{"id":3030,"date":"2017-09-28T13:03:32","date_gmt":"2017-09-28T11:03:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=3030"},"modified":"2017-09-28T13:04:13","modified_gmt":"2017-09-28T11:04:13","slug":"ihre-rechte-in-der-probezeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=3030&lang=de","title":{"rendered":"Ihre Rechte in der Probezeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"teaser\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3031 alignleft\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/kuendigung-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Die Probezeit und was es da zu beachten gilt, ist diesmal das Thema in \u201eGanz auf Ihrer Seite\u201c. Am Beispiel von Frau Lercher beleuchten die Experten der Arbeiterkammer Wien f\u00fcr uns die Probezeit und worauf man zu achten hat.<\/strong><\/p>\n<p>Frau Lercher hat vor wenigen Wochen eine neue Stelle in einem Handelsunternehmen gefunden. Da die Stelle nicht das ist was sich Frau Lercher erwartet \u00fcberlegt sie das aktuelle Arbeitsverh\u00e4ltnis zu beenden. Was muss Frau Lercher alles bedenken, um hier keinen juristischen Fehler zu machen, der sie vielleicht Geld kosten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Da sich Frau Lercher in der Probezeit befindet, darf sie das Arbeitsverh\u00e4ltnis jederzeit ohne Angaben von Gr\u00fcnden beenden. Dasselbe Recht h\u00e4tte \u00fcbrigens der Arbeitgeber auch. Das wollte sie auch tun, allerdings meinte ihr Chef, dass eine Probezeit vereinbart werden m\u00fcsse. Da dies im Vertrag aber nicht geschehen ist, m\u00fcsse sie nun die ganz normale K\u00fcndigungsfrist von einem Monat zum Monatsletzten einhalten.<\/p>\n<div class=\"fact\"><\/div>\n<p>Grunds\u00e4tzlich hat der Chef von Frau Lercher Recht. Eine Probezeit oder dar\u00fcberhinausgehende Befristungen m\u00fcssen vertraglich vereinbart werden. Ansonsten handelt es sich um ein unbefristetes Arbeitsverh\u00e4ltnis. Ein solches kann dann tats\u00e4chlich nur durch den Ausspruch einer K\u00fcndigung von den jeweiligen Vertragspartnern gel\u00f6st\/beendet werden. Dies immer unter Einhaltung der jeweils gebotenen K\u00fcndigungsfrist.<\/p>\n<div class=\"image body\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\u00a9 colourbox.de\" src=\"http:\/\/oekastatic.orf.at\/static\/images\/site\/oeka\/20161042\/ak1ausbildung.5531224.jpg\" alt=\"Chef und Lehrling\" width=\"472\" height=\"315\" \/><\/p>\n<p class=\"credit\">colourbox.de<\/p>\n<\/div>\n<p>Im Fall von Frau Lercher gibt es einen bedeutenden Unterschied. Sie ist im Handel besch\u00e4ftigt und dort sieht der Kollektivvertrag sowohl f\u00fcr Angestellte als auch f\u00fcr Arbeiter automatisch einen Probemonat vor. Und der gilt selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr beide Seiten. Das hei\u00dft, sowohl Frau Lercher als auch ihr Arbeitgeber k\u00f6nnen innerhalb des ersten Monats das Arbeitsverh\u00e4ltnis jederzeit, somit ohne Einhaltung einer Frist, l\u00f6sen. Sprich, Frau Lercher kann bereits am n\u00e4chsten Tag bei einem neuen Arbeitgeber zu arbeiten beginnen.<\/p>\n<p>Als ArbeitnehmerIn beziehe ich meinen Lohn, mein Gehalt genau f\u00fcr jene Tage, die ich gearbeitet habe. Dazu k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden, je nach Kollektivvertrag, noch aliquote Zahlungen f\u00fcr Weihnachts- und Urlaubsgeld kommen sowie eine Abgeltung des in dem kurzen Zeitraum angesammelten Urlaubs.<\/p>\n<h2>Neue Firma, neue Probezeit?<\/h2>\n<p>Kommt darauf an. Aber vermutlich schon, denn der oben beschriebene Sachverhalt, dass ein Arbeitsvertrag keine Probezeit beinhaltet, ist eher die Ausnahme. Zumeist sichern sich auch Arbeitgeber ab, um hier in aller Ruhe die F\u00e4higkeiten eines neuen Mitarbeiters zu testen. Die maximale Dauer darf einen Monat betragen. Alles, was dar\u00fcber hinaus geht, k\u00f6nnte maximal als Befristung gewertet werden.<\/p>\n<p>Der Regelfall bei Angestellten ist folgende Vereinbarung: Ein Monat Probezeit, anschlie\u00dfend noch zwei weitere Monate Befristung und erst dann geht das Arbeitsverh\u00e4ltnis in ein unbefristetes \u00fcber. Das hei\u00dft aber, sollten beide Parteien im ersten Monat keine Aufl\u00f6sung vollziehen, l\u00e4uft das Arbeitsverh\u00e4ltnis jedenfalls bis zum Ablauf des dritten Monats weiter. Eine kurzfristige Beendigung davor w\u00e4re einseitig nicht zul\u00e4ssig.<\/p>\n<h2>Schnuppertag versus Probemonat<\/h2>\n<p>Ein Schnuppertag dient dazu, dass man einander gegenseitig kennenlernt. Man geht also in einen Betrieb um sich dort die zu verrichtenden T\u00e4tigkeiten und Arbeitsweisen anzusehen, die Betriebsr\u00e4umlichkeiten zu besichtigen, die Arbeitskollegen bei der Arbeit zu beobachten. So kann man das Arbeitsumfeld, Chef oder Chefin, die Kollegen und deren Umgang miteinander und das Betriebsklima kennenlernen.<\/p>\n<p>Allenfalls probiert man auch einige Arbeitsschritte selbst aus und kann so seine F\u00e4higkeiten, sein K\u00f6nnen herzeigen und die eigene Pers\u00f6nlichkeiten pr\u00e4sentieren. Man \u201ebeschnuppert\u201c einander dabei quasi gegenseitig und daher kommt auch der Ausdruck Schnupperarbeiten. Daf\u00fcr bekomme ich aber kein Geld. So ist zumindest die Idee des Gesetzgebers dahinter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wien.arbeiterkammer.at\/\">Arbeiterkammer<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/wien.orf.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Probezeit und was es da zu beachten gilt, ist diesmal das Thema in \u201eGanz auf Ihrer Seite\u201c. Am Beispiel von Frau Lercher beleuchten die Experten der Arbeiterkammer Wien f\u00fcr uns die Probezeit und worauf man zu achten hat. 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