{"id":7318,"date":"2018-07-27T10:56:14","date_gmt":"2018-07-27T08:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7318"},"modified":"2018-07-27T10:56:14","modified_gmt":"2018-07-27T08:56:14","slug":"gefeuerter-arbeiter-schiesst-auf-chef","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7318&lang=de","title":{"rendered":"Gefeuerter Arbeiter schie\u00dft auf Chef"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen Tag nach der Entlassung kehrte der Mann zur\u00fcck. Kollege schlug den T\u00e4ter nieder.<\/p>\n<p>Abubarar Abdulajev ist ein Held.\u00a0Donnerstagfr\u00fch\u00a0rettete der Arbeiter in\u00a0Wien\u00a0seinem Chef das Leben. Ein am Vortag entlassener Mitarbeiter wollte anscheinend Rache nehmen und tauchte mit einer\u00a0Repetierflinte\u00a0in dessen B\u00fcro am Alsergrund auf. Der erste Schuss ging daneben. Der zweite erwischte Harald U., Chef einer Blitzschutz-Firma in der Seegasse, aus unmittelbarer N\u00e4he im Brustbereich. Abdulajev h\u00f6rte die Sch\u00fcsse, eilte ins B\u00fcro und schlug dem mutma\u00dflichen T\u00e4ter\u00a0Babak S.\u00a0mit einem Schraubenschl\u00fcssel auf den Kopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Keine Zeit f\u00fcr Angst<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7317\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook.jpg\" alt=\"\" width=\"994\" height=\"567\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook.jpg 994w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook-300x171.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook-768x438.jpg 768w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook-480x274.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Screenshot_20180727-104125_Facebook-877x500.jpg 877w\" sizes=\"auto, (max-width: 994px) 100vw, 994px\" \/><\/p>\n<p>Abdubarar Abdulajev, Lebensretter, Mann schie\u00dft auf Ex-Chef, Seegasse, Wien\u00a0\u00a9 Bild: Michaela Reibenwein<\/p>\n<p>\u201eAls ich ins B\u00fcro bin, habe ich gleich die Waffe gesehen\u201c, schildert der 27-j\u00e4hrige Tschetschene. F\u00fcr Angst habe er keine Zeit gehabt, sagt er. \u201eIch habe nicht nachgedacht. Ich habe nur gesehen, dass er nachladen wollte. Er hat auf den Chef gezielt und auf mich. Da habe ich zugeschlagen\u201c, erz\u00e4hlt der mutige Mann. Seine \u201eWaffe\u201c: Ein Schraubenschl\u00fcssel, den er in der Hosentasche hatte. Den schlug er dem Angreifer mehrmals auf den Kopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Chef\u00a0Harald U.\u00a0lag zu dem Zeitpunkt bereits wehrlos auf dem Boden. \u201eEr hat sich mit der Hand auf die Brust, auf die Wunde, gegriffen. Und er hat gesagt: ,Er hat geschossen!\u2018\u201c, beschreibt der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>U.\u00a0hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck. Die Kugel drang im Brustbereich ein und an der Seite wieder aus, ohne lebenswichtige Organe zu verletzen. Der 51-j\u00e4hrige\u00a0U.\u00a0wurde von seinem Mitarbeiter anschlie\u00dfend ins Freie gebracht und auf einer Parkbank erstversorgt. Dann alarmierte der Tschetschene die\u00a0Polizei. Die musste den mutma\u00dflichen T\u00e4ter, der von den Kopfschl\u00e4gen noch benommen war, nur noch festnehmen und ins Krankenhaus bringen. Bei Babak S. wurden laut\u00a0PolizeiMunition und ein Messer gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Streit wegen Fahrzeug<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Mordversuch soll die fristlose Entlassung des 43-j\u00e4hrigen Iraners am Vortag gewesen sein. Dem war ein Streit um einen Firmentransporter vorausgegangen. Der Chef d\u00fcrfte das\u00a0Fahrzeug, das\u00a0Babak S.\u00a0auch privat fahren durfte, zur\u00fcckgefordert haben und holte es mit einem Zweitschl\u00fcssel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch hab\u2019 mir schon gedacht, dass es Probleme geben wird\u201c, sagt Abdulajev. \u201eAber nicht, dass er mit einer Waffe kommt.\u201c Und die hatte der mutma\u00dfliche T\u00e4ter gut getarnt, als er in der Firma auftauchte. Er transportierte das Winchester-Gewehr in einer Gitarren-Tasche. Den Hals des Instrumentes hatte er abges\u00e4gt \u2013 dort war die Waffe versteckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Laut Krankenhaus hat\u00a0Harald U.\u00a0die Schussverletzung gut \u00fcberstanden. Er erlitt keine inneren Verletzungen und darf das Spital in den kommenden Tagen schon wieder verlassen.<\/p>\n<p>Hintergrund Eine\u00a0Entlassung\u00a0hinterl\u00e4sst tiefe Wunden. \u201eEine pl\u00f6tzliche K\u00fcndigung kann zu einer Verlustkrise f\u00fchren\u201c, sagt\u00a0Claudius Stein. Er ist \u00e4rztlicher Leiter des\u00a0Kriseninterventionszentrums\u00a0in\u00a0Wien. Diese Einrichtung bietet akute, kurzfristige Hilfsleistungen an. Im vergangenen Jahr haben sich 1600 Menschen an das Zentrum gewandt. 20 Prozent der Klienten sind arbeitslos. Ein gutes Drittel sucht Hilfe auf, weil es in der Arbeit Probleme gibt. Aus Erfahrung wei\u00df\u00a0Stein, dass eine l\u00e4ngere Phase der Arbeitslosigkeit das Risiko einer psychischen Erkrankung erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schussattentat aus Rache<\/p>\n<p>Kurier.at (Archiv\u00a023.05.2013)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Einen Tag nach der Entlassung kehrte der Mann zur\u00fcck. Kollege schlug den T\u00e4ter nieder. Abubarar Abdulajev ist ein Held.\u00a0Donnerstagfr\u00fch\u00a0rettete der Arbeiter in\u00a0Wien\u00a0seinem Chef das Leben. Ein am Vortag entlassener Mitarbeiter wollte anscheinend Rache nehmen und tauchte mit einer\u00a0Repetierflinte\u00a0in dessen B\u00fcro am Alsergrund auf. Der erste Schuss ging daneben. 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