{"id":709,"date":"2017-07-11T01:09:17","date_gmt":"2017-07-10T23:09:17","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=709"},"modified":"2017-07-11T01:22:49","modified_gmt":"2017-07-10T23:22:49","slug":"wohlstand-oesterreich-auf-platz-vier-von-162-staaten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=709&lang=de","title":{"rendered":"Wohlstand: \u00d6sterreich auf Platz vier von 162 Staaten"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"leadtext textsize\">WIEN.\u00a0Auch wenn in \u00d6sterreich gerne gejammert wird &#8211; gemessen an objektivierten Kriterien ist das Wohlergehen der \u00d6sterreicher absolute Spitze. Das liegt laut einer aktuellen Studie vor allem daran, dass gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung vom Wohlstand profitieren.<\/h3>\n<div class=\"bildbox\">\n<figure id=\"attachment_716\" aria-describedby=\"caption-attachment-716\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-716 size-medium\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/t1w74-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-716\" class=\"wp-caption-text\">\u00d6sterreich ist nicht nur reich, auch die Einkommensungleichheit ist weniger stark ausgepr\u00e4gt als in anderen L\u00e4ndern. Bild: Weihbold<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p id=\"bildtext\" class=\"bildtext\" style=\"text-align: left;\">\u00d6sterreich ist nicht nur reich, auch die Einkommensungleichheit ist weniger stark ausgepr\u00e4gt als in anderen L\u00e4ndern.\u00a0<span class=\"author\">Bild: Weihbold<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\u00a0Mit Anleitung in sieben Schritten zu Ihrer neuen Traumk\u00fcche.<\/div>\n<p>Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hat 44 Indikatoren ausgew\u00e4hlt, um in 162 L\u00e4ndern zu vergleichen, wie gut es den Menschen geht. \u00d6sterreich kommt im aktuellen Bericht auf Rang vier, nach dem f\u00fcnften Platz im Vorjahr.<\/p>\n<p>Einen Rang auf oder ab d\u00fcrfe man nicht \u00fcberbewerten, sagt BCG-Partner Hannes Pichler. Solche Indikatoren h\u00e4tten immer eine Bandbreite. Wichtig sei aber, dass \u00d6sterreich zu den Top-5 weltweit geh\u00f6rt. &#8222;Da sind 50 Jahre verdammt harte Arbeit dahinter. Das ist nicht einfach geschehen, das ist im Land erarbeitet&#8220;. Und klar sei auch: &#8222;Um das Niveau zu halten, bedarf es ganz sicher weiterer Anstrengungen&#8220;.<\/p>\n<p>Der &#8222;Sustainable Economic Development Assessment&#8220; (SEDA) Index der Boston Consulting Group h\u00e4ngt mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) der L\u00e4nder zusammen &#8211; aber nicht nur. Ganz entscheidend ist, wie ein Land den Wohlstand verteilen kann. &#8222;\u00d6sterreich versteht es in besonderer Weise, die starke Wirtschaftsleistung auch in Wohlergehen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung umzuwandeln&#8220;, sagt Pichler. \u00d6sterreich habe nicht nur &#8211; wohl seit dem Marshall-Plan &#8211; hohes Wachstum erzielt, sondern es auch geschafft, dieses Wachstum &#8222;auf breitere Schultern zu verteilen&#8220;.<\/p>\n<p>Die USA etwa, die pro Kopf in Kaufkraft gemessen &#8222;reicher&#8220; sind, kommen in dem Index nur auf Rang 17. Das hat einen klaren Grund: &#8222;Das Ergebnis ist eindeutig: Wo die Schere bei den Einkommen stark auseinanderklafft, gelingt es auch schlechter, den vorhandenen Wohlstand in entsprechende Lebensqualit\u00e4t umzuwandeln&#8220;, so Pichler. Weitere wichtige Faktoren sind die Einbindung der Zivilgesellschaft und gute Verwaltung.<\/p>\n<p>Das m\u00fcsse die Politik bedenken, wenn sie Wirtschaftswachstum anstrebt, um den Menschen Wohlstand zu bringen. In einigen, auch gro\u00dfen L\u00e4ndern sei die Einkommensungleichheit gestiegen und gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung sind entt\u00e4uscht, dass sich ihre Hoffnung auf einen steigenden Lebensstandard nicht erf\u00fcllt hat. Das k\u00f6nne dazu f\u00fchren, dass sich L\u00e4nder vom Welthandel zur\u00fcckziehen, obwohl gerade dieser die treibende Kraft f\u00fcr mehr Wohlstand war und ist, hei\u00dft es in der BCG-Studie.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich ist unter anderem die Gesundheitsvorsorge, gemessen an \u00c4rzten pro Einwohner, &#8222;extrem positiv&#8220;. Eine Entwicklung in Richtung Zwei-Klassen-Medizin k\u00f6nnte man an diesem Indikator allerdings nicht ablesen, schr\u00e4nkt Pichler ein. Auch zu komplizierte Strukturen der Krankenkassen bilden sich hier nicht ab. Vielleicht \u00fcberraschend f\u00fcr manche \u00d6sterreicher: Im Sektor Umwelt kommt \u00d6sterreich nicht ganz so gut weg. Weniger \u00fcberraschend, weil auch in vielen anderen Indikatoren abgebildet: \u00d6sterreich verliert Punkte, weil es bei der Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern nachhinkt.<\/p>\n<p>Wohlergehen ist nach Kontinenten verteilt, zeigt die Studie deutlich. Afrika liegt abgeschlagen zur\u00fcck. Da m\u00fcsse man auf viele Faktoren schauen, auf Investitionen in Bildung und Gesundheit, auf die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen, aber auch darauf, dass der Kontinent zersplittert ist. Wer in Afrika reisen will, brauche zahlreiche Visa, Waren in Afrika zu handeln sei &#8222;unglaublich komplex&#8220; &#8211; auch f\u00fcr Afrikaner, nicht etwa nur f\u00fcr Europ\u00e4er, so Pichler. Dazu komme die unglaubliche Ungleichheit, wo Reichtum in wenigen H\u00e4nden konzentriert ist.<\/p>\n<p>Der SEDA-Index wird von westeurop\u00e4ischen Staaten angef\u00fchrt. Vor \u00d6sterreich haben sich Norwegen &#8211; wie 2016 auf Platz 1 -, die Schweiz und die Niederlande platziert. Mit Ausnahme der Sonderverwaltungszone Hongkong, die in diesem Vergleich mit gef\u00fchrt wird, sind nur westeurop\u00e4ische Staaten unter den Top-10.<\/p>\n<p>Der SEDA-Index wird von BCG seit 2012 erstellt. Er misst den Stand und die Entwicklung von zuletzt 162 Staaten (inklusive der Sonderwirtschaftszone Hongkong) nach 44 Einzelfaktoren, aufgeteilt auf die Kriterien Wirtschaft, Investition und Nachhaltigkeit. Zur Wirtschaft geh\u00f6ren die Bereiche Einkommen, volkswirtschaftliche Stabilit\u00e4t und Besch\u00e4ftigung. Unter &#8222;Investitionen&#8220; werden die Lage bei Gesundheit, Bildung und Infrastruktur zusammengefasst. Zur Nachhaltigkeit geh\u00f6ren Umwelt, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Einkommensverteilung.<\/p>\n<p>Angesichts der sehr grundlegenden Indikatoren ver\u00e4ndert sich die Position einzelner L\u00e4nder nur sehr langsam. Wobei der SEDA-Indikator unterscheidet, wie weit der bisherige Bestand an Reichtum zum Wohlergehen beitr\u00e4gt und wie weit das aktuelle Wachstum so umgesetzt werden kann, dass es den Menschen besser geht. \u00d6sterreich ist in beiden Kategorien \u00fcberdurchschnittlich und konnte sich daher vom ohnehin schon hohen Niveau noch verbessern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/www.nachrichten.at\/nachrichten\/wirtschaft\/Wohlstand-OEsterreich-auf-Platz-vier-von-162-Staaten;art15,2618415<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIEN.\u00a0Auch wenn in \u00d6sterreich gerne gejammert wird &#8211; gemessen an objektivierten Kriterien ist das Wohlergehen der \u00d6sterreicher absolute Spitze. 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