{"id":371,"date":"2017-07-05T09:50:30","date_gmt":"2017-07-05T06:50:30","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=371"},"modified":"2017-07-07T01:11:09","modified_gmt":"2017-07-06T23:11:09","slug":"kommentar-zum-artikel-russland-blutbad-nach-bombenserie-in-u-bahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=371&lang=de","title":{"rendered":"Kommentar zum Artikel \u201cRussland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn\u201d"},"content":{"rendered":"<h2 align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-482\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krone_logo.png\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"224\" \/>Kommentar zum Artikel \u201cRussland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn\u201d, Dienstag, 4.April 2017, erschienen in der Kronen Zeitung.<\/h2>\n<p><strong>Wenn nicht die Tschetschenen, wer sonst?<\/strong><\/p>\n<div align=\"justify\">\n<p>In Russland wurde ein Terrorakt ausgef\u00fchrt, welcher zehn Todesopfer und 50 Verletzte brachte. Zu der Zeit befand sich der Pr\u00e4sident auch in St. Petersburg. Was ein Zufall. Gut, dass Wladimir Putin nicht mit der U-Bahn f\u00e4hrt. Jetzt wird nat\u00fcrlich ein T\u00e4ter bzw. S\u00fcndenbock gesucht. Die Medien suchen am intensivsten. Wo soll man am besten anfangen zu suchen? Genau! Im Kaukasus. Die Menschen brauchen einen Schuldigen, sie wollen das Gef\u00fchl haben sicher zu sein, das Gef\u00fchl haben, dass die Polizei eine sichere Spur verfolgt. Ist verst\u00e4ndlich. Sollte f\u00fcr Russland eigentlich kein Problem darstellen. Spionage, Manipulation und \u00dcberwachung, das sind ihre besten Eigenschaften.Die Kamera in der U-Bahn-Station hat nat\u00fcrlich nichts Brauchbares aufgezeichnet. Wieso sollte sie auch, k\u00f6nnte ja sein, dass es kein Tschetschene oder einer aus Dagestan war. M\u00f6glicherweise war es keiner aus dem Kaukasus. Vielleicht war es ja ein russischer Putin-Gegner, namens Ivan, Alexander oder Sergej. Wer wei\u00df? Genau darum geht es. Man will die Menschen etwas glauben lassen, was meistens nicht der Wahrheit entspricht. Um dann die Wahrheit zu vertuschen, in Russland zumindest, l\u00e4uft das so. Seit Jahrhunderten gibt es Auseinandersetzungen zwischen Russland und Tschetschenien, daher der gegenseitige Hass. Derzeit k\u00f6nnte man dies auch eine Hass-Liebe nennen, da der Pr\u00e4sident Putin eine enge Freundschaft zum Tschetschenischen Pr\u00e4sidenten, welcher auch gern das Gesicht von Putin auf seiner Kleidung tr\u00e4gt, pflegt. F\u00fcr diese Aussage werde ich hoffentlich nicht verfolgt.<\/p>\n<p>Ohne jeglichen Beweis geht man automatisch davon aus, dass jedes Verbrechen, welches hier in \u00d6sterreich stattfindet oder vor allem in Russland, von den Tschetschenen ver\u00fcbt wird. Wem haben wir das zu verdanken? Genau! Den Medien. Die Medien m\u00fcssen Lesestoff bieten, die beliebteste \u201cMarke\u201d derzeit ist nun mal \u201cTschetschene\u201d. Dass es schwarze Schafe unter diesem Volk gibt, will ich gar nicht leugnen. Das gesamte Volk wird jedoch auf eine Stufe gestellt, aufgrund von ein oder zwei Personen werden Vorurteile verbreitet, wie zum Bespiel, dass jeder von Ihnen Kriminell veranlagt ist. Das ist n\u00e4mlich die Botschaft, die jene Medien r\u00fcberbringen. Die Heute Zeitung, \u00d6sterreich Zeitung, mittlerweile auch die Kronen Zeitung ist so verzweifelt, dass sie jede Art von Information, ver\u00f6ffentlicht. Bisher dachte ich, dass Zeitungsartikel objektiv sein m\u00fcssen. Mittlerweile ist mir klar, Geld ist wichtiger als die Wahrheit oder die Objektivit\u00e4t. Wieviel zahlt Russland, damit ihr \u201cdie Tschetschenen waren es\u201d, in eure Zeitungen druckt?<\/p>\n<p>Zusammenfassend m\u00f6chte ich sagen, dass egal was die Medien \u00fcber uns zu wissen scheinen, sie wissen gar nichts. Ihr kennt uns nicht. Dank euch will uns auch keiner mehr kennen. Gro\u00dfen Dank daf\u00fcr! Die \u00d6sterreichischen Leserinnen und Leser denken sich nach jedem kriminellen Akt, der in den Zeitungen abgedruckt wird mit der \u00dcberschrift \u201cVermutlich Tschetschene\u201d,: \u201cWenn nicht die Tschetschenen, wer sonst?\u201d. Damals als man von dem Terrorakt am Weihnachtsmarkt in Berlin berichtet hat, hat die \u00d6sterreichische Zeitung sofort die Tschetschenen beschuldigt, nach dem sich herausgestellt hatte, dass das eine Falschmeldung war, folgte keine Entschuldigung. Wie es sich geh\u00f6rt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>So wie wir zurzeit dargestellt werden, wird es einige Zeit brauchen, den Menschen in \u00d6sterreich zu zeigen, dass wir gebildete, nette und h\u00f6fliche Menschen unter uns haben. Die meisten Tschetschenen die in \u00d6sterreich leben, hatten niemals etwas mit Terror oder Kriminalit\u00e4t zu tun und werden es auch nie, da der Gro\u00dfteil von uns jegliche Art von Gewalt ablehnt. Lernt uns kennen, bevor ihr eure Vorurteile f\u00e4llt und uns alle mit Terroristen gleichstellt.<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Tschetschenischer Kulturverein Ichkeria<\/strong><br \/>\n<strong>Kheda Iskhanova, Studentin (WU)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommentar zum Artikel \u201cRussland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn\u201d, Dienstag, 4.April 2017, erschienen in der Kronen Zeitung. Wenn nicht die Tschetschenen, wer sonst? In Russland wurde ein Terrorakt ausgef\u00fchrt, welcher zehn Todesopfer und 50 Verletzte brachte. Zu der Zeit befand sich der Pr\u00e4sident auch in St. Petersburg. Was ein Zufall. 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