{"id":14155,"date":"2020-07-14T11:54:06","date_gmt":"2020-07-14T09:54:06","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=14155"},"modified":"2020-07-14T11:54:06","modified_gmt":"2020-07-14T09:54:06","slug":"die-chronologie-der-besetzung-des-voelkermords-des-anschlusses-der-annexion-tschetscheniens","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=14155&lang=de","title":{"rendered":"Die Chronologie der Besetzung, des V\u00f6lkermords, des Anschlusses, der Annexion Tschetscheniens."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14168\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/-e1594720388647.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"422\" \/><\/p>\n<p>In dem seit \u00fcber 400 Jahren herrschenden Konflikt zwischen Tschetschenen und Russen geht es in erster Linie um die Unabh\u00e4ngigkeitsbestrebungen der Region im Nordkaukasus. Neben diesem Aspekt spielt auch die Religion eine nicht unbedeutende Rolle, da die Mehrheit der Tschetschenen dem Islam angeh\u00f6rt. Russland misst Tschetschenien aufgrund seiner geopolitischen Lage seit jeher eine besondere Bedeutung zu. Heute empfinden beide V\u00f6lker angesichts der vielen Opfer, die in den Russisch-Tschetschenienkriegen bereits ums Leben gekommen sind, vor allem Rachegef\u00fchle. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2VWyZXa0Ab4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2VWyZXa0Ab4<\/a><\/p>\n<p>An den zwei Fl\u00fcssen Terek und Kuban, die zwischen dem russischen Tiefland und dem Nordkaukasus entlang flie\u00dfen, gr\u00fcnden sich im 16. Jahrhundert die ersten russischen Kosakengemeinden. Es entstehen milit\u00e4rische St\u00fctzpunkte und Festungen. Bei ihren Versuchen bis an die warmen Meere auch weiter s\u00fcdlich vorzudringen, sto\u00dfen die Russen auf unerwartet heftigen Widerstand seitens des tschetschenischen Volkes, der sich mit der Ausbreitung des sunnitischen Islam in Tschetschenien im 17. und 18. Jahrhundert weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Die Russen geben ihre Kolonialisierungsbestrebungen nicht auf und bef\u00fcrchten vor allem, dass sie durch eine Vereinigung Dagestans mit Tschetschenien ihren geostrategisch bedeutenden Zugang zum Kaspischen Meer verlieren w\u00fcrden. Dagestan ist die Verbindung Russlands zum Kaspischen Meer. Die dagestanische Hauptstadt Machachkala ist der einzige russische Allwetterhafen am Kaspischen Meer.<\/p>\n<p>Das Jahr 1864 gilt als \u201aJahr der Unterwerfung\u2018 der gesamten Region unter die zaristische Oberherrschaft. Als Folge emigriert ein F\u00fcnftel der tschetschenischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Im Oktober wurde 1917 die \u201eUnion der kaukasischen Bergv\u00f6lker im Nordkaukasus\u201c als unabh\u00e4ngiger Staat ausgerufen, der von Deutschland, dem Osmanischen Reich und den neu entstandenen Staaten Georgien und Aserbeidschan anerkannt wurde.<\/p>\n<p>Im Kaukasus kommt es 1918\/19 zu kurzlebigen autonomen Staatsbildungen wie dem \u201eImamat der Bergv\u00f6lker\u201c, der \u201eNordkaukasischen F\u00f6derativen Republik\u201c im Westen und dem \u201eNordkaukasischen Emirat\u201c im Osten. Diese Staatsbildungen werden 1920 von Russland unter dem Namen \u201eSowjetrepublik der Bergv\u00f6lker\u201c (die die heutigen Republiken Tschetschenien, Inguschetien, Nordossetien, Kabardino-Balkarien und Karatschai-Tscherkessien umfasst) zusammengefasst &#8211; und der RSFSR (Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik) einverleibt. Dagestan erh\u00e4lt einen eigenen Republikstatus. Das Leitwort der sowjetischen Nationalit\u00e4tenpolitik lautet \u201ekorenisacija\u201c (Einwurzelung). Repr\u00e4sentanten sollen aus den V\u00f6lkern stammen, russische Personen, die ein Amt wahrnehmen, m\u00fcssen die regionalen Sprachen lernen und sich mit dem \u00f6rtlichen Gewohnheitsrecht vertraut machen. Aus der neuen \u201eSowjetrepublik der Bergv\u00f6lker\u201c werden in den folgenden Jahren einzelne autonome Gebiete und Republiken im Bestand der Russischen Sozialistischen F\u00f6derativen Sowjetrepublik (RSFSR) ausgegliedert. In diesem Zuge entsteht 1922 auch ein autonomes tschetschenisches Gebiet.<\/p>\n<p>1927 schwingt sich <strong>STALIN<\/strong> zum Diktator der Sowjetunion auf und vollzieht im Jahre 1928 eine Kollektivierung der nordkaukasischen Landwirtschaft. Dies geschieht z. B. durch Zwangsumsiedlungen aus Gebirgs- in Talregionen. Au\u00dferdem werden immer wenigstens 2 V\u00f6lker in 1 politische<span style=\"text-decoration: line-through;\">n<\/span> Verwaltungseinheit zusammengefasst.<\/p>\n<p>Auf die Serie tschetschenischer Aufst\u00e4nde gegen die Zwangsumsiedlungen reagiert die sowjetische Seite mit einer \u201eallgemeinen Operation zur Ausmerzung antisowjetischer Elemente\u201c im Nordkaukasus. Ganze Regionen k\u00e4mpfen mittlerweile gegen die Rote Armee und gegen die Vereinigung des Tschetschenischen und des Inguschischen Autonomen Gebiets, das 1936 umbenannt wird in die \u201eAutonome Sozialistische Sowjetrepublik\u201c der Tschetschenen und Inguschen, als Teilrepublik der Russischen Sozialistischen F\u00f6derativen Sowjetrepublik (RSFSR) innerhalb der Sowjetunion.<\/p>\n<p><strong>STALIN<\/strong> gelingt es zun\u00e4chst, mit seinem \u201eGeneralschlag gegen antisowjetische Elemente\u201c den Zusammenhalt der Clan- und Stammesgemeinschaften zu brechen: durch Aufspaltung einzelner Gebiete sowie Durchmischung einzelner Volksgruppen. Daraufhin nimmt der bewaffnete Widerstand zu und entwickelt sich zu einer regelrechten Guerillabewegung.<\/p>\n<p>Die \u201eAutonome Sozialistische Sowjetrepublik\u201c wird am <strong>23. Februar 1944<\/strong> aufgel\u00f6st und<strong> STALIN<\/strong> l\u00e4sst das tschetschenische Volk wegen einer angeblichen heimlichen Zusammenarbeit mit HITLER-Deutschland nach Sibirien und Zentralasien deportieren. Bei dieser Gewaltaktion stirbt etwa ein Drittel der Deportierten.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Deportation war der tschetschenische Holocaust.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14158\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/deportation.1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"420\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/deportation.1.jpg 600w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/deportation.1-300x210.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/deportation.1-480x336.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Nach STALINs Tod am 5. M\u00e4rz 1953 kehren viele Deportierte illegal zur\u00fcck in ihre Heimat und demonstrieren damit ihren ausgepr\u00e4gten Widerstandswillen bzw. ihre Identit\u00e4t mit Tschetschenien.<\/p>\n<p>Am 24. November 1956 beschlie\u00dft das sowjetische Zentralkomitee (ZK) in Moskau unter dem neuen Ersten Sekret\u00e4r <strong>Nikita CHRUSCHTSCHOV<\/strong> die offizielle Wiederherstellung der nationalen Territorien im Kaukasus. Die Rehabilitation des tschetschenischen Volkes wird im Januar 1957 ausgef\u00fchrt und die Tschetschenische-Inguschische \u201eAutonome Sozialistische Sowjetrepublik\u201c &#8211; um diverse Gebiete minimiert &#8211; wird wiederhergestellt. Bei der Volksz\u00e4hlung 1959 stellt sich heraus, dass die Zahl der Einwohner um \u00fcber 20 Prozent abgenommen hat.<\/p>\n<div class=\"jetpack-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"The Soviet Union : Every Month\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fy6iDvxr5zg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_14159\" aria-describedby=\"caption-attachment-14159\" style=\"width: 439px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14159 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Pro_UdSSR-Kopie.png\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Pro_UdSSR-Kopie.png 439w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Pro_UdSSR-Kopie-300x205.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14159\" class=\"wp-caption-text\">Die Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik (RSFSR) der Sowjetunion (UdSSR).<\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russische_Sozialistische_F%C3%B6derative_Sowjetrepublik\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russische_Sozialistische_F%C3%B6derative_Sowjetrepublik<\/a><\/p>\n<p>Am 23. &#8211; 25. November 1990 fand in der Stadt Grosny der erste tschetschenische Nationalkongress statt, auf den der Weg zur staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t der tschetschenischen Republik (Nokhchi Cho) angek\u00fcndigt wurde.<\/p>\n<p>Der in Tschetschenien geborene <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong>, ehemals General bei der sowjetischen Luftflotte, inzwischen aber entlassen, wurde der zum Leiter des Nationalen Kongresses des tschetschenischen Volkes (OKCHN) gew\u00e4hlt. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7pM3P4CgNww\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7pM3P4CgNww<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschetscheno-Inguschetien\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschetscheno-Inguschetien<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_14160\" aria-describedby=\"caption-attachment-14160\" style=\"width: 746px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14160\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/CHIASSR.jpg\" alt=\"\" width=\"746\" height=\"610\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/CHIASSR.jpg 746w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/CHIASSR-300x245.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/CHIASSR-480x392.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/CHIASSR-611x500.jpg 611w\" sizes=\"auto, (max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14160\" class=\"wp-caption-text\">Karte des Kaukasusgebietes zwischen 1957 und 1991<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 27. November 1990 erkl\u00e4rte Oberste Rat der Tschetschenisch &#8211; Inguschischen\u00a0Autonome Sozialistische Sowjetrepublik ChIASSR unter <strong>Doku Zavgajev<\/strong> seinen verfassungsrechtlichen Austritt aus der Russischen Sozialistischen F\u00f6derativen Sowjetrepublik RSFSR\u00a0durch die Deklaration \u00fcber die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t der \u201e<strong>Tschetschenischen &#8211; Inguschischen Republik\u201c ChIR<\/strong> innerhalb der Sowjetunion.\u00a0 \u00a0&#8222;entsprechend\u00a0der sowjetischen Verfassung&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=N68IFQgPqKg\"><strong>https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=N68IFQgPqKg<\/strong><\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uUqq1xF0iS0\"><strong>https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uUqq1xF0iS0<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die Tschetschenisch-Inguschische Republik nahm nur am Unionsreferendum Teil und das RSFSR-Referendum abgewiesen mit der Begr\u00fcndung, dass die Tschetschenisch-Inguschische Republik schon aus dem RSFSR ausgetreten war und das Referendum eine innere Angelegenheit des RSFSR sei.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14161\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tabelle.jpg\" alt=\"\" width=\"553\" height=\"448\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tabelle.jpg 553w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tabelle-300x243.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tabelle-480x389.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><\/p>\n<figure id=\"attachment_14162\" aria-describedby=\"caption-attachment-14162\" style=\"width: 314px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14162 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430.jpg\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"275\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430.jpg 314w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u043a\u0430\u0440\u0442\u0430-300x263.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14162\" class=\"wp-caption-text\">Die Karte nach dem Austritt der Tschetschenische Republik Ichkeria aus der Russische F\u00f6deration im Dezember 1990<\/figcaption><\/figure>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14163\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/russland.jpg\" alt=\"\" width=\"679\" height=\"471\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/russland.jpg 679w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/russland-300x208.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/russland-480x333.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px\" \/><\/p>\n<p>Am 1. und 2. September 1991 fand die zweite Sitzung des Volkskongresses (OKCHN) statt, auf dem der Oberste Rat der Tschetschnisch-Inguschischen Republik unter <strong>Doku Zavgaev <\/strong>den R\u00fccktritt erkl\u00e4rte.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die gesamte Macht in der Tschetschenisch-Inguschischen Republik wurde vor\u00fcbergehend vom Volkskongress (OKCHN) unter der Leitung von <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> \u00fcbernommen, w\u00e4hrend die Wahl des Pr\u00e4sidenten und des Parlaments der Tschetschenisch-Iguschischen Republik vorbereitet werden sollte. Der Volkskongress (OKCHN) war f\u00fcr die Organisation und die Durchf\u00fchrung der Wahlen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Am 6. September 1991 \u00fcbernahm der Volkskongress (OKCHN) die Kontrolle \u00fcber die wichtigsten politischen und administrativen Zentren in Grosny und im \u00fcbrigen Tschetschenien.<\/p>\n<p>Die T\u00e4tigkeit des Obersten Rates der ChIR wurde aufgel\u00f6st, die ihre Legitimit\u00e4t verloren hatte.\u00a0 Der Vorsitzende des Obersten Rates, <strong>Doku Zavgaev<\/strong>, floh in die RSFSR.<\/p>\n<p>Der 6. September wurde zum Tag der Wiederherstellung der staatlichen Unabh\u00e4ngigkeit des tschetschenischen Volkes erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Am 27. Oktober 1991 fanden unter Aufsicht von Vertretern aus 27 Staaten und Organisationen der Welt die Wahlen zum Pr\u00e4sidenten und zum Parlament der Tschetschenischen Republik statt.<\/p>\n<p><strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> wurde zum ersten tschetschenischen Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 1. November wurde die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t der Tschetschenischen Republik verk\u00fcndet.<\/p>\n<p>Am 9. November 1991 fand in der Stadt Grosny die Amtseinf\u00fchrung des ersten Pr\u00e4sidenten der tschetschenischen Republik <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> statt. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nvzUDY2CrDw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nvzUDY2CrDw<\/a><\/p>\n<p>Am 27. November 1991 erlie\u00df der Pr\u00e4sident der Tschetschenischen Republik, Oberbefehlshaber der Streitkr\u00e4fte der Tschetschenischen Republik, <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong>, ein Dekret \u00fcber die Nationalisierung von Waffen und Ausr\u00fcstung von Milit\u00e4reinheiten der Streitkr\u00e4fte der UdSSR als das Erbe der UdSSR, die auf dem Gebiet der Republik stationiert waren.<\/p>\n<p><strong>Am 26. Dezember 1991 wurde die Sowjetunion offiziell aufgel\u00f6st.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 12. M\u00e4rz 1992 gab Tschetschenien sich die Verfassung als unabh\u00e4ngiger demokratischer Staat.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14164\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tschetschen.jpg\" alt=\"\" width=\"646\" height=\"226\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tschetschen.jpg 646w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tschetschen-300x105.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tschetschen-480x168.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 646px) 100vw, 646px\" \/><\/p>\n<p>Am 26. Mai 1992 unterzeichnete die Tschetschenische Republik mit der RSFSR ein Regierungsabkommen \u00fcber den vollst\u00e4ndigen Abzug russischer (ehemaliger sowjetischer) Truppen aus dem Gebiet der Tschetschenischen Republik.<\/p>\n<p>Am 7. Juli 1992 verlie\u00df der letzte russische Soldat das Gebiet der Tschetschenischen Republik. So wurde die Tschetschenische Republik das erste Land der ehemaligen Sowjetunion, aus dem alle russischen (sowjetischen) Besatzungstruppen abgezogen wurden.<\/p>\n<p>Anfang November 1992 kam es aufgrund des Einmarsches russischer Truppen in das Gebiet Inguschetiens (im Zusammenhang mit dem Ingusch-Osseten-Konflikt) und ihres Vormarsches zur Staatsgrenze der Tschetschenischen Republik zu einer starken Versch\u00e4rfung der russisch-tschetschenischen Beziehungen. Daraufhin verh\u00e4ngt Russland eine Wirtschafts- und Finanzblockade \u00fcber Tschetschenien.<\/p>\n<p>Vom 31. Oktober bis 4. November 1992 n\u00fctzte Russland den Inguschisch-Ossetischen Konflikt f\u00fcr einen \u00dcbergriff auf Inguschetien. So wollte Russland die tschetschenische Seite provozieren, um sie zum<\/p>\n<p>Eintritt in diesen Konflikt zu bewegen. Die Inguschen haben sich am 10. Dezember 1992 entschieden, in Russland zu bleiben und einen gro\u00dfen Krieg gegen Tschetschenien zu vermeiden. Pr\u00e4sident Dudajew erkl\u00e4rte den Konflikt zur inneren Angelegenheit Russlands. Dann begann die verwaltungsm\u00e4\u00dfige Trennung von Inguschetien von Tschetschenien.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14165\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karta2.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"239\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karta2.jpg 639w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karta2-300x112.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karta2-480x180.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 5. Oktober 1993 setzte der russische Pr\u00e4sident Boris Jelzin Panzer gegen das (eigene) russische Parlament in Moskau ein; mehrere hundert Demonstranten (darunter auch Abgeordnete) wurden umgebracht.<\/p>\n<p>Am 12. Dezember 1993 gab sich die Russische F\u00f6deration eine Verfassung, in die heimlich die Tschetschenische Republik eingef\u00fcgt wurde, um dies in der Zukunft als Vorwand zu n\u00fctzen, den unabh\u00e4ngigen Staat anzugreifen.<\/p>\n<p>Im Januar 1994 wurde die Tschetschenische Republik (ChR) durch Dekret des Pr\u00e4sidenten der Tschetschenischen Republik <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> in Tschetschenische Republik Ichkeria (ChRI) umbenannt.<\/p>\n<p>Am 23. Februar 1994 wurde durch Dekret des Pr\u00e4sidenten der ChRI, <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong>, der Tag der Wiederbelebung der tschetschenischen Nation als Gedenktag der Deportation festgelegt (zuvor wurde dieses Datum als Tag der Trauer bezeichnet).\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8k7jVvbOb78&amp;t=34s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8k7jVvbOb78&amp;t=34s<\/a><\/p>\n<p>Moskau unterst\u00fctzt die prorussischen Separatisten in Tschetschenien gegen <strong>Dschohhar DUDAJEW<\/strong> bei ihren Bem\u00fchungen, ihn zu destabilisieren. Handel und Luftverkehr werden blockiert.<\/p>\n<p>Ende November scheitert eine Offensive der sogenannten russischen S\u00f6ldner (Sondereinheiten der Russischen F\u00f6deration) \u00a0und der prorussischen Separatisten, was Russland zum Anlass f\u00fcr eine milit\u00e4rische Intervention nimmt.<\/p>\n<p>Am 26. November 1994 besiegten die Regierungstruppen der ChRI in Grosny eine gro\u00dfe Gruppe illegaler bewaffneter Gruppen der prorussischen Separatisten unter Umar Avturkhanov und sogenannte russischen S\u00f6ldner (Sondereinheiten der Russischen F\u00f6deration), die die tschetschenische Hauptstadt Grosny angegriffen hatten.<\/p>\n<p>Bis zu 40 Panzer und Kampffahrzeuge wurden zerst\u00f6rt. Eine gro\u00dfe Anzahl russischer S\u00f6ldner (Sondereinheiten der Russischen F\u00f6deration) und Mitglieder prorussischer Avturkhanov-Banden wurden gefangen genommen.<\/p>\n<p>Am 6. Dezember 1994 fand im Dorf Ordzhonikidzevskaya ein Treffen zwischen dem russischen Verteidigungsminister <strong>Pavel Grachev<\/strong> und dem Innenminister <strong>Viktor Yerin<\/strong> mit dem Pr\u00e4sidenten der ChRI <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> statt.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IvXmPvANkzg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IvXmPvANkzg<\/a><\/p>\n<p>Am 9. Dezember 1994 begannen in Wladikawkas die Verhandlungen zwischen den Arbeitsgruppen der Regierung der Russischen F\u00f6deration (Wjatscheslaw Michailow) und der Regierung der ChRI (Usman Imayev).<\/p>\n<p><strong>Beginn des ersten Russisch-Tschetschenien Krieges\u00a01994-1996<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e2jLenBE0cs&amp;t=66s\"><strong>https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e2jLenBE0cs&amp;t=66s<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Am 11. Dezember 1994 ver\u00fcbte Russland eine milit\u00e4rische Aggression gegen den unabh\u00e4ngigen tschetschenischen Staat. Der Eintritt russischer Besatzungstruppen in das Gebiet des ChRI begann aus drei Richtungen: Mozdok, Vladikavkaz und Kizlyar.<\/p>\n<p>Die Hauptstadt Grosny wurde einen ganzen Monat lang massiv und fl\u00e4chendeckend bombardiert.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In der Nacht vom 31. Dezember 1994 zum 6. M\u00e4rz 1995 fand ein russischer Neujahrsangriff auf Grosny statt, bei dem die russische Armee die gr\u00f6\u00dften Verluste im gesamten ersten Krieg bekam. Mehr als 250 russische Panzern, Kampffahrzeuge wurden fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und bis 2500 russische Besetzern vernichtet, bis 1000 gefangen genommen. Drei\u00dfigtausend Zivilisten kamen ums Leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 3. M\u00e4rz 1995 erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident <strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> im Shali-Stadtmoschee im Zusammenhang mit dem Kriegsrecht des Landes den Verteidigungskrieg gegen die russische Aggression.<\/p>\n<p>Am 6. M\u00e4rz 1995 k\u00fcndigte der Stabschef der tschetschenischen Streitkr\u00e4fte (ChRI) <strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> an, dass man einen Guerillakrieg gegen die russischen Truppen im ganzen Land beginnen werde.<\/p>\n<p>Am 14.- 19. Juni 1995 eroberte das Bataillon der ChRI-Streitkr\u00e4fte unter dem Kommando Shamil Basayev die Stadt Budennovsk im Gebiet Stawropol der Russischen F\u00f6deration. Die russischen Beh\u00f6rden waren gezwungen, den Vorschlag der F\u00fchrung des tschetschenischen Staates anzunehmen und den Prozess der friedlichen Verhandlungen des russisch-tschetschenischen Krieges einzuleiten.<\/p>\n<p>Am 9.- 18. Januar 1996 \u00fcberfielen tschetschenische K\u00e4mpfer unter dem General Salman Raduyev die dagestanische Stadt Kizlyar und griffen den Milit\u00e4rflugplatz der russischen Besatzungsarmee an.<\/p>\n<p>Am 6.- 8. M\u00e4rz 1996 wurde in Grosny eine gro\u00dfe Milit\u00e4roperation \u201eVergeltung\u201c durchgef\u00fchrt, die unter dem Pr\u00e4sidenten des ChRI, des Oberbefehlshabers der ChRI-Streitkr\u00e4fte, Dschochar DUDAJEW, geplant wurde.<\/p>\n<p>Am 21. April 1996 kam der gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident der Tschetschenischen Republik Ichkeria <strong>Dschochar DUDAJEW <\/strong>bei einem Terroranschlag eines russischen Sonderdienstes ums Leben.<\/p>\n<p>Jelzin geriet immer mehr unter Druck und wollte das <strong>Problem DUDAJEW<\/strong> l\u00f6sen. Er bot ihm an, per Telefon \u00fcber eine L\u00f6sung zu sprechen. Dazu lie\u00df <strong>Jelzin Dudajew<\/strong> \u00fcber Mittelsm\u00e4nner ein Satellitentelefon \u00fcberbringen und vereinbarte f\u00fcr den 21. April um 16 Uhr ein Telefonat.<\/p>\n<p>Kurz vor dem geplanten Telefongespr\u00e4ch wurde das Funk- bzw. Ortungssignal als Leitsignal f\u00fcr einen russischen Marschflugk\u00f6rper, der punktgenau sein Ziel trifft, gen\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Dschochar DUDAJEW<\/strong> und 40 Mitstreiter waren auf der Stelle tot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 27. Mai 1996 unterzeichneten der russische Pr\u00e4sident <strong>Boris Jelzin<\/strong> und der Vize-Pr\u00e4sident des ChRI, <strong>Zelimkhan YNDARBIEW<\/strong>, in Moskau das sogenannte Abkommen \u00fcber Waffenstillstand, das von Russland nicht gehalten wurde.<\/p>\n<p>Am 6. August 1996 begann die gro\u00dfe milit\u00e4rpolitische Operation, die Stadt Grosny und den Rest des Landes von russischen Besatzern zu befreien. Tschetschenische K\u00e4mpfer unter der Leitung vom Stabschef der tschetschenischen Streitkr\u00e4fte (ChRI) General <strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> nahmen \u00fcberraschend die Hauptstadt Grosny wieder ein. Mehrere Tausend russische Besetzer gerieten in tschetschenische Gefangenschaft.<\/p>\n<p>Russland ist gezwungen, in das Friedensabkommen von Chasawjurt (Dagestan) einzuwilligen. Die russische Armee zieht sich gedem\u00fctigt aus Tschetschenien zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Bis dahin kostete der Krieg innerhalb zweier Jahre etwa 100 000 Tschetschenen (fast 10% der Bev\u00f6lkerung) das Leben. 200 000 Tschetschenen waren in die benachbarten Regionen Dagestan und Inguschetien geflohen. Die Hauptstadt Grosny war zerst\u00f6rt und verlassen. Die Wirtschaft des Landes war ruiniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 31. August 1996 wurde in Anwesenheit von OSZE-Beobachtern das sogenannte \u201eChasawjurt-Abkommen\u201c \u00fcber Waffenstillstand in Grosny und dem Rest des ChRI unterzeichnet. Die Beziehung zwischen der Russischen F\u00f6deration und dem ChRI sollte innerhalb von f\u00fcnf Jahren (bis zum 31. Dezember 2001) festgelegt werden. Auf russischer Seite wurde das Dokument vom Sekret\u00e4r des Sicherheitsrates der Russischen F\u00f6deration, <strong>Alexander Lebed<\/strong>, auf tschetschenischer Seite von<strong> Aslan MASCHADOW<\/strong>, Stabschef der Streitkr\u00e4fte des ChRI, unterzeichnet. \u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4Ob1CCnIHog&amp;t=186s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4Ob1CCnIHog&amp;t=186s<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 27. J\u00e4nner 1997 fanden unter Aufsicht von Vertretern der OSZE aus mehr als 60 Staaten die Wahlen zum Pr\u00e4sidenten und zum Parlament der ChRI statt.<\/p>\n<p><strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> wurde zum zweiten Pr\u00e4sidenten der ChRI gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 12. Februar 1997 fand in der Stadt Grosny die Amtseinf\u00fchrung des zweiten Pr\u00e4sidenten der Tschetschenischen Republik Ichkeria <strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> statt. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zlPpq3p5bTg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zlPpq3p5bTg<\/a><\/p>\n<p>Am 12. Mai 1997 unterzeichneten der russische Pr\u00e4sident <strong>Boris Jelzin<\/strong> und der Pr\u00e4sident der <strong>ChRI Aslan MASCHADOW<\/strong> in Moskau den Friedensvertrag und die Grunds\u00e4tze der Beziehungen zwischen der Russischen F\u00f6deration und der Tschetschenischen Republik Ichkeria, in denen gesetzlich festgelegt wurde, dass die Beziehungen zwischen den L\u00e4dern \u00a0&#8222;auf der Grundlage und den Grunds\u00e4tzen des V\u00f6lkerrechts&#8220; aufzubauen sind. Der Vertrag wurde de facto und de jure von der Russischen F\u00f6deration zur staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t des ChRI anerkannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=imfzZaOp6KQ\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=imfzZaOp6KQ<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14166\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0414\u043e\u0433\u043e\u0432\u043e\u0440-\u043e-\u041c\u0438\u0440\u0435-\u043e\u0442-12-\u043c\u0430\u044f-1997-\u0433\u043e\u0434\u0430.jpg\" alt=\"\" width=\"441\" height=\"512\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0414\u043e\u0433\u043e\u0432\u043e\u0440-\u043e-\u041c\u0438\u0440\u0435-\u043e\u0442-12-\u043c\u0430\u044f-1997-\u0433\u043e\u0434\u0430.jpg 441w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0414\u043e\u0433\u043e\u0432\u043e\u0440-\u043e-\u041c\u0438\u0440\u0435-\u043e\u0442-12-\u043c\u0430\u044f-1997-\u0433\u043e\u0434\u0430-258x300.jpg 258w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0414\u043e\u0433\u043e\u0432\u043e\u0440-\u043e-\u041c\u0438\u0440\u0435-\u043e\u0442-12-\u043c\u0430\u044f-1997-\u0433\u043e\u0434\u0430-431x500.jpg 431w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/p>\n<p>Vom 25. Juli 1998 bis August 1999\u00a0 war <strong>Wladimir PUTIN<\/strong> Direktor des\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/FSB_(Geheimdienst)\">Inlandsgeheimdienstes FSB<\/a>, ab 26. M\u00e4rz 1999 au\u00dferdem Sekret\u00e4r des\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sicherheitsrat_der_Russischen_F%C3%B6deration\">Sicherheitsrates der Russischen F\u00f6deration<\/a>.<\/p>\n<p>Damit begannen die Provokationen gegen die Tschetschenische Republik Ichkeria und die Versch\u00e4rfung der politischen Beziehungen zwischen den L\u00e4ndern. Im russischen Budget des Jahres 1998 war der zweite Krieg schon vorgesehen.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 4. zum 5. Juli 1999 drangen russische Truppen aus der dagestanischen Stadt Kizlyar unter Versto\u00df gegen den Friedensvertrag in das Gebiet der ChRI ein und r\u00fcckten 10 km landeinw\u00e4rts vor. Dies war tats\u00e4chlich der Beginn des zweiten russisch-tschetschenischen Kriegs.<\/p>\n<p>Im Juli 1999 Russische Terroristengruppen begehen eine Reihe blutiger \u00dcberf\u00e4lle auf die Regionen Naursky und Shelkovsky der ChRI. Russische Terroristengruppen greifen an. Mehrere Menschen wurden get\u00f6tet. Schafherden werden in das Stawropol-Territorium und nach Dagestan entf\u00fchrt. Im Verlauf der Angriffe drohen die Russen mit milit\u00e4rischer Intervention gegen der ChRI.<\/p>\n<p>Am 7. August 1999 blockierten und belagerten russische Truppen die D\u00f6rfer Kararmakhi und Chabanmakhi in Dagestan, sie sind an der Grenze von ChRI. Ihnen wurde totale Zerst\u00f6rung angedroht. Als Reaktion auf den Ruf der umzingelten Einwohner von Kararmachi und Chabarmakhi marschierten bis 400 freiwillige K\u00e4mpfer (darunter auch die freiwillige dagestanische Widerstandsk\u00e4mpfer, die am ersten Krieg gegen Russland teilgenommen hatten) aus Tschetschenien ein, um Druck auf die russische Besatzungstruppe auszu\u00fcben und den belagerten D\u00f6rfern bei der Befreiung zu helfen.<\/p>\n<p>Der \u00dcbergriff wurde vom tschetschenischen Pr\u00e4sidenten <strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> sofort verurteilt.<\/p>\n<p>Am 9. August 1999 wurde <strong>Wladimir PUTIN<\/strong>, ehemaliger hochrangiger Geheimdienstmann, neuer russischer Ministerpr\u00e4sident. Er erkl\u00e4rte, dass es sich bei dem \u00dcbergriff in Dagestan um einen tschetschenischen Angriff gegen Russland gehandelt habe.<\/p>\n<p>Am 23. August 1999 verlie\u00dfen nach dem Ende der Aufgabe die Freiwillige aus Tschetschenien das Gebiet von Dagestan. Die Einwohner von diesen belagerten D\u00f6rfern sind befreit und nach Tschetschenien gefl\u00fcchtet.<\/p>\n<p>Am 25. August 1999 begann Russland mit aktiven Luftangriffen auf die Bergregionen der ChRI und mit Bombardierung der Hauptstadt Grosny.<\/p>\n<p>Am 4. September 1999 explodierte ein Haus in Buinaksk.<\/p>\n<p>Am 8. September 1999 explodierte das Hauses in Moskau auf der Stra\u00dfe. Guryanova.<\/p>\n<p>Am 13. September 1999 explodierte das Haus in Moskau an der Kashirskoye Schosse.<\/p>\n<p>Am 16. September 1999 explodierte das Haus in Wolgodonsk.<\/p>\n<p>Am 18. September 1999. Russland k\u00fcndigte eine milit\u00e4rische Blockade des ChRI-Territoriums an (Schaffung der sogenannten \u201eSanit\u00e4rzone\u201c um die Republik). Verst\u00e4rkte Einheiten der russischen Armee blockierten die russisch-tschetschenische Grenze von Dagestan, dem Stawropol-Territorium, Nordossetien und Inguschetien.<\/p>\n<p>Am 22. September 1999 wurde von der russischen Polizei die russische FSB-Terroristengruppe beim Versuch, ein Wohnhaus in Rjasan in die Luft zu jagen, erwischt und am 25. September verhaftet. Danach gab es keine weiteren Explosionen.<\/p>\n<p>Am 30. September 1999 Russland startete die sogenannte &#8222;Bodenoperation&#8220; gegen ChRI. Die Panzereinheiten der russischen Armee aus dem Gebiet Stawropol und Dagestan betraten das Gebiet der Bezirke Naursky und Shelkovsk<\/p>\n<p>Am 5. Oktober 1999 unterzeichnete der Pr\u00e4sident des ChRI <strong>Aslan MASCHADOW<\/strong> das Dekret \u201e\u00dcber die Einf\u00fchrung des Kriegsrechts in der tschetschenischen Republik Ichkeria.\u201c<\/p>\n<p><strong>Beginn des zweiten Russisch-Kriegs 1999-2009 <\/strong><\/p>\n<p>Dieser Krieg war viel grausamer als der Erste und forderte fast 200 000 Opfer. Die Republik wurde total zerst\u00f6rt. S\u00e4uberungsaktionen, Massaker, Entf\u00fchrungen, Folter und Morde waren an der Tagesordnung.\u00a0 \u00a0In diesen zwei Kriegen wurden ann\u00e4hernd 300 000 Menschen (darunter 42 000 Kinder) umgebracht, das waren 30 Prozent des tschetschenischen Volks. Weitere 30 Prozent fl\u00fcchteten ins Ausland, und der Rest lebt unter dem russischen Schrecken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14167\" aria-describedby=\"caption-attachment-14167\" style=\"width: 599px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14167 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0413\u0440\u043e\u0437\u043d\u044b\u0439-1996.jpg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"473\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0413\u0440\u043e\u0437\u043d\u044b\u0439-1996.jpg 599w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0413\u0440\u043e\u0437\u043d\u044b\u0439-1996-300x237.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/\u0413\u0440\u043e\u0437\u043d\u044b\u0439-1996-480x379.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14167\" class=\"wp-caption-text\">Das Foto von Grosny nach der Einnahme der russischen Truppen 2000 Jahr. Ende 2002<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die russischen Beh\u00f6rden und die OSZE konnten keine Einigung hinsichtlich der Verl\u00e4ngerung des am 31. Dezember ablaufenden Mandats der OSZE-Unterst\u00fctzungsgruppe in Tschetschenien erzielen, die daraufhin ihre T\u00e4tigkeit einstellen muss. Das Mandat der Gruppe beinhaltete unter anderem die F\u00f6rderung demokratischer Institutionen, des Schutzes der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit sowie Bem\u00fchungen um eine friedliche L\u00f6sung des Konflikts.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Igor IWANOW gab am Silvesternachmittag bekannt, Russland werde das auslaufende Tschetschenien-Mandat der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht verl\u00e4ngern. Bisher hatten OSZE-Mitarbeiter in Tschetschenien humanit\u00e4re und wirtschaftliche Projekte betreut, vor allem aber Menschenrechtsverletzungen untersucht.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Anschluss, <\/strong><strong>die\u00a0Annexion\u00a0des Tschetscheniens an Russland <\/strong><\/p>\n<p>Am\u00a0<strong>23.\u00a0M\u00e4rz 2003<\/strong>\u00a0f\u00fchrte Russland das sogenannte Referendum im besetzten Teil Tschetscheniens\u00a0durch aber in Bergregionen war der Krieg noch aktiv und dennoch gingen die K\u00e4mpfe weiter.<\/p>\n<p>Im besetzen Teil war die \u00fcbriggebliebene Zivilbev\u00f6lkerung in der Belagerung gezwungen, f\u00fcr eine Verfassung zu stimmen, nach der ihr Land Teil (Bundesland) der\u00a0Russischen F\u00f6deration ist. Wer anderes w\u00e4hlt, w\u00e4hlt den Krieg sagte <strong>Vladimir Putin<\/strong>.<\/p>\n<p>Die sogenannte Wahl des russischen Hauptmanns (des Bundeslandes) in besetzen, angeschlossenen Tschetschenien.<\/p>\n<p>Am 5. Oktober 2003 wurde in besetzten und angeschlossenen Tschetschenien ein russischer Hauptmann (Gauleiter) eingesetzt.<\/p>\n<p>Nur ein einziger Kandidat hatte \u00fcberhaupt eine realistische Chance, Achmad <strong>Kadyrow<\/strong>, der Wunschkandidat des Kremls. \u00a0Schlie\u00dflich wollte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin eine L\u00f6sung des Konfliktes f\u00fcr die internationale Gemeinschaft darstellen.<\/p>\n<p>Am 13. Februar 2004 wurde <strong>Zeilmann YANDARBIEW<\/strong>, Ex-Vize-Pr\u00e4sident der Tschetschenischen Republik, in der katarischen Hauptstadt Doha durch einen Terroranschlag eines russischen Sonderdienstes get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Am 9. Mai 2004 bei einer Milit\u00e4rparade in der Hauptstadt Grosny, anl\u00e4sslich des Feiertags zum sowjetischen Sieg \u00fcber das nationalsozialistische Deutschland, wurde der russische Hauptmann (Gauleiter) Achmad <strong>Kadyrow <\/strong>durch einen Bombenanschlag get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident <strong>Wladimir PUTIN<\/strong> drohte dem tschetschenischen Widerstand die Vergeltung an.<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> M\u00e4rz 2005\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 2005 kam im Dorf Tolstoi-Jurt infolge eines ungleichen Kampfes mit russischen Spezialeinheiten der gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident der tschetschenischen Republik Ichkeria <strong>Aslan MASCHADOW <\/strong>ums Leben.<\/p>\n<p>Am 17. Juni 2006 kam in der Stadt Argun der Vize- Pr\u00e4sident der tschetschenischen Republik Ichkeria <strong>Abdul Halim SADULAJEW<\/strong> in einem ungleichen Kampf mit russischen Truppen auch ums Leben.<\/p>\n<p>Doku <strong>Umarow<\/strong> war n\u00e4chster Nachfolger des Vizes-Pr\u00e4sidenten der Tschetschenischen Republik Itschkerien, bis er sich am 31. Oktober 2007 zum Emir des Kaukasus-Emirats erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Die Ausrufung des Emirats wurde von mehreren f\u00fchrenden Angeh\u00f6rigen der tschetschenischen Regierung (unter ihnen auch <strong>Achmed SAKAJEW<\/strong>) abgelehnt und verurteilt. Umarow wurde abgesetzt.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2007 wurde der Putin-treue Ramsan <strong>Kadyrow<\/strong>, Sohn von Achmad <strong>Kadyrow<\/strong>, als russischer Hauptmann (Gauleiter) des besetzten, angeschlossenen Tschetscheniens eingesetzt.<\/p>\n<p><strong><u>Achmed SAKAJEW<\/u><\/strong> ist weiterhin der Ministerpr\u00e4sident der tschetschenischen Exilregierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ruslan Berger<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem seit \u00fcber 400 Jahren herrschenden Konflikt zwischen Tschetschenen und Russen geht es in erster Linie um die Unabh\u00e4ngigkeitsbestrebungen der Region im Nordkaukasus. Neben diesem Aspekt spielt auch die Religion eine nicht unbedeutende Rolle, da die Mehrheit der Tschetschenen dem Islam angeh\u00f6rt. 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