{"id":4571,"date":"2017-12-25T00:44:11","date_gmt":"2017-12-24T22:44:11","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=4571"},"modified":"2017-12-25T00:44:45","modified_gmt":"2017-12-24T22:44:45","slug":"geldfaelscher-im-gemeindebau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=4571&lang=de","title":{"rendered":"Geldf\u00e4lscher im Gemeindebau"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4572\" aria-describedby=\"caption-attachment-4572\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4572 size-full\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/\u0435\u0443\u0440\u043e.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"182\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4572\" class=\"wp-caption-text\">web.de<\/figcaption><\/figure>\n<h3 class=\"lead-text\">50-Euro-Bl\u00fcten: Burschen druckten Banknoten im Kabinett aus und boten sie im Darknet an.<\/h3>\n<div class=\"clear\">\u00a0Drei junge Wiener ohne Job haben im Schlafzimmer einer Gemeindebauwohnung eine Geldf\u00e4lscher-Werkstatt betrieben. &#8222;Es war \u2013 bl\u00f6d gesagt \u2013 relativ einfach&#8220;, bemerkte der Kopf der Bande am Freitag beim Prozess im Wiener Landesgericht. Auf einem MacBook wurden \u00fcber 1000 St\u00fcck 50-Euro-Banknoten entworfen, dann mit Tintenstrahldruckern ausgedruckt und unter dem Kennwort &#8222;VIB&#8220; (&#8222;Very Important Bills&#8220;) \u00fcber den virtuellen Marktplatz &#8222;Alphabay&#8220; im Darknet verkauft.<\/div>\n<section class=\"section body\">Ein vierter Angeklagter brachte Bl\u00fcten unter die Leute, so zahle er zum Beispiel im Gasthaus mit dem Falschgeld. In einer Drogerie im Aufhof Center flog er jedoch auf.<\/p>\n<div id=\"AdContainer_Incontent\" class=\"adContainer incontent\">\u00a0Die F\u00e4lschung der Geldscheine funktionierte recht simpel: Der 25-j\u00e4hrige Dean B., der die Idee hatte, googelte eine Anleitung im Internet. Dort fand er auch gleich die Einkaufsliste der ben\u00f6tigten Materialien vor, die er sich \u00fcber eBay beschaffte. Die falschen F\u00fcnfziger wurden nach dem Ausdrucken geschnitten, mit Hologrammen versehen und dort, wo der Betrag steht, mit Klebstoff bepinselt. Dann streuten die F\u00e4lscher noch lilafarbenes Pigmet darauf.<\/div>\n<p>Die Anklage nennt die Bl\u00fcten &#8222;verwechslungstauglich&#8220;, ein Gutachten der Nationalbank bem\u00e4ngelt die &#8222;schlechte Bildqualit\u00e4t&#8220; der gef\u00e4lschten Banknoten, obwohl diese auf speziellem Papier ausgedruckt worden waren.<\/p>\n<h2 class=\"subheadline\">7,50 Euro St\u00fcckpreis<\/h2>\n<p>Beim F\u00e4lschen lie\u00df sich Dean B. von seinem Jugendfreund S. (Verteidigung Roland Friis) helfen, der einen vorgezeigten gef\u00e4lschten F\u00fcnfziger nicht von einem echten unterscheiden konnte und deshalb einstieg. Das Kabinett im Gemeindebau stellte L., 23, zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Bande verkaufte die Bl\u00fcten f\u00fcr 7,50 Euro pro St\u00fcck und lie\u00df sich mit Bitcoins bezahlen. Reich wurden die verschuldeten Burschen damit nicht. Sie lukrierten insgesamt 8000 Euro Gewinn, den sie untereinander aufteilten.<\/p>\n<p>Die Bande wurde nach drei Monaten ausgehoben. Man hatte die bestellten Bl\u00fcten mit der Post verschickt, aber beim Porto gespart, sodass die Pakete zahlreich retour kamen. Die H\u00e4ufung der Pakete mit gleichen Ausma\u00dfen fiel auf. Bei einer Hausdurchsuchung in der Gemeindebauwohnung in Wien-Landstra\u00dfe wurden Probedrucke von 20-Euro-Scheinen sowie Niederl\u00e4ndischen Antillen-Gulden gefunden.<\/p>\n<p>Die Angeklagten wurden zu teilbedingten Haftstrafen zwischen 21 und 33 Monaten verurteilt. Bandenchef Dean B. muss elf Monate Gef\u00e4ngnis absitzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/kurier.at<\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50-Euro-Bl\u00fcten: Burschen druckten Banknoten im Kabinett aus und boten sie im Darknet an. \u00a0Drei junge Wiener ohne Job haben im Schlafzimmer einer Gemeindebauwohnung eine Geldf\u00e4lscher-Werkstatt betrieben. &#8222;Es war \u2013 bl\u00f6d gesagt \u2013 relativ einfach&#8220;, bemerkte der Kopf der Bande am Freitag beim Prozess im Wiener Landesgericht. 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