{"id":7879,"date":"2018-09-08T09:29:24","date_gmt":"2018-09-08T07:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7879"},"modified":"2018-09-08T09:29:24","modified_gmt":"2018-09-08T07:29:24","slug":"chemieunfall-auf-der-krim-spaete-evakuierung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=7879&lang=de","title":{"rendered":"Chemieunfall auf der Krim &#8211; Sp\u00e4te Evakuierung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7880\" aria-describedby=\"caption-attachment-7880\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7880\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/krim-e1536391499586.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"304\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7880\" class=\"wp-caption-text\">Vor allem Kinder leiden unter der vergifteten Luft in Armjansk.<br \/>Bildrechte: IMAGO<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"intro \"><strong>Erst zwei Wochen nach einem Chemieungl\u00fcck wurden Sch\u00fcler auf der von Russland annektierten Halbinsel evakuiert \u2013 und informiert.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"article first odd\">KIEW\u00a0<em>taz<\/em>\u00a0| In der Ortschaft Perekop auf der Krim hat der Herbst vorzeitig Einzug gehalten. Dort sind die Bl\u00e4tter gelb, die Nadelb\u00e4ume von einer orangefarbenen Schicht \u00fcberzogen. Das Gras hat rostbraune Streifen. Die Luft riecht nach Schwefel, als h\u00e4tte jemand gerade Streichh\u00f6lzer entz\u00fcndet. Auf den Lippen sp\u00fcren die Bewohner einen leichten Metallgeschmack. Dies berichtet die Moskauer Zeitung\u00a0<em>Kommersant.<\/em><\/p>\n<p class=\"article even\">Inzwischen geben auch die Beh\u00f6rden der von Russland annektierten Krim zu, was die Bewohner der Stadt bereits seit dem 23. August sp\u00fcren: Das Titandioxidwerk in der Stadt Armjansk ist Quelle der Giftstoffe. Dort werden Pigmente f\u00fcr Lacke und D\u00fcngemittel produziert. Die von Russland eingesetzten Beh\u00f6rden sagen, gro\u00dfe Hitze habe zu chemischen Reaktionen in einem Speicherbecken gef\u00fchrt. Dieses sei wegen der von der Ukraine nach der Annexion eingestellten Wasserlieferungen v\u00f6llig ausgetrocknet. Ukrainische Experten hingegen vermuten, dass Salzwasser in dem Becken, in dem Schwefels\u00e4ure verd\u00fcnnt wird, die ungewollten chemischen Reaktionen ausgel\u00f6st hat.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Erst vor wenigen Tagen ver\u00f6ffentlichten die Beh\u00f6rden Empfehlungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung: Man solle medizinische Masken tragen, Haut und Kopf bei Aufenthalten im Freien sch\u00fctzen, die Haust\u00fcren nicht offen lassen und Klimaanlagen abschalten.<\/p>\n<div class=\"article rack no3\">\n<div id=\"\" class=\"first last odd sect sect_quote \" role=\"region\">\n<div class=\"sectbody quote obj\">\n<h3>Ukrainische Experten vermuten, dass Salzwasser in dem Becken, in dem Schwefels\u00e4ure verd\u00fcnnt wird, die ungewollten chemischen Reaktionen ausgel\u00f6st hat.<\/h3>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"article even\">Zudem wurden 4.000 Sch\u00fcler aus der Stadt Armjansk und deren Vororten wegen hoher Schwefeldioxidwerte zu au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Ferien in Sanatorien \u201egeschickt\u201c. Das Wort Evakuierung in den Mund zu nehmen, scheuen sich die Beh\u00f6rden. Die Ukraine sperrte wegen des ungekl\u00e4rten Chemieunfalls auf der Krim am Freitag die Grenz\u00fcberg\u00e4nge zur Schwarzmeerhalbinsel. Zudem wurden Schulen und Kinderg\u00e4rten in der N\u00e4he des Ungl\u00fccks geschlossen, Bauern sollten ihr Vieh in Sicherheit bringen, teilte die Beh\u00f6rde des s\u00fcd\u00adukrainischen Gebiets Cherson mit.<\/p>\n<h3>Das Krankenhaus ist \u00fcberf\u00fcllt<\/h3>\n<p class=\"article odd\">Viele Anwohner in Armjansk klagen indes \u00fcber verst\u00e4rkte Kopfschmerzen, Atemnot und Hautausschl\u00e4ge. Andere haben Schnupfen und rote Augen. Asthmatiker leiden besonders. Das st\u00e4dtische Krankenhaus, so die in Moskau erscheinende\u00a0<em>Nowaja Gaseta,<\/em>\u00a0ist \u00fcberf\u00fcllt. Die \u00c4rzte m\u00fcssten bereits Patienten wieder nach Hause schicken. Jeden Tag m\u00fcssten Anwohner zudem einen schmutzigen rostbraunen Schleim von ihren Autos, D\u00e4chern und Z\u00e4unen wischen, so die\u00a0<em>Nowaja Gaseta.<\/em><\/p>\n<p class=\"article even\">\u201eHier auf der Krim \u00e4rgert man sich dar\u00fcber, dass die meisten Kinder in Sanatorien untergebracht sind, die schon lange au\u00dfer Betrieb sind. Wieso ist f\u00fcr sie kein Platz in gew\u00f6hnlichen und gut funktionierenden Erholungsheimen?\u201c, sagte der in Sewastopol lebende Igor Panjuta zur taz.<\/p>\n<p class=\"article last odd\">Das ukrainische Verteidigungsministerium sieht die Schuld f\u00fcr die Katastrophe bei Russland. Die russische Armee habe, so ein Sprecher, vom 13. bis zum 19. August ein Man\u00f6ver in dem betreffenden Gebiet durchgef\u00fchrt. Dabei sei ein Geschoss versehentlich in diesen k\u00fcnstlichen See geraten. Die Beh\u00f6rde forderte eine internationale Untersuchung des Vorfalls.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>http:\/\/www.taz.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst zwei Wochen nach einem Chemieungl\u00fcck wurden Sch\u00fcler auf der von Russland annektierten Halbinsel evakuiert \u2013 und informiert. &nbsp; KIEW\u00a0taz\u00a0| In der Ortschaft Perekop auf der Krim hat der Herbst vorzeitig Einzug gehalten. Dort sind die Bl\u00e4tter gelb, die Nadelb\u00e4ume von einer orangefarbenen Schicht \u00fcberzogen. Das Gras hat rostbraune Streifen. 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