{"id":3467,"date":"2017-10-17T11:00:26","date_gmt":"2017-10-17T09:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=3467"},"modified":"2017-10-17T11:00:26","modified_gmt":"2017-10-17T09:00:26","slug":"eineinhalb-millionen-menschen-armutsgefaehrdet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=3467&lang=de","title":{"rendered":"Eineinhalb Millionen Menschen armutsgef\u00e4hrdet"},"content":{"rendered":"<div class=\"header\">\n<figure id=\"attachment_3468\" aria-describedby=\"caption-attachment-3468\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3468 size-medium\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/armut-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/armut-225x300.jpg 225w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/armut-480x640.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/armut-375x500.jpg 375w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/armut.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3468\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Ichkeria.at<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wien,<\/strong><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>\u00a02017-10-17\u00a0\u2013\u00a01.542.000\u00a0Menschen waren im Jahr 2016 in \u00d6sterreich armuts- oder ausgrenzungsgef\u00e4hrdet.<\/strong> <\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\">Betroffen sind vor allem Langzeitarbeitslose, Personen mit Nicht-Europ\u00e4ischer (EU-28\/EFTA) Staatsb\u00fcrgerschaft, Alleinerziehende, Singlehaushalte, kinderreiche Familien und Personen mit maximal Pflichtschulabschluss. Ein Leben in Armut wirkt sich vorrangig bei M\u00e4nnern auch auf die Lebenserwartung aus. Sozialstaatliche Ma\u00dfnahmen wie Arbeitslosengeld und Familienbeihilfe leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Armut. Wer sich \u00fcber die weiteren Aspekte des breiten Themenfelds &#8222;Armut&#8220; in knapper Form informieren m\u00f6chte, findet die wesentlichen Aussagen zusammengefasst in der neuen, monatlich erscheinenden Serie &#8222;Statistics Brief&#8220;, die von Statistik Austria heute anl\u00e4sslich des Internationalen Tages zur Bek\u00e4mpfung von Armut erstmals publiziert wird.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<h2>Armuts- oder Ausgrenzungsgef\u00e4hrdung<\/h2>\n<p>14,1% der Bev\u00f6lkerung waren im Jahr 2016 laut EU-SILC armutsgef\u00e4hrdet. Bei der Ma\u00dfzahl &#8222;Armuts- oder Ausgrenzungsgef\u00e4hrdung&#8220; flie\u00dfen zus\u00e4tzlich absolute Komponenten (wie keine\/sehr niedrige Erwerbsintensit\u00e4t im Haushalt) ein. Demnach waren 2008 noch 20,6% der \u00f6sterreichischen Gesamtbev\u00f6lkerung armuts- oder ausgrenzungsgef\u00e4hrdet, 2016 waren es 18%.<\/p>\n<h2>Wer ist betroffen?<\/h2>\n<p>In \u00d6sterreich sind Langzeitarbeitslose zu 79% einem Armuts- oder Ausgrenzungsrisiko ausgesetzt, Personen mit Nicht-Europ\u00e4ischer (EU-28\/ EFTA) Staatsb\u00fcrgerschaft zu 51%. Frauen (19%) sind von Armuts- oder Ausgrenzungsgef\u00e4hrdung st\u00e4rker betroffen als M\u00e4nner (16%), Personen in Ein-Eltern-Haushalten (Alleinerziehende) unterliegen einem erh\u00f6hten Risiko (38%). Personen, deren h\u00f6chste abgeschlossene Schulbildung die Pflichtschule ist, weisen mit 28% eine deutlich h\u00f6here Betroffenheit auf als Personen mit h\u00f6herem Bildungsabschluss. Auch kinderreiche Familien (mit drei oder mehr Kindern) sind h\u00e4ufig von Armuts- oder Ausgrenzungsgef\u00e4hrdung betroffen.<\/p>\n<h2>Armut beeinflusst die Lebensrealit\u00e4t<\/h2>\n<p>Wie die Konsumerhebung 2014\/2015 zeigt, geben Haushalte im untersten Einkommens-Quartil relativ mehr f\u00fcr Wohnen (31,0%) bzw. Ern\u00e4hrung (14,4%) aus als einkommensstarke Haushalte (23,8% bzw. 9,3%). Letztere geben hingegen mehr f\u00fcr Verkehr (15,6%) und Freizeit (13,4%) aus als einkommensschwache Haushalte (10,2% bzw. 9,4%). Unterschiedliche Startvoraussetzungen f\u00fcr Kinder je nach Einkommenssituation ihrer Haushalte zeigen sich u.\u00a0a. am Schulbesuch: Rund 80% der Kinder in Haushalten mit hohem Einkommen besuchen die Unterstufe einer AHS, Kinder aus Haushalten mit niedrigem Einkommen tun dies nur zu 19%.<\/p>\n<h2>Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von Armut<\/h2>\n<p>Durch den Bezug von Pensionen, Familienbeihilfen, Arbeitslosengeldern und sonstigen (monet\u00e4ren) Sozialleistungen reduziert sich die Armutsgef\u00e4hrdung auf 14,1% der Bev\u00f6lkerung. Der gr\u00f6\u00dfere Anteil der monet\u00e4ren Sozialleistungen entf\u00e4llt auf sozialversicherungsrechtliche und universelle Geldleistungen, der weitaus kleinere Teil sind bedarfsgepr\u00fcfte Geldleistungen, wie Ausgleichszulage, Notstandshilfe und Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS). 2016 erhielten insgesamt\u00a0307.533\u00a0Personen eine BMS-Leistung. Die Leistungsh\u00f6he pro Bedarfsgemeinschaft betrug 589\u00a0Euro monatlich, die durchschnittliche Bezugsdauer betrug 8,1\u00a0Monate.<\/p>\n<p><a name=\"graphic02\"><\/a><a name=\"_GoBack\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.statistik.at\/wcm\/idc\/cs\/groups\/mi\/documents\/prmitt\/mdaw\/mte0\/~edisp\/~export\/114970~19~TEMPLATESIMPLE\/364839_2.jpg\" alt=\"Grafik 3\" width=\"605\" height=\"295\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/www.statistik.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien,\u00a02017-10-17\u00a0\u2013\u00a01.542.000\u00a0Menschen waren im Jahr 2016 in \u00d6sterreich armuts- oder ausgrenzungsgef\u00e4hrdet. Betroffen sind vor allem Langzeitarbeitslose, Personen mit Nicht-Europ\u00e4ischer (EU-28\/EFTA) Staatsb\u00fcrgerschaft, Alleinerziehende, Singlehaushalte, kinderreiche Familien und Personen mit maximal Pflichtschulabschluss. 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