{"id":2278,"date":"2017-08-28T12:42:10","date_gmt":"2017-08-28T10:42:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2278"},"modified":"2017-08-28T12:42:43","modified_gmt":"2017-08-28T10:42:43","slug":"gewaltvorwuerfe-mehr-als-100-tote-bei-gefechten-in-myanmar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=2278&lang=de","title":{"rendered":"Gewaltvorw\u00fcrfe: Mehr als 100 Tote bei Gefechten in Myanmar"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2279\" aria-describedby=\"caption-attachment-2279\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2279 size-medium\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan-300x200.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan-768x512.jpg 768w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan-480x320.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan-750x500.jpg 750w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Burma_Arakan.jpg 946w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2279\" class=\"wp-caption-text\">Unter den Augen eines burmesischen Soldaten verlassen bewaffnete Arakanesen ein brennendes Dorf. Bundesstaat Arakan, Burma, Juni 2012. \u00a9 2012 Private<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Muslimische Rohingya griffen Sicherheitskr\u00e4fte der Regierung an<\/strong><\/p>\n<p>Yangon \u2013 Bei Gefechten zwischen muslimischen Rohingya-Rebellen und Sicherheitskr\u00e4ften im Westen Myanmars hat es nach Beh\u00f6rdenangaben am Wochenende mehr als hundert Tote gegeben. Aufst\u00e4ndische Rohingya griffen demnach mehrere Polizeiwachen im Bundesstaat Rakhine an.<\/p>\n<p>De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi beschuldigt die Rohingya-Rebellen, dabei H\u00e4user niedergebrannt und Kinder als K\u00e4mpfer eingesetzt zu haben. Auf der Facebook-Seite ihres B\u00fcros waren am Montag mehrere Erkl\u00e4rungen zum Kampf der &#8222;Terroristen&#8220; gegen die Sicherheitskr\u00e4fte zu lesen.<\/p>\n<p>Zu sehen waren auch Fotos von angeblich von den Rebellen get\u00f6teten Zivilisten. Die Rebellenorganisation Arsa bestritt auf Twitter die Anschuldigungen. Vielmehr h\u00e4tten &#8222;brutale Soldaten&#8220; im Bundesstaat Rakhine zusammen mit buddhistischen &#8222;Extremisten&#8220; Rohingya-Dorfbewohner angegriffen, deren Eigentum gepl\u00fcndert und ihre H\u00e4user abgebrannt.<\/p>\n<p><strong> Fl\u00fcchtlinge am Grenz\u00fcbergang<\/strong><\/p>\n<p>Tausende Rohingya flohen vor der Gewalt in Richtung Bangladesch. Doch die dortigen Sicherheitskr\u00e4fte nahmen die Menschen zum Teil fest. Rund 70 Rohingya wurden wieder nach Myanmar abgeschoben. Myanmars Armeechef Min Aung Hlaing erkl\u00e4rte, Soldaten und Polizisten h\u00e4tten gemeinsam gegen die &#8222;Terroristen&#8220; gek\u00e4mpft. Die Angreifer waren nach seinen Angaben mit Schusswaffen und selbstgebauten Sprengs\u00e4tzen bewaffnet. Laut Armee t\u00f6teten sie mindestens ein Dutzend Sicherheitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Allein am Grenz\u00fcbergang Ukhiya in Bangladesch trafen nach Angaben der Grenztruppen mehr als tausend Frauen der Minderheit mit Kindern und Vieh ein. Im Grenzgebiet Ghumdhum schossen Soldaten aus Myanmar auf die Fl\u00fcchtenden. Vielen gelang jedoch die Grenz\u00fcberquerung. Etwa vier Kilometer vom Fl\u00fcchtlingslager Kutupalong in Bangladesch entfernt nahm die Polizei 70 Fl\u00fcchtlinge fest. Polizeichef Abu Khaer sagte der Nachrichtenagentur AFP, alle 70 seien zwangsweise nach Myanmar zur\u00fcckgebracht worden.<\/p>\n<p><strong> Bangladesch nahm 400.000 Menschen auf<\/strong><\/p>\n<p>Im Lager Kutupalong leben tausende Rohingya unter erb\u00e4rmlichen Bedingungen. Bangladesch hat insgesamt etwa 400.000 Rohingya-Fl\u00fcchtlinge aufgenommen. Ein Regierungsvertreter sagte der AFP, dass die Beh\u00f6rden im Grenzbezirk zu Myanmar angewiesen worden seien, keine &#8222;illegalen Grenz\u00fcbertritte&#8220; zuzulassen. Dort befinden sich mehrere gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingscamps.<\/p>\n<p>In Rakhine wurden unterdessen auch sechs Mitglieder einer Hindu-Familie \u2013 darunter eine Frau und drei Kinder \u2013 Opfer der Gewalt. Ihre von Kugeln durchsiebten Leichen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Aufst\u00e4ndische Rohingya h\u00e4tten die Familie erschossen, sagte ein Verwandter.<\/p>\n<p><strong>Bittere Armut<\/strong><\/p>\n<p>In Rakhine leben etwa eine Million Rohingya in bitterer Armut. Sie gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Myanmar betrachten sie als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele Rohingya schon seit Generationen in Myanmar leben.<\/p>\n<p>Grenzposten in Rakhine waren bereits im Oktober 2016 angegriffen worden, woraufhin die Armee eine Offensive einleitete. Zehntausende flohen vor den K\u00e4mpfen. Die Spannungen in dem Bundesstaat nahmen in den vergangenen Wochen weiter zu. Nach mehreren t\u00f6dlichen Angriffen verlegte die Armee Mitte August weitere Truppen in die Region. Die Uno zeigte sich besorgt und rief die Regierung zur Achtung der Menschenrechte der Rohingya auf.<\/p>\n<p>Eine Kommission unter Leitung des fr\u00fcheren UN-Generalsekret\u00e4rs Kofi Annan hatte am Donnerstag einen Bericht zur Lage der Minderheit in Rakhine ver\u00f6ffentlicht. In der von der Regierung in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert das Gremium, den Rohingya mehr Rechte zuzugestehen, um eine Radikalisierung zu verhindern. Den neuerlichen Gewaltausbruch nannte Annan eine &#8222;beunruhigende Eskalation&#8220;. Er rief zu einem Gewaltverzicht auf und forderte die Sicherheitskr\u00e4fte zur Zur\u00fcckhaltung auf.<\/p>\n<p>http:\/\/derstandard.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muslimische Rohingya griffen Sicherheitskr\u00e4fte der Regierung an Yangon \u2013 Bei Gefechten zwischen muslimischen Rohingya-Rebellen und Sicherheitskr\u00e4ften im Westen Myanmars hat es nach Beh\u00f6rdenangaben am Wochenende mehr als hundert Tote gegeben. Aufst\u00e4ndische Rohingya griffen demnach mehrere Polizeiwachen im Bundesstaat Rakhine an. De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi beschuldigt die Rohingya-Rebellen, dabei H\u00e4user niedergebrannt und Kinder als K\u00e4mpfer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-2278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2278"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2280,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2278\/revisions\/2280"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ichkeria.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}