{"id":2070,"date":"2017-08-22T18:33:14","date_gmt":"2017-08-22T16:33:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2070"},"modified":"2017-08-22T18:33:14","modified_gmt":"2017-08-22T16:33:14","slug":"jugendstudie-laptop-und-smartphone-statt-fussball-und-radfahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2070&lang=de","title":{"rendered":"Jugendstudie: Laptop und Smartphone statt Fu\u00dfball und Radfahren"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2071\" aria-describedby=\"caption-attachment-2071\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2071 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kinder.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"183\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2071\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Natallia Vintsik\/fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Jugendliche verbringen immer mehr Zeit vor Bildschirmen \u2013 sozialer Hintergrund bestimmt Stundenausma\u00df mit.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Kinder und Jugendliche wird der Medienkonsum als Freizeitaktivit\u00e4t immer wichtiger. Im Schnitt besch\u00e4ftigen sie sich bis zu 10,3 Stunden pro Tag mit Handy, Tablet und Co. K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4ten wie Sport verlieren dabei an Bedeutung, hier kommen die Jugendlichen nur auf knapp \u00fcber f\u00fcnf Stunden pro Woche.<\/p>\n<p><strong>Medien dominieren Alltag<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die vorliegende Studie, k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlicht im renommierten Journal &#8222;Wiener klinische Wochenschrift \u2013 The Central European Journal of Medicine&#8220;, wurden 391 Heranwachsende im Alter zwischen zehn und 14 Jahren an vier Tiroler Schulen untersucht.<\/p>\n<p>Die erhobenen Daten der Studie zeigen, wie sehr der Medienkonsum den Alltag der Jugendlichen dominiert. Im Schnitt verf\u00fcgt jeder der Befragten \u00fcber f\u00fcnf bis sechs der folgenden Ger\u00e4te: Fernseher, Mobiltelefon, Smartphone, Tablet, PC oder Laptop, station\u00e4re und portable Spielkonsolen, CD-Spieler, MP3-Player und Radio. Die Anzahl der verf\u00fcgbaren Medien ist dabei unabh\u00e4ngig von Alter, Schultyp, m\u00f6glichem Migrationshintergrund und dem sozialen Status der Familien. &#8222;\u00dcber 60 Prozent der Kinder haben ein eigenes TV-Ger\u00e4t in ihrem Zimmer und sitzen bereits vor dem Schulbeginn vor dem Fernseher&#8220;, so Studienautor Klaus Greier im Gespr\u00e4ch mit dem STANDARD.<\/p>\n<p><strong>Hoher BMI \u2013 weniger Bewegung.<\/strong><\/p>\n<p>Das Forschungsteam hatte f\u00fcr die Studie zun\u00e4chst den Body-Mass-Index und die motorischen F\u00e4higkeiten der Jugendlichen bestimmt. Dabei zeigte sich, dass es hier kaum einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. 71,5 Prozent der Buben sind demnach normalgewichtig, bei den M\u00e4dchen sind es 75 Prozent.<\/p>\n<p>Danach wurden die Jugendlichen mittels Fragebogen zu ihrer Freizeitgestaltung befragt, dabei ergab sich Folgendes: Im Durchschnitt bet\u00e4tigen sich die Kinder und Jugendlichen an 4,4 Tagen der Woche sportlich und sind w\u00f6chentlich durchschnittlich \u00fcber einen Zeitraum von 5,1 Stunden aktiv. Die H\u00f6he des BMI ist in diesem Zusammenhang der signifikanteste Faktor. Au\u00dferdem gab insgesamt ein Viertel der Befragten an, dass sie in ihrem Leben nicht auf Sport verzichten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong> Parallelnutzung im Trend<\/strong><\/p>\n<p>Aus den Angaben der Jugendlichen zur Verwendung der ihnen verf\u00fcgbaren elektronischen Unterhaltungsmedien ergab sich eine durchschnittliche Gesamtnutzung von 10,3 Stunden pro Tag. Am Wochenende sind es sogar bis zu zw\u00f6lf Stunden. Der Konsum von Medien mit Bildschirmen macht davon unter der Woche im Durchschnitt 8,2 Stunden aus, am Wochenende sind es 9,9 Stunden. Die Gesamtwerte sind bei den Buben um 2,5 Stunden h\u00f6her als bei den M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Dabei gilt es zu beachten, dass die Jugendlichen immer st\u00e4rker dazu neigen, ihre Ger\u00e4te parallel zu nutzen. &#8222;Wir konnten erheben, dass die Jugendlichen heutzutage oft verschiedene Medien gleichzeitig im Einsatz haben&#8220;, erkl\u00e4rt Klaus Greier. Es sei demnach mittlerweile \u00fcblich, dass &#8222;Kinder zugleich den Fernseher oder Computer nutzen und parallel dazu mittels Smartphone oder Tablet aktiv sind&#8220;.<\/p>\n<p>Knapp ein Drittel, 31,1 Prozent der Befragten, sagte au\u00dferdem von sich selbst, dass sie ohne Smartphone nicht leben k\u00f6nnten. Die soziale Schicht oder ein m\u00f6glicher Migrationshintergrund spielten dabei keine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Unterschiede nach sozialem Milieu<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der soziale Hintergrund bei der Anzahl an Unterhaltungsmedien keinen Unterschied macht, ist er bei der Verwendungsdauer sehr wohl ausschlaggebend. Betrachtet man beispielsweise die Nutzungsdauer der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund getrennt voneinander, zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Hier stehen 12,8 Stunden unter der Woche und 15 Stunden am Wochenende bei Kindern mit Migrationshintergrund und 9,5 und 10,8 Stunden bei Kindern ohne Migrationshintergrund einander gegen\u00fcber. Noch deutlicher werden die Unterschiede sichtbar, wenn man den sozio\u00f6konomischen Status der Kinder betrachtet. In Haushalten, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, verbringen die Jugendlichen die geringste Zeit mit Medienkonsum, n\u00e4mlich durchschnittlich 7,4 Stunden pro Tag.<\/p>\n<p>Bei der durchschnittlichen Stundenanzahl, die die Jugendlichen mit Sport und Bewegung zubringen, zeigt sich der gleiche Trend. Die Kinder aus Akademikerhaushalten bewegen sich rund 6,2 Stunden pro Woche, die Kinder aus Familien ohne akademischen Hintergrund nur durchschnittlich 4,6 Stunden.<\/p>\n<p>Zusammenfassend betrachtet gehen starker Medienkonsum, ein hoher BMI-Wert und Migrationshintergrund mit geringerer sportlicher Aktivit\u00e4t und weniger motorischen F\u00e4higkeiten der Jugendlichen einher. Eine eindeutige Kausalit\u00e4t ist hierbei allerdings nicht nachweisbar. Denn der Medienkonsum beeinflusst die sportliche Aktivit\u00e4ten und die motorische F\u00e4higkeiten nicht per se. Eher handelt es sich dabei um einen &#8222;Zeitkiller&#8220; und ist damit Teil des komplexen Freizeitverhaltens von Jugendlichen. &#8211; derstandard.at\/2000062922614\/Jugendstudie-Laptop-und-Smartphone-statt-Fussball-und-Radfahren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/derstandard.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jugendliche verbringen immer mehr Zeit vor Bildschirmen \u2013 sozialer Hintergrund bestimmt Stundenausma\u00df mit.\u00a0 F\u00fcr Kinder und Jugendliche wird der Medienkonsum als Freizeitaktivit\u00e4t immer wichtiger. Im Schnitt besch\u00e4ftigen sie sich bis zu 10,3 Stunden pro Tag mit Handy, Tablet und Co. 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