{"id":5837,"date":"2018-03-28T23:35:54","date_gmt":"2018-03-28T21:35:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=5837"},"modified":"2018-03-28T23:35:54","modified_gmt":"2018-03-28T21:35:54","slug":"usa-und-eu-mobilisieren-gegen-russland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=5837&lang=de","title":{"rendered":"USA und EU mobilisieren gegen Russland"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_5838\" aria-describedby=\"caption-attachment-5838\" style=\"width: 439px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5838\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/\u043f\u043e\u0441\u0442.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"329\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5838\" class=\"wp-caption-text\">\u00d6sterreich beteilig sich nicht an Solidarit\u00e4tsma\u00dfnahme. SN\/APA (DPA)\/BRITTA PEDERSEN<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die westlichen Staaten haben Russland mit einer beispiellosen Ausweisungsaktion ihren Unmut \u00fcber den Giftanschlag von Salisbury sp\u00fcren lassen. Mehr als 20 Staaten &#8211; darunter die USA und die meisten EU-Mitglieder &#8211; forderten am Montag in einer koordinierten Aktion rund 110 russische Diplomaten zur Ausreise auf. Als einer von wenigen EU-Staaten stellte sich \u00d6sterreich offen gegen diese Ma\u00dfnahme.<\/strong><\/p>\n<p>Allein in den USA sind 60 Russen betroffen, es handelt sich nach Angaben der US-Regierung um die bisher umfangreichste Ausweisung russischer Diplomaten. Bis zum Abend ordneten mindestens 17 EU-Mitglieder Ausweisungen an, darunter etwa auch das traditionell russlandfreundliche Ungarn. Portugal und Malta begr\u00fc\u00dften die konzertierte Aktion der EU-Partner, die Slowakei und Slowenien lie\u00dfen sich eigene Schritte offen.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich erkl\u00e4rten Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) und Au\u00dfenministerin Karin Kneissl (FP\u00d6): &#8222;Wir stehen hinter der Entscheidung, den EU-Botschafter aus Moskau zur\u00fcckzurufen, werden aber keine nationalen Ma\u00dfnahmen setzen.&#8220; Man werde &#8222;keine Diplomaten ausweisen&#8220;, hie\u00df es in einer der APA \u00fcbermittelten gemeinsamen Stellungnahme.<\/p>\n<p>Auch Norwegen, Albanien, Mazedonien, die Ukraine und Kanada wiesen russische Diplomaten aus. Die isl\u00e4ndische Regierung k\u00fcndigte einen Politikerboykott der Fu\u00dfball-WM in Russland an. EU-Ratspr\u00e4sident Donald Tusk sagte im bulgarischen Warna: &#8222;Zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen, darunter weitere Ausweisungen in den kommenden Tagen und Wochen, sind nicht ausgeschlossen.&#8220; Kurz und Kneissl erkl\u00e4rten hingegen, \u00d6sterreich wolle &#8222;die Gespr\u00e4chskan\u00e4le nach Russland offenhalten&#8220;: &#8222;\u00d6sterreich ist ein neutrales Land und sieht sich als Br\u00fcckenbauer zwischen Ost und West.&#8220;<\/p>\n<div class=\"responsive\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/uvp-salzburgernachrichten.sf.apa.at\/embed\/2d2f46c2-5dff-42a1-b90b-82274cc1ca50?SkipAnchor=true\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<p>Das Au\u00dfenministerium in Moskau sprach von einer &#8222;Provokation&#8220; und k\u00fcndigte Vergeltungsma\u00dfnahmen an. Russland bestreitet jede Verantwortung f\u00fcr den Giftanschlag. Der Kreml erkl\u00e4rte: &#8222;Wir sagen es erneut: Russland hat nichts mit diesem Fall zu tun.&#8220; Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, sagte, die USA h\u00e4tten mit der Ausweisung &#8222;das Wenige zerst\u00f6rt, das von den russisch-amerikanischen Beziehungen \u00fcbrig ist&#8220;.<\/p>\n<p>Deutschland weist nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amtes vier russische Diplomaten &#8222;aus Solidarit\u00e4t mit Gro\u00dfbritannien&#8220; aus. Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) hob hervor, Moskau spiele bisher keine konstruktive Rolle bei der Aufkl\u00e4rung des Anschlags. Russlands Botschafter in Berlin, Sergej Natschajkew, zeigte sich &#8222;emp\u00f6rt&#8220; \u00fcber die Ausweisungen und k\u00fcndigte &#8222;Gegenma\u00dfnahmen von russischer Seite&#8220; an.<\/p>\n<p>Auch Frankreich, Italien, Tschechien, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland sowie weitere EU-Staaten beteiligen sich an der abgestimmten Aktion. Die USA schlie\u00dfen auf Anweisung von Pr\u00e4sident Donald Trump auch das russische Konsulat in der Westk\u00fcstenstadt Seattle.<\/p>\n<p>Die Ukraine k\u00fcndigte die Ausweisung von 13 russischen Diplomaten an. Pr\u00e4sident Petro Poroschenko rief die internationale Gemeinschaft auf, sich nicht nur auf &#8222;symbolische Gesten&#8220; zu beschr\u00e4nken, sondern auch weitere Sanktionen zu verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich zufrieden \u00fcber die Ausweisungen, zu der ihre Regierung die EU-Partner in der vergangenen Woche gedr\u00e4ngt hatte. &#8222;Zusammen haben wir die Botschaft gesendet, dass wir Russlands fortgesetzte Versuche, sich \u00fcber internationales Recht hinwegzusetzen und unsere Werte zu unterminieren, nicht tolerieren&#8220;, sagte sie. London hatte bereits 23 russische Diplomaten ausgewiesen.<\/p>\n<p>Der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. M\u00e4rz in der s\u00fcdenglischen Stadt Salisbury vergiftet worden. Die beiden befinden sich weiter im Koma im Krankenhaus, ihr Zustand wird von den \u00c4rzten als ernst, aber stabil bezeichnet. London zufolge wurden beide mit dem milit\u00e4rischen Nervengift Nowitschok vergiftet, das in der Sowjetunion entwickelt wurde. May sagte am Montag im Unterhaus, dass mehr als 130 Menschen dem verwendeten Nervengift ausgesetzt gewesen sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/www.sn.at\/politik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die westlichen Staaten haben Russland mit einer beispiellosen Ausweisungsaktion ihren Unmut \u00fcber den Giftanschlag von Salisbury sp\u00fcren lassen. Mehr als 20 Staaten &#8211; darunter die USA und die meisten EU-Mitglieder &#8211; forderten am Montag in einer koordinierten Aktion rund 110 russische Diplomaten zur Ausreise auf. 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