{"id":2064,"date":"2017-08-22T15:17:03","date_gmt":"2017-08-22T13:17:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2064"},"modified":"2017-08-22T15:17:03","modified_gmt":"2017-08-22T13:17:03","slug":"prozess-georgier-erbeutete-in-postamt-264-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2064&lang=de","title":{"rendered":"Prozess: Georgier erbeutete in Postamt 264.000 Euro"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2065\" aria-describedby=\"caption-attachment-2065\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2065 size-medium\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro-300x242.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro-300x242.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro-768x620.jpg 768w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro-480x388.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro-619x500.jpg 619w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Geldsack-mit-Euro.jpg 915w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2065\" class=\"wp-caption-text\">(Quelle: shutterstock \/ urfin)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ein mit einer t\u00e4uschend echt aussehenden Spielzeugpistole bewaffneter T\u00e4ter hatte am 6. Oktober 2009 nicht weniger als 264.000 Euro erbeutet, ein Angesteller war eingeweiht. &#8222;Kommissar DNA&#8220; f\u00fchrte auf die Spur des mutma\u00dflichen Hauptt\u00e4ters.<\/strong><\/p>\n<p>Ein fast acht Jahre zur\u00fcckliegender \u00dcberfall auf ein Postamt in Wien-Ottakring ist am Dienstag am Landesgericht f\u00fcr Strafsachen verhandelt worden. Ein mit einer t\u00e4uschend echt aussehenden Spielzeugpistole bewaffneter T\u00e4ter hatte am 6. Oktober 2009 nicht weniger als 264.000 Euro erbeutet. Er hatte einen &#8222;heimlichen&#8220; Helfer &#8211; ein Postangestellter war eingeweiht und unterst\u00fctzte ihn nach Kr\u00e4ften.<\/p>\n<h4>Vor dem \u00dcberfall SMS ausgetauscht<\/h4>\n<p>Nun mussten sich die beiden M\u00e4nner vor einem Schwurgericht (Vorsitz: Martina Krainz) verantworten, nachdem &#8222;Kommissar DNA&#8220; zun\u00e4chst auf die Spur des unmittelbaren R\u00e4ubers gef\u00fchrt hatte. Der bewaffnete Mann hatte am Tatort seine genetischen Fingerabdr\u00fccke hinterlassen. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um einen geb\u00fcrtigen Georgier, der in Deutschland zwischenzeitlich wegen sieben Raub\u00fcberf\u00e4llen zu einer Freiheitsstrafe von f\u00fcnf Jahren und neun Monaten verurteilt worden war. Nachdem er diese verb\u00fc\u00dft hatte, wurde der 35-J\u00e4hrige den \u00f6sterreichischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Dass der R\u00e4uber im Postamt von einem Angestellten unterst\u00fctzt wurde, zeigte sich bei der Auswertung des Mobilfunkverkehrs des Georgiers. Die ermittelnden Kriminalisten stellten fest, dass der T\u00e4ter mit dem jungen Mann vor dem \u00dcberfall SMS ausgetauscht hatte. Damit konfrontiert, legte der 30-J\u00e4hrige, der 2010 seinen Dienst bei der Post quittiert hatte und seither als Buslenker besch\u00e4ftigt ist, ein Gest\u00e4ndnis ab. Er gab zu, am Raub beteiligt gewesen zu sein, behauptete jedoch, er sei dazu praktisch gezwungen worden.<\/p>\n<p>Diese Verantwortung hielt der von Verteidiger Alexander Philipp vertretene Ex-Postler nun auch vor den Geschworenen aufrecht. Hinter der Tat habe ein gewisser Hakan gestanden, den er in einer Bar in der Wiener Innenstadt kennengelernt h\u00e4tte. Dieser habe dort mit Geld um sich geschmissen, ein s\u00fcndteures Auto gefahren und damit sein Interesse geweckt. Nach mehreren Gespr\u00e4chen habe Hakan ihn eines Tages gefragt, ob er &#8222;schnelles Geld&#8220; machen wolle. Das habe er bejaht, erkl\u00e4rte der 30-J\u00e4hrige. Daraufhin habe Hakan ihm erkl\u00e4rt, dass er bei einem Diebstahl in seiner Filiale mithelfen m\u00fcsse. &#8222;Ich war schockiert&#8220;, erz\u00e4hlte der fr\u00fchere Postangestellte. Hakans Leibw\u00e4chter h\u00e4tten ihn aber &#8222;ein bisschen zusammengeschlagen&#8220; und damit letzten Endes dazu gebracht, sich auf die schiefe Bahn zu begeben: &#8222;Ich hab&#8216; mich selber in die Schei\u00dfe reingezogen. Und wenn du aus der Schei\u00dfe raus willst, geht es nicht mehr. Wenn sie dich bedrohen, bleibt dir nicht mehr viel \u00fcbrig.&#8220;<\/p>\n<h4>Zum Schein das Opfer gemimt<\/h4>\n<p>Der Darstellung des 30-J\u00e4hrigen zufolge soll Hakan in weiterer Folge den mitangeklagten Georgier als R\u00e4uber nominiert haben: &#8222;Mir hat der Hakan gesagt, da kommt ein Zweiter und den f\u00fchrst du in der Filiale herum.&#8220; So geschah es auch. Kurz vor Gesch\u00e4ftsschluss gelangte der gedungene T\u00e4ter \u00fcber den Hintereingang in die Filiale. Die Angestellten wurden bedroht, mit Klebeb\u00e4ndern gefesselt, wobei der eingeweihte Postler zum Schein das Opfer mimte und so tat, als w\u00fcrde er Anweisungen des Bewaffneten umsetzen. Eine weibliche Angestellte, die insgesamt drei Mal \u00fcberfallen wurde, ist seit mehreren Jahren berufsunf\u00e4hig. Sie leidet an einem posttraumatischen Belastungssyndrom.<\/p>\n<p>Der Georgier bekannte sich ebenfalls schuldig, behauptete jedoch, er sei davon ausgegangen, dass s\u00e4mtliche Angestellte vom \u00dcberfall wussten und das Ganze eine Inszenierung war. Auch der 35-J\u00e4hrige versicherte, er habe sich vor Hakan gef\u00fcrchtet. Von letzterem fehlt jede Spur. Der angebliche Strippenzieher konnte bisher nicht ausgeforscht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/www.kleinezeitung.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein mit einer t\u00e4uschend echt aussehenden Spielzeugpistole bewaffneter T\u00e4ter hatte am 6. Oktober 2009 nicht weniger als 264.000 Euro erbeutet, ein Angesteller war eingeweiht. &#8222;Kommissar DNA&#8220; f\u00fchrte auf die Spur des mutma\u00dflichen Hauptt\u00e4ters. 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