{"id":6621,"date":"2018-05-28T00:44:28","date_gmt":"2018-05-27T22:44:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=6621"},"modified":"2018-05-28T00:44:28","modified_gmt":"2018-05-27T22:44:28","slug":"an-allah-glauben-und-oesterreich-beim-bundesheer-dienen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=6621&lang=de","title":{"rendered":"An Allah glauben und \u00d6sterreich beim Bundesheer dienen"},"content":{"rendered":"<div class=\"article-header\">\n<header class=\"header container-spacing\">\n<div class=\"text-container-row\">\n<figure id=\"attachment_6622\" aria-describedby=\"caption-attachment-6622\" style=\"width: 496px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6622\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/serkan.jpg\" alt=\"\" width=\"496\" height=\"248\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/serkan.jpg 616w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/serkan-300x150.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/serkan-480x240.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6622\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bild: Birgit Seiser<\/figcaption><\/figure>\n<h2 class=\"title\">Der Islam hat einen festen Platz beim Heer. Serkan E. lebt vor, wie der Glaube unter der rotwei\u00dfroten Fahne gelebt werden kann.<\/h2>\n<\/div>\n<\/header>\n<\/div>\n<section class=\"section text-content\">\n<div class=\"container-spacing\">\n<div class=\"text-container-row\">\n<div>\n<p>Der\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Grenz\u00fcbergang<\/span>\u00a0Nickelsdorf wurde 2015 wie kein anderer zum Mittelpunkt der\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Fl\u00fcchtlingskrise<\/span>\u00a0in\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">\u00d6sterreich<\/span>. Tausende Menschen \u2013 \u00fcberwiegend\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Muslime<\/span>\u2013 betraten dort im\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Burgenland<\/span>\u00a0zum ersten Mal \u00f6sterreichischen Boden. Auch heute noch wollen Asylsuchende jenseits dieser Grenze nach\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">\u00d6sterreich<\/span>gelangen. Auf der anderen Seite steht das\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/kurier.at\/themen\/bundesheer\">Bundesheer<\/a><\/span>. Rund 30 Mann befinden sich dort unter dem Kommando von Garde-Soldat\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Serkan E.<\/span>\u00a0Der 38-J\u00e4hrige hat t\u00fcrkische Wurzeln und ist selbst praktizierender Moslem. Im Sommer 2015 war er pl\u00f6tzlich mit viel Interesse konfrontiert: \u201eNat\u00fcrlich kamen von meinen Kameraden viele Fragen zur Religion. Was erlaubt ist, und wo die Unterschiede zum Christentum liegen. Ich erkl\u00e4re das auch gerne und gehe darauf ein. Das kommt auch heute noch regelm\u00e4\u00dfig vor\u201c, sagt\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Serkan E.<\/span><\/p>\n<p>Der Berufssoldat lebt seinen Glauben auch im\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0aus. Er fastet w\u00e4hrend des\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Ramadans<\/span>, er isst kein Schweinefleisch und versucht so oft es geht am Freitagsgebet teilzunehmen. Vorrang hat in seinem Leben aber der Dienst beim Heer: \u201eDie Umsetzung der Auftr\u00e4ge hat f\u00fcr mich h\u00f6chste Priorit\u00e4t, erst danach kann man die Religion ausleben. An Tagen, an denen das Fasten bedingt durch die Hitze oder hohe dienstliche Herausforderungen nicht m\u00f6glich ist, setze ich aus und faste sp\u00e4ter nach.\u201c Mit dem Essen g\u00e4be es kein Problem. Als\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">der KURIER<\/span>\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Serkan E.<\/span>\u00a0in der Container-Stadt in Nickelsdorf besucht, zeigt er das Mittagsbuffet. \u201eEs gibt immer gute Beilagen. Das reicht mir aus, wenn es f\u00fcr die anderen Schweinefleisch gibt.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2>Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung junger Rekruten<\/h2>\n<\/div>\n<div>\n<p>Unter Serkan E.s Kommando waren schon mehrere hundert muslimische Rekruten. \u201eBedingt durch den hohen Migrationsanteil unter Wehrpflichtigen in<span class=\"rtr-schema-org\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/kurier.at\/themen\/wien\">Wien<\/a><\/span>\u00a0gibt es sehr viele Moslems. Ich habe sicherlich schon zig davon in meiner Einheit ausgebildet.\u201c Der Soldat lebt den jungen M\u00e4nnern vor, wie der Dienst beim\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0und der muslimische Glaube zu vereinen sind. Beten k\u00f6nnen die Rekruten in Pausen oder sie holen vers\u00e4umte Gebete am Abend nach.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text-container-row inlineimg\"><picture class=\"figure\"><source srcset=\"https:\/\/image.kurier.at\/images\/cfs_616w\/2611078\/46-109581215.jpg, https:\/\/image.kurier.at\/images\/cfs_616w_2x\/2611078\/46-109581215.jpg 2x\" \/><\/picture>\n<figure style=\"width: 541px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"fullsizeImg\" title=\"46-109581215\" src=\"https:\/\/image.kurier.at\/images\/cfs_616w\/2611078\/46-109581215.jpg\" alt=\"46-109581215\" width=\"541\" height=\"361\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bild: Birgit Seiser<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div>\n<p>Ganz so einfach ist die Kombination von Religion und den Aufgaben beim\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0aber nicht immer. Vor allem w\u00e4hrend des Fastenmonats\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Ramadan<\/span>: \u201eEs gab schon Rekruten die versucht haben, entgegen meines Ratschlags und w\u00e4hrend einer\u00a0<span class=\"scayt-misspell-word\">Anstrengungsphase<\/span>\u00a0zu fasten. Sie sind dann an die Grenzen der k\u00f6rperlichen Leistungsf\u00e4higkeit gekommen und mussten einsehen, dass es eben nicht m\u00f6glich ist.\u201c<\/p>\n<p>Ihn pers\u00f6nlich st\u00f6re das Fasten nicht. Er k\u00f6nne mittlerweile gut einsch\u00e4tzen, was er seinem K\u00f6rper zumuten kann. Aber: \u201eNat\u00fcrlich kann das nicht jeder so praktizieren. Es h\u00e4ngt von der T\u00e4tigkeit ab, die man macht.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"teaser-paragraph\">\n<div class=\"list-article text-container-row\">\n<div class=\"list-element-img\">\n<div class=\"text-container-small\">\n<header class=\"header\">\n<h2 class=\"title\">Fasten w\u00e4hrend des Ramadans: Immer wieder Probleme an Schulen<\/h2>\n<\/header>\n<p class=\"leadtext\">Eigentlich sind Kinder vom Fasten ausgenommen, so lange sie in die Schule gehen. Immer mehr wollen aber am Ritual teilhaben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clear\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>Mit Themen rund um den muslimischen Glauben ist das\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0nicht erst seit einigen Jahren besch\u00e4ftigt. Tats\u00e4chlich musste sich\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">\u00d6sterreich<\/span>\u00a0schon 1878 damit auseinander setzen, als\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bosnien und Herzegowina<\/span>\u00a0okkupiert wurden und ein Gro\u00dfteil der neuen Soldaten muslimischen Glaubens waren. Die Integration des\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Islam<\/span>\u00a0hat beim Heer also eine \u00fcber 100-j\u00e4hrige Tradition. Trotzdem m\u00fcsse man mit dem Thema laut\u00a0<span class=\"scayt-misspell-word\">Serkan<\/span>\u00a0E. differenziert umgehen: \u201eIch bin und sehe mich selbst als \u00d6sterreicher. Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und trage die \u00f6sterreichische Uniform aus \u00dcberzeugung. Nat\u00fcrlich gibt es aber gravierende Unterschiede zwischen Fl\u00fcchtlingen der heutigen Zeit und Familien, die in den 70er-Jahren als Gastarbeiter nach\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">\u00d6sterreich<\/span>gekommen sind, so wie meine Eltern. Die haben sich langsam integriert. Meine Eltern haben am Anfang nicht geglaubt, dass ich eine Karriere beim\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>schaffen w\u00fcrde, und sind heute sehr stolz auf mich.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2>\u201eW\u00fcrde meine T\u00f6chter unterst\u00fctzen\u201c<\/h2>\n<\/div>\n<div>\n<p>Der 38-J\u00e4hrige ist mit seiner Berufswahl nach \u00fcber zwei Jahrzehnten noch gl\u00fccklich. \u201eIch habe mich schon lange vor meiner Grundausbildung f\u00fcr Sport und Waffen interessiert. Diese Interessen konnte ich beim\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0vereinen. Ich wurde sowohl von meinen Kommandanten, als auch von den Kameraden von Anfang an voll akzeptiert und es gab durchwegs nur positive Reaktionen\u201c, sagt\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Serkan E.<\/span>\u00a0Geht es nach ihm, d\u00fcrften auch seine Kinder gerne Soldatinnen werden: \u201eIch habe zwei kleine T\u00f6chter. Wenn ich ein drittes Kind bekommen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich mir wieder eine Tochter w\u00fcnschen. Ich bin sehr stolz auf sie und w\u00fcrde sie auch voll unterst\u00fctzen, wenn sie zum\u00a0<span class=\"rtr-schema-org\">Bundesheer<\/span>\u00a0gehen wollen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"sw-responsiveMedia sw-responsiveMedia_ratio16-9\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"sw-responsiveMedia_item\" src=\"https:\/\/uvp-kurier.sf.apa.at\/embed\/49faa584-80dd-4aed-8446-21bb0074cc16\" width=\"480\" height=\"270\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"container-spacing\">\n<section class=\"section authorblock\">\n<div class=\"authors\">\n<div><\/div>\n<div class=\"author-information\"><span class=\"author-name\">BIRGIT<\/span><span class=\"author-name\">SEISER<\/span><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>https:\/\/kurier.at\/chronik<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Islam hat einen festen Platz beim Heer. 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