retten, schade um sie, sie ist doch jung!\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sie gingen weg und ich sagte zu Anjuta: \u201eIch kann nicht mehr, ich m\u00f6chte mich verstecken\u201c. Aber wohin verstecken? Wir setzten uns in den Kleiderschrank. Da h\u00f6rten wir \u2013 die T\u00fcr wird aufgemacht, sie kommen. Anjuta sagte: \u201eDas war\u00b4s, wir k\u00f6nnen nirgendwo hin\u201c. Aber die schossen im Hof aus dem Gewehr, und schrieen: \u201eIhr Huren, kommt raus!\u201c. Als sie das Magazin leergeschossen haben, dachte ich \u2013 das war\u00b4s, ich werde meine Mutter nicht mehr wiedersehen, niemanden werde ich wiedersehen. Da fing auch ich an zu weinen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wie wir dem entkommen sind \u2013 wei\u00df ich nicht, aber die sind weggegangen. Wir blieben am Leben.<\/p>\n<h3><b>Makka DZHAMALDAEVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Sie haben uns vier hingestellt: meinen Mann, mich, meinen Sohn und die Enkelin, sie stand neben mir. Sie beschimpften uns wie sie wollte, sagten, was sie wollten, stanken unertr\u00e4glich nach Wodka. Sie waren derma\u00dfen betrunken \u2013 die haben sich kaum auf den Beinen gehalten. Als meinem Mann gesagt wurde: \u201eAlter, gib da Geld raus, Dollar, alles was du hast\u201c, holte er etwas \u00fcber ein Tausend Rubel raus und gab ihnen das Geld. Als der eine das Geld z\u00e4hlte, sagte der andere: \u201eAlter, wenn du nicht noch mehr gibst, erschie\u00dfe ich dich\u201c, sie beschimpften den alten Mann.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dann holte ich meine Ohrringe raus, die Enkelin \u2013 ihre, ich gab sie ihm: \u201eS\u00f6hnchen, hier, bitte, nimm das, lass uns am Leben\u201c. Da sagte er wider zu meinem Sohn: \u201eIch schie\u00df dir gleich in das Auge\u201c. Als er das sagte, sprach mein Mann: \u201eS\u00f6hnchen, er hat sechs kleine Kinder, bring ihn nicht um, ich habe nur ihn\u201c. Und der: \u201eWenn ihr mir nicht noch ein Gramm Gold gebt, dann erschie\u00dfen wir euch alle\u201c. Mein Sohn hatte (Gold) Kronen, er holte diese Z\u00e4hen raus, wir gaben sie ihm. Er schimpfte noch kurz, drehte sich um und ging. Er war betrunken, hat es kaum geschafft aus unserem Hof rauszukommen&#8230;<\/p>\n<h3><b>Luisa ABULHANOVA:\u00a0<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Das Ergebnis dieses Krieges. Am 5. Februar sahen wir die Terroristen mit unseren eigenen Augen, haben es selbst durchlebt. Man sagt uns, dass der Krieg beendet ist. Wie kann er f\u00fcr uns beendet sein, wenn wir diesen Tag niemals vergessen werden k\u00f6nnen?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c3669\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"ce-text\">\n<hr \/>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcnf \u00dcberlebende waren es, die sich an den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte in Stra\u00dfbourg gewandt hatten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Den Originalartikel in Russisch finden Sie unter\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.novayagazeta.ru\/inquests\/34659.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u041d\u043e\u0432\u044b\u0435 \u0410\u043b\u0434\u044b: \u0437\u0430\u0431\u044b\u0442\u044c \u043d\u0435 \u0443\u0434\u0430\u0441\u0442\u0441\u044f.\u00a0<\/a>Deutsche \u00dcbersetzung: Andreas ENGELHARDT<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Novaja Gazeta , 30.07.2007 Der Bericht von Alexander PODRABINEK Am 26. Juli pr\u00fcfte der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte den Fall \u201eMUSAEV und Andere gegen Russland\u201c, in dem es um eine Massenerschie\u00dfung der friedlichen Bev\u00f6lkerung der Siedlung Nowye Aldy geht. Die Forderungen der Kl\u00e4ger wurden durch Juristen des Menschenrechstzentrums \u201eMemorial\u201c (Moskau) und des europ\u00e4ischen Menschenrechtszentrums EHRAC [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1211","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-religion"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1211"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1213,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1211\/revisions\/1213"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}