{"id":344,"date":"2017-07-05T07:56:14","date_gmt":"2017-07-05T04:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=344"},"modified":"2017-07-05T08:00:40","modified_gmt":"2017-07-05T05:00:40","slug":"der-genozid-am-tschetschenischen-volk-im-jahre-1944-archivdokumente","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=344&lang=de","title":{"rendered":"Der Genozid am Tschetschenischen Volk im Jahre 1944 (Archivdokumente)"},"content":{"rendered":"<p>Der 23. Februar 1944 ist der tragischste Tag in der Geschichte der Tschetschenen und Inguschen (Waynachen). An diesem unvergesslichen Tag begannen auf direkten Befehl des sowjetischen Staatsoberhauptes Josef Stalin die Deportation des gesamten tschetschenischen und inguschischen Volkes nach Kasachstan und Kirgisistan und die einhergehende Liquidierung der nationalen Staatsgewalt (Tschetscheno-Inguschien Autonome Sozialistische Sowjetrepublik). Das gesamte Volk wurde offiziell des \u201cVerrats und der Massenkollaboration mit den deutschen Faschisten\u201d bezichtigt.<span id=\"more-698\"><\/span><\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung erfolgte trotz der Tatsache, dass \u201cin den Jahren 1941 bis 1944 40.000 Tschetschenen in der roten Armee k\u00e4mpften\u201d wohingegen nur \u201c450 Bewaffnete gegen die Sowjets k\u00e4mpften\u201d (dem tschetschenischen Historiker Dalkhan Khozhaev zufolge, der im Jahre 2000 zum M\u00e4rtyrer wurde [inshaAllah]).<\/p>\n<p>Bei der Evakuierungsoperation der Tschetschenen und Inguschen (Codename: \u201cChechevitsa\u201d [Operation Linse]), nahmen bis zu 20.000 Mitarbeiter der NKVD (Innenministerium der UdSSR), der NKGB (Volkskommissariat f\u00fcr Staatssicherheit) und der SMERSCH (milit\u00e4rischer Nachrichtendienst der Sowjetunion) teil, sowie weitere 100.000 Soldaten der Armeeeinheiten. Die Kommandeure der Operation geh\u00f6rten zum Innenministerium der UdSSR, der sowjetische Generalbeauftragte der Staatssicherheit Lawrenti Pawlowitsch Berija und seine Delegierten I. A. Serov, B. Z. Kabulov und S. S. Mamulov.<\/p>\n<p>Die Grausamkeit von Stalins Gefolgsm\u00e4nnern w\u00e4hrend der Operation \u201eChechevitsa\u201c (Operation Linse) wird an der Trag\u00f6die des Dorfes Chaibach deutlich. Hier wurden am 27. Februar 1944 mehr als 700 Dorfbewohner (zum gr\u00f6\u00dften Teil \u00e4ltere Menschen, Frauen und Kinder) vom abgelegenen Bergdorf des Bezirks Galanchozh zu Tode verbrannt. Zu diesem Zweck wurden sie vorab in St\u00e4llen zusammengepfercht (die Befehle zu diesem abscheulichen Verbrechen wurden von Berija und Serov erteilt).<\/p>\n<p>Dalkhan Khozhaev zufolge \u201cstarben 280.000 von 408.000 Tschetschenen bei der Zwangsr\u00e4umung. Das ist ein Anteil von 50 \u2013 60% an der Bev\u00f6lkerung.\u201d<\/p>\n<p>Der 23. Februar 1994, der 50. Jahrestag der Deportation der Waynachen, war der letzte Tag der Trauer und des Leids der Tschetschenen (Tschetschenisch: Tezetan de \u2013 \u0422\u0435\u0437\u0435\u0442\u0430\u043d \u0434\u0435 = Tag der Trauer bzw. des Begr\u00e4bnisses). Anstatt dessen wurde die tschetschenische Nation aufgrund eines Dekrets des Pr\u00e4sidenten der Tschetschenischen Republik Itschkeria (ChRI), Dschochar Dudajew, wiederbelebt (Tschetschenisch: Noxchiyn k\u2019am yuxamettax1ottaran de = \u041d\u043e\u0445\u0447\u0438\u0439\u043d \u043a\u044a\u0430\u043c \u044e\u0445\u0430\u043c\u0435\u0442\u0442\u0430\u0445I\u043e\u0442\u0442\u0430\u0440\u0430\u043d \u0434\u0435 = Tag der Wiedergutmachung f\u00fcr die tschetschenische Nation).<\/p>\n<p>Jedoch im Herbst 1994 wurde der Genozid am tschetschenischen Volk in Form eines russisch-tschetschenischen Kriegs fortgesetzt. Dieser wurde vom Kreml angeordnet, um \u201edie verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung\u201c im souver\u00e4nen ChRI wiederherzustellen. Seit dem Sommer 1999 befindet sich der Krieg in der zweiten Phase der sogenannten \u201eAnti-Terroristen-Operation\u201c. Putins Genozid setzte das Erbe von Jelzins Genozid fort.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass am 26. Februar 2004 (60 Jahre nach der Vertreibung) das Europ\u00e4ische Parlament ein Dekret verabschiedet hat, welches die von Stalin angeordnete Deportation der Waynachen als Genozid anerkennt. Aber Jelzins und Putins Genozide am tschetschenischen Volk gehen bis zum heutigen Tag weiter und hatten bisher 250.000 Tote zur Folge. Das Europ\u00e4ische Parlament wird dies in absehbarer Zeit nicht anerkennen. Gott bewahre uns davor, dass es weitere 60 Jahre dauert.<\/p>\n<p>Bei den Tschetschenen gibt es eine Redewendung: \u201cSih a ma lo, vits a ma lo\u201d (\u201cDo not hurry, but do not forget\u201d). Und die W\u00f6rter: \u201cD\u00f6lxur dats! Duxur dats! Dits a diyr dats!\u201d (Wir werden nicht weinen! Wir werden nicht vergessen! Wir werden nicht vergeben!) sind auf einer Mauer, die auf der Gedenkst\u00e4tte in Grosny f\u00fcr die Genozid-Opfer von 1944 steht, eingemei\u00dfelt. Das entstand auf Initiative des ersten Pr\u00e4sidenten der Tschetschenischen Republik Itschkeria, Dschochar Dudajew.<\/p>\n<p>Im Hinblick darauf weisen wir unsere Leser auf Archivdokumente der Sowjetunion und der KPdSU (Kommunistischen Partei der Sowjetunion) hin, die die Deportation der Tschetschenen und Inguschen am 23. Februar 1944 betreffen.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>TOP SECRET<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nationaler Verteidigungsausschuss<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das GKO-Dekret Nr. 5074ss, 31. Januar 1944<\/strong><br \/>\n<strong>Der Kreml, Moskau<\/strong><\/p>\n<p>Der Nationale Verteidigungsausschuss hat entschieden:<\/p>\n<p>1. Verpflichten Sie Narkomzem (Volkskommissariat f\u00fcr Landwirtschaft) der UdSSR (Genosse Andreev), NKMMprom (Volkskommissariat der Fleisch- und Milchindustrie) der UdSSR (Genosse Smirnov), Narkomsovkhozov (Volkskommissariat der Kolchosen) der UdSSR (Genosse Lobanov) und Narkomzag (Volkskommissariat f\u00fcr Beschaffung) der UdSSR (Genosse Subbotin) den speziellen Siedlern des Nordkaukasus an den Orten und zu den Zeiten, wie mit der NKVD UdSSR vereinbart, Viehbestand und landwirtschaftliche Produkte abzunehmen, mit der Ausgabe von Wechselbelegen.<\/p>\n<p>F\u00fchren Sie die \u00dcbernahme des gesamten Besitztums, wie auch die Sch\u00e4tzung des Besitzes zusammen mit den speziellen Siedlern durch \u2013 in \u00dcbereinstimmung mit den Entscheidungen des Volkskommissariats der UdSSR vom 14. Oktober 1943, Nr. 1118-842ss.<\/p>\n<p>Verpflichten Sie das Volkskommissariat der UdSSR, die NKMMprom, Narkomzag und Narkomsovhozov der UdSSR, die mit der NKVD abgestimmten Daten vorzubereiten und zu \u00fcbermitteln, spezielle Gruppen mit einer ausreichenden Anzahl von Arbeitern zu bilden und Formulare zur Registrierung des Erhalts von Rindern und landwirtschaftlichen Produkten der speziellen Siedler als Wechselbeleg zu erstellen.<\/p>\n<p>2. Schicken Sie in den Nordkaukasus \u2013 zur Organisation und Verwaltung der Abnahme von Vieh, landwirtschaftlichen Produkten und anderen Besitzt\u00fcmern der speziellen Siedler \u2013 die Sovnarkom\/SNK, wie folgt: den Vorsitzenden, den Ersten Stellvertreter des Volkskommissariats der RSFSR (Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik) Genossen Gritsenko und seine Repr\u00e4sentanten: vom Volkskommissariat der UdSSR \u2013 den Abgeordneten des Volkskommissars Genossen Penzin, von der NKMMprom \u2013 das Ratsmitglied Genosse Nadyarnyh, von der Narkomsovhozov der UdSSR \u2013 den Abgeordneten des Volkskommissariats Genossen Kabanov, von der Narkomzag \u2013 das Ratsmitglied Genosse Pustalov.<\/p>\n<p>3. Verpflichten Sie die NKPS (Genosse Kaganovich) den Transport der speziellen Siedler vom Nordkaukasus zur Kasachischen und Kirgisischen SSR mit Spezialtransportz\u00fcgen, die ausgestattet sind f\u00fcr den Transport von Menschen, zu organisieren.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Z\u00fcge, die Termine f\u00fcr die Waggons zur \u00dcbergabe, Be- und Entladung liegen der NKVD vor.<\/p>\n<p>Die Zahlungen f\u00fcr die Transporte richten sich nach der Anzahl der Transporte der Gefangenen.<\/p>\n<p>Verpflichten Sie die NKPS und die TsUPVOSO (Zentralabteilung f\u00fcr milit\u00e4rische Transporte) \u2013 Genossen Khrulev \u2013 die Zugfahrten zu ihren Bestimmungsorten auf Seiten des Milit\u00e4rs sicherzustellen, einhergehend mit einer speziellen Abfertigung zur \u00dcberwachung ihrer Fortbewegung.<\/p>\n<p>4. Verpflichten Sie Narkomtorg (Volkskommissariat f\u00fcr Handel) der UdSSR, unter der pers\u00f6nlichen Verantwortung des Genossen Lyubimov sicherzustellen, dass hei\u00dfes Essen und hei\u00dfes Wasser f\u00fcr vorbeifahrende Z\u00fcge mit speziellen Siedlern bereitgestellt werden, gem\u00e4\u00df den Terminpl\u00e4nen der Z\u00fcge, die durch die NKVD der UdSSR und dem Volkskommissariat erstellt werden.<\/p>\n<p>Senden Sie, sp\u00e4testens zum 1. Februar, den rang\u00e4ltesten Repr\u00e4sentanten der Narkomtorg zu den Orten entlang der Zugstrecken, um organisatorische und vorbereitende Arbeiten zu verrichten und die Bereitschaft von Nahrungsmitteln und Eisenbahnkantinen f\u00fcr die Bedienung der Z\u00fcge mit den speziellen Siedlern zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>5. Verpflichten Sie das Volkskommissariat der UdSSR, unter der pers\u00f6nlichen Verantwortung des Genossen Miterev und zu den mit der NKVD abgestimmten Zeiten, die Versorgung von jedem Zug, der beladen ist mit speziellen Siedlern, mit einem Arzt und zwei Krankenschwestern, einem Bestand an medizinischen und sanitarischen Artikeln sicherzustellen und Stationen f\u00fcr sanitarische Behandlungen und Isolatoren der Narkomzdrav (Volkskommissariat f\u00fcr Gesundheit und Medizin) entlang der Zugstrecken einzurichten.<\/p>\n<p>6. Verpflichten Sie die Generaldirektion f\u00fcr staatliche Materialreserven der UdSSR unter der Sovnarkom der UdSSR (Genosse Danchenko) 4000 Tonnen Treibstoff von den Staatsreserven f\u00fcr die NKVD, 500 Tonnen Treibstoff f\u00fcr die SNK der Kasachischen SSR und 150 Tonnen f\u00fcr die SNK Kirgisistan f\u00fcr ihre spezielle Arbeit zu entnehmen.<\/p>\n<p>Verpflichten Sie Glavneftesnab (Zentralverwaltung f\u00fcr \u00d6l und Raffinerieprodukte) unter der Sovnarkom der UdSSR (Genosse Shirokov) in Abstimmung mit der NKVD, der SNK der Kasachischen SSR und der SNK der Kirgisischen SSR rechtzeitig Treibstoff in Spezial-Tanks zu den vereinbarten Orten zu verschiffen \u2013 im Februar 1944 f\u00fcr die NKVD und bis 15. Februar 1944 f\u00fcr die SNK der Kasachischen SSR und der Kirgisischen SSR.<\/p>\n<p>7. Verpflichten Sie das Volkskommissariat der UdSSR (Genosse Zverev) im Februar 1944 vorab 80 Mio. Rubel von den Reserven der Sovnarkom f\u00fcr die Spezialarbeit der NKVD freizugeben.<\/p>\n<p>Verpflichten Sie das Volkskommissariat der UdSSR (Genosse Zverev), und die NKVD (Genosse Chernyshov) dem Volkskommissar der UdSSR innerhalb einer Frist von 5 Tagen einen gemeinsamen Vorschlag vorzulegen f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche Bereitstellung von Finanzmitteln f\u00fcr die Spezialarbeit der NKVD.<\/p>\n<p>8. Verpflichten Sie das Volkskommissariat der UdSSR (Genosse Andreev) 350 Pferde (der speziellen Siedler des Nordkaukasus), einsatzbereit f\u00fcr den milit\u00e4rischen Dienst, an die Kavallerieeinheiten der Landwehr der NKVD zu \u00fcberbringen.<\/p>\n<p>Erster Stellvertreter der Landesverteidigung<br \/>\nMolotov<\/p>\n<p>Gesendet an die Genossen Molotov, Malenkov, Beria, Voznesensky, Skvortsov, Undasynov, Bogdanov, Vagov, Kulatov, Pchelkin, Andreev, Benediktov, Kosygin, Smirnov, Lobanov, Subbotin, Gritsenko, Chadayev \u2013 alle: Shamberg, Popov, Shatalin, Zverev, Genzin, Nadyarnyh, Kabanov (Volkskommissariat der Landwirtschaftsgro\u00dfbetriebe im Staatsbesitz), Pustovalov, Kaganovich, Khrushchev, Izmailov, Golubev, Lyubimov, Miterev, Danchenko, Shirokov, Sokolov, Chernyshov \u2013 jeweils.<\/p>\n<p>27 Mernilov \u2013 NKGB \u2013 alle.<br \/>\n<em>RTsHIDNI. F.644. Op.1. D.200. L.13-15.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Nationaler Verteidigungsausschuss<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Genossen Stalin<\/strong><\/p>\n<p><strong>17. Februar 1944<\/strong><\/p>\n<p>Die Vorbereitung der Operation zur R\u00e4umung bzw. Ausweisung der Tschetschenen und Inguschen geht zu Ende. Gem\u00e4\u00df Abkl\u00e4rung wird die Umsiedlung von 459.486 Menschen verantwortet, inklusive derer, die in den Grenzgebieten von Dagestan zu Tschetscheno-Inguschetien und Wladikawkas-Stadt leben.<\/p>\n<p>Aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe dieser Unternehmung und der Besonderheiten der Berge wurde entschieden, R\u00e4umungen (inklusive der Beladung der Menschen in die Z\u00fcge) innerhalb von 8 Tagen vorzunehmen, w\u00e4hrend die Operation im gesamten Flachland und den Fu\u00dffl\u00e4chen und zum Teil im Gebirge in den ersten 3 Tagen abgeschlossen sein wird. Dies betrifft 300.000 Menschen.<\/p>\n<p>In den restlichen 4 Tagen wird die R\u00e4umung im gesamten Gebirge durchgef\u00fchrt. Davon sind die verbleibenden 150.000 Menschen betroffen.<\/p>\n<p>Das Gebirge wird im Voraus abgesperrt.<\/p>\n<p>An der R\u00e4umung werden vornehmlich 6.000 bis 7.000 Dagestaner und 3.000 Osseten von Kolchosen (Anmerkung: kollektiv betriebener Landwirtschaftsbetrieb) und Sowchosen (Anmerkung: staatlich betriebener Landwirtschaftsbetrieb) in Dagestan und Nordossetien, die an Tschetscheno-Inguschetien grenzen, wie auch l\u00e4ndliche russische Aktivisten aus den Siedlungen teilnehmen.<\/p>\n<p>Aufgrund der Ernsthaftigkeit dieser Operation, erlauben Sie uns bitte unsere Stellung zu halten bis die Operation abgeschlossen ist, zumindest ein Gro\u00dfteil, das w\u00e4re bis 26. \/27. Februar 1944.<\/p>\n<p><strong>L. Beria<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.9401. Op.2. D.64. L.167.<\/em><\/p>\n<p><strong>****<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nationaler Verteidigungsausschuss<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Genossen Stalin<\/strong><\/p>\n<p><strong>22. Februar 1944<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr eine erfolgreiche Operation zur Ausweisung der Tschetschenen und Inguschen wurde, Ihren Befehlen folgend, zus\u00e4tzlich zu den Aktivit\u00e4ten der KGB und den Truppen folgendes durchgef\u00fchrt:<\/p>\n<p>1. 1. Molaev, der Vorsitzende des Volkskommissariats der Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Republik wurde \u00fcber die Regierungsentscheidung, die Tschetschenen und Inguschen auszuweisen und die Beweggr\u00fcnde, die dieser Entscheidung zugrundeliegen, unterrichtet.<\/p>\n<p>Molaev war in Tr\u00e4nen nach Erhalt meiner Nachricht, aber hat sich zusammengerissen und versprochen, alle anstehenden Aufgaben in Verbindung mit der Ausweisung zu erf\u00fcllen. Danach wurden in Grosny in Zusammenarbeit mit ihm neun Befehlshaber der Tschetschenen und Inguschen ernannt, zusammengerufen und \u00fcber die Ausweisung der Tschetschenen und Inguschen sowie \u00fcber die Gr\u00fcnde informiert.<\/p>\n<p>40 Partei- und Sowjetmitarbeiter der Tschetschenen und Inguschen haben wir den 24 Bezirken zugeordnet, mit der Beauftragung, 2 \u2013 3 lokale Aktivisten f\u00fcr die Propaganda an diversen Orten zu ernennen.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che wurden mit den einflussreichsten tschetschenisch-inguschischen h\u00f6heren Geistlichen B. Arsanov, A.-G. Yandarov und A. Gaysumov gef\u00fchrt. Sie wurden aufgerufen, \u00fcber die Mullahs und andere lokale Obrigkeiten Unterst\u00fctzung zu leisten.<\/p>\n<p>Die R\u00e4umungen beginnen am 23. Februar des Jahres in der D\u00e4mmerung. Es wird vorausgesetzt, dass die Regionen abgesperrt werden, um zu verhindern, dass die Bev\u00f6lkerung die Siedlungsgebiete verl\u00e4sst. Die Bev\u00f6lkerung wird zu einer Versammlung eingeladen. Zum Einen wird die Versammlung dazu genutzt, um verschiedene Dinge einzusammeln, zum Anderen werden sie entwaffnet und zu den Beladungsorten gebracht. Ich glaube daran, dass die Operation zur R\u00e4umung der Tschetschenen und Inguschen erfolgreich verlaufen wird.<\/p>\n<p><strong>Beria<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.2. D.64. L.166.<\/em><\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nationaler Verteidigungsausschuss<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Genossen Stalin<\/strong><\/p>\n<p><strong>26. Februar 1944<\/strong><\/p>\n<p>Die Operation zur R\u00e4umung der Tschetschenen und Inguschen verl\u00e4uft bestimmungsgem\u00e4\u00df. Am Abend des 25. Februars wurden 342.647 Menschen in Z\u00fcgen abtransportiert. 86 Z\u00fcge wurden von den Beladungsorten in die neuen Siedlungsgebiete geschickt.<\/p>\n<p><strong>Beria<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.2. D.64. L.160<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Aus dem Bericht des Volkskommissars, Innenministeriums der UdSSR, L. Beria<\/strong><\/p>\n<p><strong>29. Februar 1944<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von Alma-Ata<\/strong><\/p>\n<p>Vorbereitungen f\u00fcr den Empfang und die Wiederansiedelung der speziellen Siedler in der Kasachischen Sozialistischen Sowjetrepublik wurden gr\u00f6\u00dftenteils am 25. Februar abgeschlossen. Die speziellen Siedler wurden in den landwirtschaftlichen Gro\u00dfbetrieben untergebracht, 309.000 Menschen in Kolchosen, 42.000 Menschen in Sowchosen, 49.000 Menschen in Fabriken. 1.590 Autos, 57.000 Waggons und 103 Traktoren wurden mobilisiert f\u00fcr die Lieferung\u2026<\/p>\n<p>145 regionale und 375 Dorfb\u00fcros des Innenministeriums der UdSSR wurden in den Siedlungsgebieten eingerichtet, mit 1.358 Mitarbeitern.<\/p>\n<p><strong>Nasedkin, Bogdanov<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9479. Op.1. D.182. L.62, 64.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Aus dem Brief an den Minister des Regionalausschusses der RCP\/Russisch-Kommunistische Partei (b), Grosny<\/strong><br \/>\n<strong>P. Cheplakov an G. M. Malenkov<\/strong><\/p>\n<p>Im Februar 1944 wurden 32.110 tschetschenische und inguschische Haushalte nach Zentralasien deportiert, 11 Bezirke der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik wurden der Oblast Grosny zugeordnet. Im Auftrag des CPC (Kommission der Parteikontrolle) der UdSSR vom 9. M\u00e4rz 1944, wurden 6.800 Haushalte in die vorgeschriebenen Gebiete der Region Stawropol umgesiedelt, 5.892 Haushalte von Genossenschaftsbauern aus Grosny (Bewohner von Grosny) wurden in l\u00e4ndliche Gebiete der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik umgesiedelt, bis 15. Mai 1944 wurden 12.692 Familien in die D\u00f6rfer umgezogen, woraus 65 Kolchosen entstanden. Der Anteil der Menschen, die umgezogen wurden, betrug 40% gemessen an der Anzahl der deportierten Menschen. 22 D\u00f6rfer wurden nicht bev\u00f6lkert und 20 D\u00f6rfer wurden zum Teil besetzt.<\/p>\n<p><em>CHGNA. F.220. Op.1. D.26. L.113.<\/em><\/p>\n<p>P. Cheplakov bot an, 5.000 Haushalte aus Gebieten mit unprofitablem Land, Mordvin ASSR, Tambov, Penza, Ryazan, Ulyanovsk, Saratov, Gorki, Yaroslavl und anderen Regionen bis Oktober 1944 umzusiedeln.<\/p>\n<p><em>Ibid. L.114.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Nationaler Verteidigungsausschuss<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden Stalin<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. M\u00e4rz 1944<\/strong><\/p>\n<p>Ich berichte \u00fcber den Ausgang der Operation zur Ausweisung der Tschetschenen und Inguschen. Die R\u00e4umung wurde am 23. Februar in vielen Gebieten begonnen, au\u00dfer im besiedelten Hochland.<\/p>\n<p>Zum 29. Februar wurden 478.479 Menschen, inklusive 91.250 Inguschen, evakuiert und in Z\u00fcge beladen. 180 Z\u00fcge wurden beladen, davon sind bereits 159 Z\u00fcge an die neuen Besiedlungsorte gesendet worden.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge mit ehemaligen Beamten und religi\u00f6sen Obrigkeiten von Tschetscheno-Inguschetien, die f\u00fcr die Operation genutzt wurden, sind heute gesendet worden.<\/p>\n<p>6.000 Tschetschenen aus dem Galanchozh-Bezirk konnten, aufgrund von starkem Schneefall und den Mangel an Stra\u00dfen, nicht ausgewiesen werden. Ihr Transport und ihre Beladung werden in 2 Tagen beendet sein. Die Operation wurde ohne ernsthafte Zwischenf\u00e4lle oder Widerst\u00e4nde organisiert.<\/p>\n<p>\u2026Die Waldgebiete werden ebenfalls durchforstet, wo sich Besatzungstruppen der NKVD (Innenministerium der UdSSR) und KGB-Operationsgruppen zeitweise aufhielten. W\u00e4hrend der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der Operation wurden 2.016 Tschetschenen und Inguschen mit anti-sowjetischer Einstellung verhaftet. 20.072 Schusswaffen, 4.868 Gewehre, 479 Maschinengewehre und -pistolen wurden beschlagnahmt.<\/p>\n<p><strong>Beria<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.2. D.64. L.161.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>GEHEIM<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aus dem Beschluss Nr. 255-74ss<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Lage der Siedlung und Entwicklung der Regionen der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik<\/strong><\/p>\n<p><strong>9. M\u00e4rz 1944<\/strong><\/p>\n<p>In Verbindung mit der Bildung des Grosny-Bezirks der Stawropol-Region auf dem Gebiet der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik und der Aufnahme von Teilen der Regionen der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik in die Dagestanische SSR, die Nordossetische ASSR und die Georgische SSR, Dekret der SNK (Rat der Volkskommissare der Sowjetunion):<\/p>\n<p>1. Verpflichten Sie den Regionalen Exekutivausschuss Stawropol, den Rat der Volkskommissare der Dagestanischen SSR, der Nordossetischen ASSR und der Georgischen SSR:<\/p>\n<p>a) bis 15. April 1944 die fr\u00fcheren tschetschenischen und inguschischen Kolchosen einzuteilen: 800 landwirtschaftliche Betriebe in den Grosny-Bezirk der Stawropol-Region, 500 landwirtschaftliche Betriebe in die Dagestanische ASSR, 500 landwirtschaftliche Betriebe in die Nordossetische ASSR;<\/p>\n<p>b) innerhalb von 2 Wochen mit 2 Entscheidern die zugeordneten Gebiete zu komplettieren, innerhalb dieser Zeit den Viehbestand, die Wohn- und Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude, die landwirtschaftlichen Vorr\u00e4te und Sonstiges zu vervollst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>2. Verpflichten Sie die SNK der RSFSR (Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik), den Regionalen Exekutivausschuss von Stawropol, die SNK der Dagestanischen SSR, die SNK der Nordossetischen ASSR, der Georgischen SSR und die Narkomzem der UdSSR Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die weitere Besiedlung und Entwicklung der Gebiete der fr\u00fcheren Tschetscheno-Inguschischen ASSR zu entwickeln und die Vorschl\u00e4ge bis 1. Juni 1944 an die CPC (Kommission der Parteikontrolle) zu unterbreiten.<\/p>\n<p><strong>Stellvertretender Vorsitzender der SNK UdSSR<\/strong><\/p>\n<p><strong>V. Molotov<\/strong><\/p>\n<p><strong>Leiter der Angelegenheiten der SNK der UdSSR, Volkskommissar Ya. Chadaev<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-5446. Op.47. D.4356. L.59-62.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Zur Entstehung der Grosny-Region der RSFSR (Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik)<\/strong><\/p>\n<p><strong>(Dekret vom 22. M\u00e4rz 1944)<\/strong><\/p>\n<p>Bildet die Region Grosny mit seinem Zentrum in der Stadt Grosny und eliminiert in Verbindung damit die Bezirke Grosny und Kizlyar der Stawropol Region.<\/p>\n<p>Nehmt in die Region Grosny die Stadt Grosny auf sowie die folgenden Bezirke: Atagi, Atschkoi-Martan, Galanchozh, Galaschki, Grosny, Gudermes, Nadterechny, Staro-Yurt, Sunscha, Urus-Martan, Schali und Schatoy des fr\u00fcheren Grosny Bezirks, die Stadt Kizlyar und die Bezirke: Achikulak, Karanogay, Kayasulin, Kizlyar und Schelkovskiy des fr\u00fcheren Bezirks Kizlyar, und auch den Bezirk Naur, indem es von der Region Stawropol separiert wird.<\/p>\n<p>Die aktuelle Entscheidung wird dem Obersten Sowjet der UdSSR vorgelegt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Report Nr. 16, A.35.<\/strong><\/p>\n<p>1944 kamen bis zu 300.000 Kinder unter 16 Jahren als Teil tschetschenischer, inguschischer, karatschaiischer, balkarischer, krimtatarischer Familien in der Kasachischen, Kirgisischen und Usbekischen SSR an. Die speziellen Siedler wurden in kleinen Gruppen in die landwirtschaftlichen Gro\u00dfbetriebe (Kolchosen) eingeteilt und mit den lokalen Einwohnern vermischt \u2013 der russischen, kasachischen, usbekischen und kirgisischen Bev\u00f6lkerung. Sie leben unter einem speziellen Regime (dem Verbot, sich frei zu bewegen au\u00dferhalb der Siedlungsgebiete). Es ist unm\u00f6glich, eine Grundschule f\u00fcr tschetschenische, inguschische, karatschaiische, balkarische und krimtatarische Kinder einzurichten, aus Mangel an ausgebildeten Lehrern. Aus diesen Gr\u00fcnden erachtet es die NKVD als angemessen, die Kinder der speziellen Siedler in russischer Sprache an den bestehenden Schulen ihrer Aufenthaltsorte zu unterrichten\u2026<\/p>\n<p>(Gesammelte Rechtsvorschriften der RSFSR und des Pr\u00e4sidiums des Obersten Sowjets der RSFSR. 1938 \u2013 1946. Verlag \u201eVorgehensweisen der Sowjets der Volksdeputierten der UdSSR\u201c, 1946, S. 58).<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Die Antwort zur Anfrage des Vorsitzenden der NKVD in Grosny, Region Drozdov.<\/strong><br \/>\n<strong>Wie geht man mit Entlassungen aus der Armee und heimkehrenden Tschetschenen und Inguschen um?<\/strong><\/p>\n<p><strong>17. Juni 1944<\/strong><\/p>\n<p>Der Leiter der mobilen Division der Hauptdirektion der Roten Armee Nr. MOB 1\/4069911-S vom 3. Juli 1944, berichtete von der Ablehnung des Leiters der NKVD von Grosny, entlassene Offiziere und Soldaten tschetschenischer und inguschischer Herkunft in ihren Siedlungsgebieten wiederaufzunehmen.<\/p>\n<p>Es wurde angeordnet, alle an den Leiter der NKVD der Taldy-Kurgan-Region der Kasachischen SSR zu schicken.<\/p>\n<p>Leitet die Abfahrt in getrennten Gruppen in Passagierz\u00fcgen und unter Begleitung ein, ausgestattet mit einem Ticket, Verpflegung und 50 Rubeln.<\/p>\n<p><strong>Chernyshov<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.1. D.2077-86. L.15.<\/em><\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aus der Mitteilung von L. Beria<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden J. W. Stalin<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden W. M. Molotow (Der Rat der Volkskommissare der UdSSR)<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden G. M. Malenkow (Zentralkomitee der VKP (b))<\/strong><\/p>\n<p><strong>Juli 1994<\/strong><\/p>\n<p>Um die Anordnungen des Nationalen Verteidigungsausschusses der NKVD vom Februar\/M\u00e4rz 1944 auszuf\u00fchren, wurden 602.193 Menschen, Bewohner des Nordkaukasus, dauerhaft in die Kasachische und Kirgisische SSR umgesiedelt. Dies schloss Tschetschenen und Inguschen mit 496.460, Karatschaier mit 68.327 und Balkaren mit 37.406 Menschen ein.<\/p>\n<p>Die Zwangsumsiedelung dieses Kontingents aus dem Nordkaukasus und die Ansiedelung an neuen Wohnorten wurden zufriedenstellend umgesetzt. 428.948 Menschen wurden an Kolchosen, 64.703 an Sowchosen und 908.542 Menschen zur Arbeit an industrielle Einrichtungen weitergereicht.<\/p>\n<p>Die Hauptmasse der speziellen Siedler wurde in das Gebiet der Kasachischen SSR (477.809 Menschen) ausgewiesen. Jedoch haben die republikanischen Institutionen der Kasachischen SSR der Besch\u00e4ftigung und der wirtschaftlichen Unterbringung der speziellen Siedler aus dem Nordkaukasus nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet. Infolgedessen sind die Einrichtungen der H\u00e4user der speziellen Siedler in Kasachstan und ihre Einbindung in sozial n\u00fctzliche Arbeit notd\u00fcrftig. Die Familien der speziellen Siedler, die in Kolchosen untergebracht sind, wurden nicht als Mitglieder der landwirtschaftlichen Artels akzeptiert. Die Zuweisung von Obst- und Gem\u00fcseg\u00e4rten an Familien der speziellen Siedler wie auch die Unterbringung verlief nicht zufriedenstellend. Spezielle Siedler wurden in Sowchosen angesiedelt und an Industrieunternehmen weitergereicht, die Krankheit Typhus, \u00f6konomische M\u00e4ngel, schlechte Lebensbedingungen, Diebstahl, kriminelle Delikte sind kennzeichnend.<\/p>\n<p>Um Ordnung herbeizuf\u00fchren, wurde im Mai 1944 der Stellvertretende Volkskommissar des Innenministeriums Kruglov mit einer Gruppe von Arbeitern in die Kasachische SSR geschickt.<\/p>\n<p>Im Juli wurden 2.196 spezielle Siedler aufgrund diverser Delikte verhaftet. Alle wurden durch die Spezialversammlung gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>429 spezielle Kommandantenb\u00fcros der NKVD wurden gebildet zur \u00dcberwachung der Lebensumst\u00e4nde der speziellen Siedler und zur Unterbindung von Fluchtversuchen. Operationale und KGB-Dienste beschleunigen die wirtschaftliche Unterbringung der speziellen Siedlerfamilien.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Unterbringung der speziellen Siedler hat sich verbessert. Von 70.296 Familien, die in Kolchosen untergebracht wurden, sind 56.800 (oder 81%) Familien Mitglieder von landwirtschaftlichen Artels. 83.303 Familien (74,3 %) erhielten Obst- und Gem\u00fcseg\u00e4rten.<\/p>\n<p>12.683 Familien leben in ihren eigenen H\u00e4usern. Der Aufbau von Kinderarbeitskolonien wurde organisiert. Im Juni 1944 wurden 1.268 Kinder in diesen Kolonien untergebracht. Die Besch\u00e4ftigung wurde verbessert. Somit arbeiten in der Region Jambul von 16.927 Menschen im arbeitsf\u00e4higen Alter tats\u00e4chlich 16.396 Menschen; in der Region Akmola arbeiten 17.667 Menschen von 19.345 Menschen (siehe Dokument), davon 2.746 \u00c4ltere und Teenager.<\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.2. D.63. L.311-313<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>An den Kameraden Stalin J. W.<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden Molotow W. M.<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden Beria L. P.<\/strong><\/p>\n<p><strong>An den Kameraden Malenkow, G. M.<\/strong><\/p>\n<p><strong>31. Januar 1946<\/strong><\/p>\n<p>Die Mehrheit der speziellen Siedler aus dem Nordkaukasus (Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier, Balkaren) mit einer Gesamtheit von 131.480 Familien (498.870 Menschen) wurde nach Kasachstan und Kirgisistan umgesiedelt, ist wirtschaftlich untergebracht und alle Leistungsf\u00e4higen sind als Arbeiter besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>194.800 Menschen aus der arbeitsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung (205.000 Menschen) werden in der Industrie, auf dem Bau und in der Landwirtschaft eingesetzt.<\/p>\n<p>Alle speziellen Siedler wurden in l\u00e4ndlichen Gebieten angesiedelt. 81.450 Familien sind den Kolchosen beigetreten.<\/p>\n<p>55.260 Familien haben eigene H\u00e4user als Eigentum erhalten, indem neu gebaut wurde und durch den Erwerb von verf\u00fcgbaren Grundst\u00fccken der lokalen Bev\u00f6lkerung. 47.930 Familien sind an Arbeitspl\u00e4tzen untergebracht, in H\u00e4usern der Unternehmen, jede Familie wurde mit kostenfreien Rindern und Langzeit-Lohn ausgestattet. 4.796 Tausend Rubel wurden f\u00fcr diese Zwecke bereitgestellt. Alle speziellen Siedler sind befreit von obligatorischen Lieferungen landwirtschaftlicher Produkte und von der Zahlung landwirtschaftlicher Steuern und Einkommenssteuern.<\/p>\n<p>Innerhalb von 2 Jahren wurden sie mit 33.965 Tonnen K\u00f6rner, Mehl und Getreide, 78 Tonnen Zucker, 582 Tonnen Stahl beliefert.<\/p>\n<p>Der Tschetschene Magomed Khutuev, Kolchose-Mitglied der Farm \u201c10 Jahre Oktober\u201d der Region Jalal-Abad in der Kirgisischen SSR, sagte auf einer Generalversammlung der Bauern: \u201cDanke Genosse Stalin, da er gro\u00dfe F\u00fcrsorge f\u00fcr uns spezielle Siedler gezeigt hat. Wir werden als eine Familie der Sowjetunion betrachtet. Wir werden an dieser Wahl teilnehmen und f\u00fcr die Kandidaten unserer geliebten Kommunisten-Partei \u2026. \u201c.<\/p>\n<p>Mullah Aliyev, der auf der Kolchose der Region Jambul des Sverdlovsk Oblasts lebt, rief die speziellen Siedler auf, nicht an den Wahlen teilzunehmen und rechtfertigte es mit der Tatsache, dass es unter den Kandidaten der Abgeordneten des Obersten Sowjets der UdSSR keine Repr\u00e4sentanten f\u00fcr Tschetschenen und Inguschen gibt.<\/p>\n<p><strong>Volkskommissar des Innenministeriums der UdSSR S. V. Kruglov<\/strong><\/p>\n<p><em>GARF. F.R-9401. Op.2. D.134. L.176-180.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>STRENG GEHEIM<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbertragbar<\/strong><\/p>\n<p><strong>Auszug aus dem Report Nr. 66 von 1948<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde entschieden:<\/p>\n<p>Um die Stabilit\u00e4t der Siedlungen der Deportierten unter den Tschetschenen, Karatschaiern, Inguschen, Balkaren, Kalm\u00fccken, Deutschen, Krimtataren und anderen zu st\u00e4rken, wie auch um die kriminelle Haftbarkeit zu erh\u00f6hen bei der Flucht der Deportierten aus den vorgeschriebenen und dauerhaften Siedlungen des Zentralkomitees der CPSU (b), wird vereinbart:<\/p>\n<p>1. Richten Sie die Umsiedlung der Tschetschenen, Karatschaier, Inguschen, Balkaren, Kalm\u00fccken, Deutschen, Krimtataren und anderen zu weit entfernten Orten der Sowjetunion f\u00fcr alle Zeiten ein, ohne das Recht, zu ihren vorhergehenden Wohnorten zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Bestrafen Sie die Menschen, die Deportierten, die unerlaubt die vorschriftsgem\u00e4\u00dfen Siedlungen verlassen (fliehen), und legt f\u00fcr diesen kriminellen Akt eine Strafe von 20 Jahren Inhaftierung fest.<\/p>\n<p>Ziehen Sie F\u00e4lle gegen die Erschie\u00dfung von Deportierten in Betracht, auf der Speziellen Konferenz des MIA der UdSSR.<\/p>\n<p>Bestrafen Sie die Verantwortlichen, die den Deportierten Unterschlupf gew\u00e4hren, die von ihren vorgeschriebenen Siedlungsorten geflohen sind oder zu ihrer Flucht beigetragen haben. Und auch solche, die die R\u00fcckkehr zu ihrem vorgehenden Wohnort erlaubten. Legen Sie f\u00fcr die Vergehen eine Haftstrafe von 5 Jahren fest.<\/p>\n<p>(Verordnungsentwurf des Pr\u00e4sidiums des Obersten Sowjets der UdSSR ist beigef\u00fcgt \u2013 Anlage Nr. 1).<\/p>\n<p>2. Verpflichten Sie den Minister des Innenministeriums (Genosse Kruglov) und den Staatsanwalt der UdSSR (Genosse Safonov) alle Deportierten, die in Gewahrsam genommen wurden, einzusperren und aufgrund der Flucht aus ihren vorschriftsm\u00e4\u00dfigen Siedlungen zu bestrafen, auch solche, die Schuld daran tragen, Unterschlupf f\u00fcr Deportierte zu gew\u00e4hren und solche, die die Deportierten dabei unterst\u00fctzen, zu ihren fr\u00fcheren Wohnorten zur\u00fcckzukehren, mit Ber\u00fccksichtigung der F\u00e4lle der Spezialkonferenz der MIA der UdSSR, strengstens angeleitet durch diese Entscheidung.<\/p>\n<p>3. Verbreiten Sie an die Deportierten (Tschetschenen, Karatschaier, Inguschen, Balkaren, Kalm\u00fccken, Deutsche, Krimtataren und andere) den Artikel 12 des Dekrets des Ministerrats der UdSSR Nr. 1841-730s vom 3. Juni 1948, dessen Gegenstand die Bestrafung und Festnahme mit bis zu 8 Jahren Haft ist f\u00fcr alle, die aus ihren (speziellen) Siedlungen verbannt werden. Sie werden von sozialer, n\u00fctzlicher Arbeit ausgeschlossen und werden das Leben eines Parasiten in den Siedlungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>4. Verpflichten Sie das Ministerium f\u00fcr Innere Angelegenheiten (Genosse Kruglov) die Arbeit der lokalen Organe des Innenministeriums zu pr\u00fcfen, um administrative \u00dcberwachungen der Deportierten innerhalb von einem Monat durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, insbesondere in angemessener Betrachtung der Anzahl der Siedler und der Unterst\u00fctzung der Stabilit\u00e4t, mit der Unterbindung von Fluchtm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Leiten Sie die erforderlichen Ma\u00dfnahmen basierend auf einer Nachweisf\u00fchrung ein und berichten Sie die Ergebnisse an das Zentralkomitee der CPSU (b).<\/p>\n<p>Das Innenministerium der UdSSR \u2013 leiten Sie weitere, strikte Kontrollen f\u00fcr die Arbeit der lokalen Obrigkeiten ein, um die notwendige Stabilit\u00e4t an den Siedlungsorten der Deportierten zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>5. Verpflichten Sie das Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit\/MGB (Genosse Abakumov), Ma\u00dfnahmen \u00fcber die Organe der MGB an Bahnh\u00f6fen und Orten zum Transport \u00fcber Wasser, einzuleiten, um Deportierte, die aus ihren vorschriftsm\u00e4\u00dfigen Siedlungen gefl\u00fcchtet sind, zu identifizieren, festzunehmen und einzusperren.<\/p>\n<p>6. Verpflichten Sie den Staatsanwalt der UdSSR Genossen Safonov und den Innenminister Genossen Kruglov, alle F\u00e4lle zu untersuchen, in denen Deportierte, die an ihren fr\u00fcheren Wohnorten festgenommen (Krim, Tschetscheno-Inguschetien, Kabardinien, das Gebiet der Wolga-Deutschen, Kalm\u00fcckien) und zu den Orten ihrer Umsiedlung zur\u00fcckgef\u00fchrt wurden, jedoch f\u00fcr ihre Flucht nicht bestraft wurden, und machen Sie diejenigen daf\u00fcr haftbar, die daf\u00fcr verantwortlich sind, diese regierungsfeindlichen Praktiken zu genehmigen. Berichten Sie die Ergebnisse innerhalb eines Monats an die CPSU (b).<\/p>\n<p><em>(Siehe Anlage 2).<\/em><\/p>\n<p><strong>Minister des Zentralkomitee<\/strong>s<\/p>\n<p>5-p, st, ak<\/p>\n<p>Entscheidung des Ministerrats der UdSSR, Nr. 4367-1726ss der 24.XI.1948<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>An den Genossen Malenkov G. M.<\/strong><\/p>\n<p>Im Namen des B\u00fcros des Pr\u00e4sidiums des CPSU Zentralkomitees haben wir die Meldungen der Genossen Ganenko und Alatortsev bez\u00fcglich der Besch\u00e4ftigung, der Lebensbedingungen, dem Zustand der politischen Arbeit und der Lehrarbeit unter den speziellen Siedlern, die in der Kasachischen und Usbekischen SSR, Krasnoyarsk, Kemerovo und Molotov leben, betrachtet.<\/p>\n<p>Wir erachten es als angemessen, eine Resolution des CPSU Zentralkomitees zur Verbesserung der politischen Arbeit unter den speziellen Siedlern (Entwurf beigef\u00fcgt) zu verabschieden.<\/p>\n<p>Jedoch erachten wir es f\u00fcr notwendig, eine Gruppe von Arbeitern zu instruieren, die Legitimit\u00e4t der weiteren Erhaltung der legalen Restriktion in ihrer Gesamtheit zu betrachten, die f\u00fcr die speziellen Siedler \u2013 Deutsche, Karatschaier, Tschetschenen, Inguschen, Balkaren, Kalm\u00fccken und Krimtataren \u2013 gelten und an das Zentralkomitee zu berichten. Die Restriktionen wurden seinerzeit von der Resolution des Rats der Volkskommissare am 8. Januar 1945 und dem Ministerrat am 24. November 1948 eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Etwa 10 Jahre sind seit der Umsiedlung der Deutschen, Karatschaier, Tschetschenen, Inguschen, Balkaren, Kalm\u00fccken und Krimtataren vergangen. W\u00e4hrend dieser Zeit wurde die Mehrheit an ihren neuen Wohnorten angesiedelt, besch\u00e4ftigt und arbeitet gewissenhaft in den Unternehmen, Kolchosen und Sowchosen. W\u00e4hrenddessen blieb die strikte Ordnung, die zu Beginn der Umsiedlung der speziellen Siedler zu den Siedlungsgebieten eingef\u00fchrt wurde, unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Zum Beispiel das Verlassen des Gebietes des speziellen Kommandantenb\u00fcros (manchmal beschr\u00e4nkt auf wenige Stra\u00dfen in der Stadt und dem Dorfrat in l\u00e4ndlichen Gebieten) ohne Erlaubnis wird als Flucht gewertet und als krimineller Akt betrachtet. Wir glauben, dass aktuell kein Bedarf besteht, diese ernsthaften Beschr\u00e4nkungen beizubehalten.<\/p>\n<p><strong>M. Suslov, P. Pospelov, K. Gorshenin, A. Shelepin, A. Gorkin<\/strong><\/p>\n<p>\u201d \u201d April, 1953<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Keine Ver\u00f6ffentlichung in der Presse<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nr. 139\/19<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dekret des Pr\u00e4sidiums des Obersten Sowjets der UdSSR<\/strong><\/p>\n<p>Zur Aufhebung der Restriktionen im Rahmen der speziellen Umsiedlungen der Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier und ihrer Familien, die w\u00e4hrend des Gro\u00dfen, Patriotischen Kriegs ausgewiesen wurden.<\/p>\n<p>Da die bestehenden Restriktionen zum legalen Status der in den Spezialsiedlungen untergebrachten Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier und ihrer Familien, die w\u00e4hrend des Gro\u00dfen, Patriotischen Kriegs aus dem Nordkaukasus ausgewiesen wurden, in Zukunft nicht mehr erforderlich sind, erl\u00e4sst das Pr\u00e4sidium des Obersten Sowjets der UdSSR:<\/p>\n<p>1. L\u00f6schen Sie in den Registern der Spezialsiedlungen \u2013 unter der administrativen Aufsicht des Innenministeriums der UdSSR \u2013 die Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier und ihre Familien, die w\u00e4hrend der speziellen Umsiedlungen im gro\u00dfen, patriotischen Krieg, ausgewiesen wurden.<\/p>\n<p>2. Er\u00f6ffnen Sie ihnen, dass die Aufhebung der Restriktionen f\u00fcr die Personen der Spezialsiedlungen, die im ersten Absatz dieser Anordnung stehen, nicht die R\u00fcckgabe von Eigentum, die w\u00e4hrend der Ausweisung konfisziert wurde, beinhaltet und dass sie nicht das Recht haben, zu den Orten zur\u00fcckzukehren, von welchen sie ausgewiesen wurden.<\/p>\n<p><strong>Vorsitzender des Pr\u00e4sidiums des Obersten Sowjets der UdSSR K. Voroschilow<\/strong><\/p>\n<p><strong>Minister des Pr\u00e4sidiums des Obersten Sowjets der UdSSR N. Pegov<\/strong><\/p>\n<p>Der Kreml, Moskau<\/p>\n<p>16. Juli 1956<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Bezugnahme<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Situation der tschetschenischen und inguschischen Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n<p>Im Februar 1944 wurden mehr als 496.000 Tschetschenen und Inguschen der Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik, einschlie\u00dflich 411.000 Menschen (85.000 Familien) \u2013 in die Kasachische SSR, und 85.500 Menschen (20 Familien) in die Kirgisische SSR ausgewiesen. Aktuell leben 315.000 Tschetschenen und Inguschen in Kasachstan und ca. 80.000 Menschen in Kirgisistan.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Masse der Tschetschenisch-Inguschischen Bev\u00f6lkerung ist besch\u00e4ftigt und f\u00fchrt die Arbeit ehrlich aus. Von 244.000 Menschen arbeiten 155.000 Erwachsene bzw. 63,5 %. 38.300 sind in der Industrie besch\u00e4ftigt, 91.600 in der Landwirtschaft, 25.000 Menschen in diversen Organisationen und Institutionen.<\/p>\n<p>Die Kenntnis \u00fcber die Situation legt nahe, dass die Mehrheit der Tschetschenen und Inguschen keine schlimmeren Lebensbedingungen vorfinden als im Nordkaukasus. Sie haben ihre eigenen H\u00e4user, K\u00fche und ihr Federvieh. Dennoch beschweren sich viele Tschetschenen und Inguschen dar\u00fcber, dass es ihnen nicht erlaubt ist, zu ihren fr\u00fcheren Wohnorten zur\u00fcckzukehren und sie dr\u00e4ngen um die Erlaubnis, in den Nordkaukasus zur\u00fcckzukehren. Nach der L\u00f6schung aus den Registern der Spezialsiedlungen sind 6.000 Menschen in ihre fr\u00fchere, autonome Republik zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere Tschetscheno-Inguschische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik hatte 23 l\u00e4ndliche Bezirke. Nach der Abschaffung der Republik gingen 11 Bezirke an die Region Grosny, 6 Bezirke an die Dagestanische ASSR, 5 Bezirke an die Nordossetische Autonome Republik und ein Bezirk an die Georgische SSR. Gem\u00e4\u00df dem Zensus im Jahre 1939 lebten 731.700 Menschen in diesen Gebieten. Aktuell leben dort 512.200 Menschen, einschlie\u00dflich der 180.000 umplatzierten.<\/p>\n<p>Der m\u00f6glichen R\u00fcckkehr der Tschetschenen und Inguschen zu ihren fr\u00fcheren Wohnorten in den Oblasten Grosny, Dagestan und Nordossetien sehen die Aussch\u00fcsse negativ entgegen, aufgrund der Tatsache, dass die wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten in den Gebieten der Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik eine R\u00fcckkehr nicht erlauben. Die R\u00fcckkehr der Tschetschenen und Inguschen ist unerw\u00fcnscht und wird auch durch die Partei- und Sowjetarbeiter abgelehnt, da diese in der Vergangenheit und auch heute noch falsch liegen.<\/p>\n<p><strong>E. Gromov, V. Churaev<\/strong><\/p>\n<p>14. November 1956<\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Aus dem Brief des Ministers des Organisationskomitees der Tschetscheno-Inguschischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik an den Minister des tschetschenisch-inguschischen Regionalkomitees der CPSU G. F. Cherkevich<\/strong><\/em><\/p>\n<p>25. September 1957<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1957 sind 140.000 Tschetschenen und Inguschen in die Republik zur\u00fcckgekehrt, ein Teil der Dagestaner und Osseten ist in ihre Republik umgezogen.<\/p>\n<p><em>CHGNA. F.1. Op.1. D.1837. L.4-5<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 23. Februar 1944 ist der tragischste Tag in der Geschichte der Tschetschenen und Inguschen (Waynachen). An diesem unvergesslichen Tag begannen auf direkten Befehl des sowjetischen Staatsoberhauptes Josef Stalin die Deportation des gesamten tschetschenischen und inguschischen Volkes nach Kasachstan und Kirgisistan und die einhergehende Liquidierung der nationalen Staatsgewalt (Tschetscheno-Inguschien Autonome Sozialistische Sowjetrepublik). 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