{"id":7628,"date":"2018-08-15T14:53:32","date_gmt":"2018-08-15T12:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7628"},"modified":"2018-08-15T14:53:32","modified_gmt":"2018-08-15T12:53:32","slug":"wiener-reichsbruecke-am-1-august-1976-eingestuerzt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7628&lang=de","title":{"rendered":"Wiener Reichsbr\u00fccke: Am 1. August 1976 eingest\u00fcrzt"},"content":{"rendered":"<header class=\"article__header push--bottom\"><\/header>\n<div class=\"article__content\">\n<div class=\"article__aside article__aside--inside js-article-aside-desktop\">\n<div class=\"widget widget--cxsense\">\n<div id=\"cx_d17ffded91e38fefd8fdfe6c423e0c3f30f85458\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"container__element container__element--hero ressort--international\">\n<div class=\"container-element__wrapper\">\n<div class=\"container-element__heading\">\n<figure id=\"attachment_7629\" aria-describedby=\"caption-attachment-7629\" style=\"width: 520px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7629\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/br\u00fccke.jpg\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"312\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/br\u00fccke.jpg 520w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/br\u00fccke-300x180.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/br\u00fccke-480x288.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7629\" class=\"wp-caption-text\">ARCHIVBILD: WIENER REICHSBR\u00dcCKE\u00a0\u00a9\u00a0(c) APA\/G\u00dcNTER R. ARTINGER<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 1. August 1976 brach die\u00a0<strong>Wiener Reichsbr\u00fccke<\/strong>\u00a0in sich zusammen. Zwischen 4.30 und 4.40 Uhr st\u00fcrzte das Bauwerk in die Donau und riss einen Pkw und einen Bus mit sich in die Tiefe. Der junge Autofahrer starb, wohingegen der Buslenker unverletzt geborgen werden konnte.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Lediglich dem Umstand, dass an einem Sonntag so fr\u00fch nur wenige Menschen unterwegs waren, ist es zu verdanken, dass bei dem Zusammenbruch nicht mehr Tote zu beklagen waren. Der Busfahrer \u00fcberstand den Vorfall unverletzt, weil sein Gelenkbus zwar wie der Pkw in die Donau st\u00fcrzte, jedoch nicht versank, sondern auf der Br\u00fcckruine stehen blieb. Die Ersch\u00fctterungen waren so stark, dass sie auf der Erdbebenstation der Hohen Warte registriert wurden.<\/p>\n<p>Der damalige B\u00fcrgermeister\u00a0<strong>Leopold Gratz<\/strong>\u00a0(SP\u00d6) rief zwei Stunden nach dem Ungl\u00fcck einen Krisenstab ein, bei dem die \u00dcberpr\u00fcfung der anderen Wiener Donaubr\u00fccken angeordnet wurde. Den Beschluss zum Neubau der Reichsbr\u00fccke fasste der Ministerrat bereits zwei Tage sp\u00e4ter, am 3. August. Im November 1980 wurde die neue Reichsbr\u00fccke wiederer\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Nachdem zun\u00e4chst Gratz seinen R\u00fccktritt angeboten hatte, \u00fcbernahm der Wiener SP-Planungsstadtrat\u00a0<strong>Fritz Hofmann<\/strong>\u00a0die politische Verantwortung f\u00fcr den Einsturz und schied wenige Tage nach der Katastrophe aus dem Amt. Eine Expertenkommission gab kurz darauf bekannt, dass der linke Pfeiler der nach Ende des Zweiten Weltkrieges sanierten Br\u00fccke zum Teil mit Sand und &#8222;unverdichtetem Beton&#8220; gef\u00fcllt gewesen war. Durch das schlechte Material sei Wasser eingedrungen, was schlie\u00dflich zu dem Einsturz f\u00fchrte.<\/p>\n<h2>Auswirkungen auf Verkehrsentwicklung<\/h2>\n<p>Gro\u00dfe Auswirkungen hatte der Br\u00fcckeneinsturz f\u00fcr die Verkehrsentwicklung der Stadt. So wurde ein Gemeinderatsbeschluss vorgezogen, der die Verl\u00e4ngerung der\u00a0<strong>U-Bahn-Linie U1<\/strong>\u00a0vom Praterstern \u00fcber die neue Br\u00fccke bis nach Kagran sowie den Neubau der altersschwachen Floridsdorfer Br\u00fccke vorsah. Auch die Br\u00fcckenkontrollen wurden intensiviert.<\/p>\n<p>Den st\u00e4dtischen Gelenkbus, der mit der Br\u00fccke in die Tiefe krachte, gibt es \u00fcbrigens noch immer. Er war bis 1989 regul\u00e4r unterwegs und kann jetzt im Wiener Stra\u00dfenbahnmuseum besichtigt werden. Die Katastrophe \u00fcberstand er fast unbeschadet, lediglich die Front war eingedr\u00fcckt. Er stand einige Tage im Wasser und wurde dann per Schwimmkran geborgen.<\/p>\n<p>Dass der Bus damals gerade die Reichsbr\u00fccke querte, war reiner Zufall. Der Fahrer &#8211; er war noch lange als Buschauffeur im Einsatz &#8211; kam zu sp\u00e4t zum Dienst und nahm von der Betriebsgarage kommend eine Abk\u00fcrzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/www.kleinezeitung.at<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. August 1976 brach die\u00a0Wiener Reichsbr\u00fccke\u00a0in sich zusammen. Zwischen 4.30 und 4.40 Uhr st\u00fcrzte das Bauwerk in die Donau und riss einen Pkw und einen Bus mit sich in die Tiefe. Der junge Autofahrer starb, wohingegen der Buslenker unverletzt geborgen werden konnte. 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