{"id":2184,"date":"2017-08-25T17:35:36","date_gmt":"2017-08-25T15:35:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2184"},"modified":"2017-08-25T18:16:40","modified_gmt":"2017-08-25T16:16:40","slug":"tschetschenen-raus-aus-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2184&lang=de","title":{"rendered":"\u201eTschetschenen raus aus \u00d6sterreich\u201c"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2185\" aria-describedby=\"caption-attachment-2185\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2185 size-medium\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sobotka-Aktionsplan--300x170.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"170\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2185\" class=\"wp-caption-text\">Foto: APA\/HERBERT NEUBAUER \/<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u201eF\u00fcr Tschetschenen gibt es wohl \u00fcberhaupt keinen Grund f\u00fcr Asyl\u201c, laut Innenminister Sobotka. <\/strong><\/p>\n<p>K\u00fcrzlich wurden neun Tschetschenen in Wien und Nieder\u00f6sterreich festgenommen. Es wurden Vorw\u00fcrfe wie schwerer Betrug, Brandstiftung, Erpressung und N\u00f6tigung ge\u00e4u\u00dfert. Nach 16 Hausdurchsuchungen wurden Waffen und Bargeld gefunden.<\/p>\n<p>Die Fotos der Waffen in der Kronen Zeitung zeigen gew\u00f6hnliche K\u00fcchenmesser und ungef\u00e4hr 300 Euro in einem Schmuckk\u00e4stchen einer Frau liegen. Anhand dieser ach so gef\u00e4hrlichen \u201eWaffen\u201c, schlie\u00dft man daraus, dass diese M\u00e4nner einer Mafia angeh\u00f6ren. Wie es scheint hat Innenminister Sobotka noch nie mit einer Mafia zu tun gehabt, oder den Film \u201eDer Pate\u201c gesehen. H\u00e4tte er diesen Film gesehen oder h\u00e4tte \u00d6sterreich je mit einer echten Mafia zu tun gehabt, w\u00fcrde er selber merken, dass dieser Zeitungsartikel traurig und l\u00e4cherlich ist. Es ist m\u00f6glich, dass ein oder zwei der verhafteten M\u00e4nner eine kriminelle Vergangenheit haben oder ein oder zwei von ihnen tats\u00e4chlich kriminell sind. Meine Frage ist, wer gibt Ihnen das Recht, Herr Sobotka, zu behaupten, dass es f\u00fcr alle Tschetschenen keinen Grund f\u00fcr Asyl gibt, dass alle Tschetschenen abgeschoben werden m\u00fcssen? Kennen Sie jeden einzelnen der Tschetschenen, kennen Sie die Geschichte der Tschetschenen? Wie es aussieht tun Sie es nicht. Denn w\u00fcrden Sie die Geschichte kennen, w\u00fcssten Sie, dass es pro und anti russische Tschetschenen gibt.<br \/>\nDie Tschetschenen, die gegen das russische Regime sind, sind nicht aus freien St\u00fccken hier, oder weil sie einen Ortswechsel wollten. Sie sind aus dem Krieg geflohen. Die Menschen die sich informiert haben \u00fcber die Lage der Tschetschenen, die Menschen die ein wenig Mitleid haben und Empathie besitzen, wissen, dass in Tschetschenien eine Diktatur herrscht und kein Ort zum Leben ist.<\/p>\n<p>Die, die in der Zeitung unter \u201eTschetschene\u201c abgebildet werden sind keine Tschetschenen, das sind Russen. Sie werden als russischer Staatsb\u00fcrger registriert, das bedeutet, dass sie Russen sind. Weshalb wird nie jemand mit einem russischen Pass als Russe bezeichnet in den Zeitungen? Hat man einige der \u00d6sterreichischen Journalisten, damit beauftragt, in jedem Artikel mindestens zwei Mal das Wort \u201eTschetschene\u201c fallen zu lassen, oder wieso hei\u00dft es \u00fcberall: \u201eVermutlich waren es die Tschetschenen\u201c. Meistens waren sie es dann doch nicht, aber das muss ja keiner wissen und eine Entschuldigung f\u00fcr die Falsche Aussage kann man auch nicht erwarten. Es sind nur Tschetschenen, sind keine Menschen, k\u00f6nnen sich eh nicht wehren.<\/p>\n<p>Echt traurig mitanzusehen ist, dass Sie f\u00fcr \u00d6sterreich als der gro\u00dfe Held dastehen wollen, der die \u201eb\u00f6sen Tschetschenen\u201c vertrieben hat. Noch trauriger ist es zu sehen, dass viele ungebildete Menschen mit sehr wichtigen Meinungen, nat\u00fcrlich ihrer Ansicht nach, sich zu Wort melden wollen auf Sozialen Netzwerken. Selbstverst\u00e4ndlich, dass dabei nichts Gutes herauskommt. Kommentare wie: \u201eDieser Sobotka ist aber ein harter Mann. Mich w\u00fcrde nur interessieren, was Tschetschenen \u00fcberhaupt in \u00d6sterreich verloren haben.\u201c, oder \u201e9 Tschetschenen in Haft. Toll. Und die anderen 59991 laufen noch immer frei herum.\u201c Wenn man so etwas liest kann man nur Mitleid f\u00fcr solche Menschen empfinden. Es gibt so viele Bildungsm\u00f6glichkeiten in \u00d6sterreich, wo haben sich diese Menschen ihr Wissen angeeignet? In welcher Zeit sind sie stecken geblieben, dass sie solch unangemessene Bemerkungen machen wie: \u201eMan sollte alle 16.000 aus Wien einsammeln und allesamt abschieben\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2187\" aria-describedby=\"caption-attachment-2187\" style=\"width: 675px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2187\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/k34_o-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"675\" height=\"450\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2187\" class=\"wp-caption-text\">www.Ichkeria.at<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele Tschetschenen besuchen die Schule, studieren, gehen arbeiten, genauso wie die \u00d6sterreicher. Manche leben von Sozialgeldern, weil sie im Krieg keine Bildungsm\u00f6glichkeiten hatten. Genauso leben aber viele \u00d6sterreicher von Sozialgeldern. Viele Tschetschenen haben sich hier in \u00d6sterreich mit harter Arbeit ein Leben aufgebaut und viele Tschetschenen geben sich viel M\u00fche dies immer noch zu tun. Dank solchen Aussagen wie vom Herrn Sobotka und den Zeitungsartikeln oder besser gesagt den witzigen Geschichten aus den \u201c\u00d6sterreich\u201c und \u201c Heute\u201c Zeitungen, muss sich jeder 5. Tschetschene mit Vorurteilen herumschlagen. Wie kommt man dazu sich f\u00fcr die Tat eines Fremden rechtfertigen zu m\u00fcssen? In welchem Zeitalter leben wir hier?<\/p>\n<figure id=\"attachment_2186\" aria-describedby=\"caption-attachment-2186\" style=\"width: 744px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2186 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/-\u0432-\u0440\u0443\u0438\u043d\u0430\u0445-e1503677660112.jpg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"587\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2186\" class=\"wp-caption-text\">Stadt Grozny unter dem Ersten russisch-tschetschenischen Krieg im Jahr 1996. Quelle: jeremynicholl.photoshelter.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jedes Land war einmal in Not, auch einige \u00d6sterreicher mussten damals aus ihrem Land fliehen und um Asyl ansuchen. Niemand wei\u00df was in Zukunft passieren wird oder auf wessen Hilfe man sp\u00e4ter einmal angewiesen ist. Wir sind alle Menschen, wir machen alle Fehler, werden alle mit verschiedene Situationen konfrontiert. Am Ende des Tages sind wir aber alle gleich ob Tschetschene oder \u00d6sterreicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kheda Iskhanova, Studentin der WU<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kulturverein ICHKERIA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eF\u00fcr Tschetschenen gibt es wohl \u00fcberhaupt keinen Grund f\u00fcr Asyl\u201c, laut Innenminister Sobotka. K\u00fcrzlich wurden neun Tschetschenen in Wien und Nieder\u00f6sterreich festgenommen. Es wurden Vorw\u00fcrfe wie schwerer Betrug, Brandstiftung, Erpressung und N\u00f6tigung ge\u00e4u\u00dfert. Nach 16 Hausdurchsuchungen wurden Waffen und Bargeld gefunden. 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