{"id":8022,"date":"2018-09-25T09:07:48","date_gmt":"2018-09-25T07:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=8022"},"modified":"2018-09-25T09:07:48","modified_gmt":"2018-09-25T07:07:48","slug":"umfrage-einkommen-reicht-jedem-zweiten-nicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=8022&lang=de","title":{"rendered":"Umfrage: Einkommen reicht jedem Zweiten nicht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_8023\" aria-describedby=\"caption-attachment-8023\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8023\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/einkommen-zufriedenheit-e1537859193488.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"361\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8023\" class=\"wp-caption-text\">karriere.at<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"teaser\"><strong>F\u00fcr 46 Prozent der befragten Arbeitnehmer reicht der Lohn oder das Gehalt kaum oder gar nicht zum Leben. Sieben Prozent der Besch\u00e4ftigten in \u00d6sterreich gelten laut einer Befragung im Auftrag der Arbeiterkammer trotz Arbeit als arm.<\/strong><\/p>\n<p>In absoluten Zahlen sind es rund 220.000 \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher, die mit ihrem Einkommen trotz Arbeit gar nicht auskommen (\u201eWorking Poor\u201c). Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Arbeitsklimaindex der AK Ober\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>In einigen Branchen ist es f\u00fcr Besch\u00e4ftigte besonders schwierig finanziell \u00fcber die Runden zu kommen. 74 Prozent der befragten Kellner im Gastgewerbe gaben an, dass ihr Einkommen nicht oder kaum zum Leben ausreicht. Bei Reinigungskr\u00e4ften (75 Prozent), Handelskassierkr\u00e4ften (77 Prozent), bei Friseuren und Kosmetikkr\u00e4ften (79 Prozent) sind die Werte \u00e4hnlich hoch. In diesen Branchen ist der Frauenanteil besonders hoch.<\/p>\n<h2>AK-O\u00d6-Chef: Schnelle Anhebung der Mindestgeh\u00e4lter<\/h2>\n<p>Die Berechnung des Arbeitsklimaindex beruht auf Umfragen der Wiener Sozialforschungsinstitute SORA und IFES unter Besch\u00e4ftigen in \u00d6sterreich und umfasst eine repr\u00e4sentative Stichprobe von 4.000 Befragten pro Jahr. Der Arbeitsklimaindex wird im Auftrag der Arbeiterkammer seit dem Fr\u00fchjahr 1997 zweimal j\u00e4hrlich berechnet und ver\u00f6ffentlicht. Zus\u00e4tzlich gibt es Sonderauswertungen.<\/p>\n<p>Die Arbeiterkammer fordert angesichts der Umfragedaten eine deutliche Anhebung der Geh\u00e4lter in den Niedriglohnbranchen. Die Anhebung der Mindestgeh\u00e4lter auf 1.700 brutto f\u00fcr Vollzeit in allen Branchen m\u00fcsse \u201em\u00f6glichst schnell\u201c erfolgen, sagte AK-O\u00d6-Pr\u00e4sident Johann Kalliauer bei der Pr\u00e4sentation der Umfragewerte am Montag in Wien.<\/p>\n<p>Das Einkommen spiele f\u00fcr die Arbeitszufriedenheit \u201eeine zentrale Rolle\u201c. Gute Nachrichten konnte Kalliauer aber auch verk\u00fcnden: \u201eDie Zahl der Menschen, die von ihrem Einkommen leben k\u00f6nnen, ist zwar dank Steuerreform, Mindestlohn und guter Gehaltsabschl\u00fcsse in den vergangenen Jahren leicht gestiegen.\u201c Dennoch w\u00fcrde die Lohnquote und die mittlere Realeinkommen sinken.<\/p>\n<h2>Frauen deutlich h\u00e4ufiger von Erwerbsarmut betroffen<\/h2>\n<p>Manche Personengruppen sind besonders von Einkommensarmut betroffen: Laut Umfrage reicht f\u00fcr acht Prozent der weiblichen Besch\u00e4ftigten das Einkommen nicht aus, bei Personen mit Migrationshintergrund liegt dieser Wert bei neun Prozent, noch st\u00e4rker trifft es Alleinerzieherinnen (elf Prozent), Pflichtschulabsolventen (13 Prozent) und in den letzten zw\u00f6lf Monaten von Arbeitslosigkeit betroffene Personen (23 Prozent).<\/p>\n<p>Frauen seien im Vergleich zu M\u00e4nnern deutlich h\u00e4ufiger von Erwerbsarmut betroffen, weil sie oft in Teilzeit, in schlechter bezahlten Branchen arbeiten und Alleinerzieherinnen sind, sagte SORA-Mitarbeiter Daniel Sch\u00f6nherr bei der Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Bei der Auswertung des Arbeitsklimaindex wurde diesmal auch die Arbeitszufriedenheit der rund 866.000 Besch\u00e4ftigten mit Migrationshintergrund n\u00e4her analysiert. Sie sind deutlich unzufriedener als Besch\u00e4ftigte mit \u00f6sterreichischen Wurzeln. Migrantische Besch\u00e4ftigte w\u00fcrden h\u00e4ufig in Jobs arbeiten, f\u00fcr die sie \u00fcberqualifiziert seien, sagte IFES-Mitarbeiter Georg Michenthaler.<\/p>\n<h2>Befragungen zu Einkommen oft ungenau<\/h2>\n<p>Aus Befragungen gewonnene Einkommensdaten sind allerdings oft ungenau und stimmen nicht mit den entsprechenden Daten aus Verwaltungsregistern \u00fcberein. Grund daf\u00fcr ist, dass die Teilnehmer oft sozial erw\u00fcnschte Antworten geben, hei\u00dft es in einer Studie der Wirtschaftsuniversit\u00e4t (WU). Au\u00dferdem spielen soziodemografische Faktoren eine Rolle: M\u00e4nner geben etwa zu hohe Einkommen an &#8211; mehr dazu in\u00a0<a href=\"https:\/\/science.orf.at\/stories\/2937632\/\">science.ORF.at<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/wien.orf.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr 46 Prozent der befragten Arbeitnehmer reicht der Lohn oder das Gehalt kaum oder gar nicht zum Leben. Sieben Prozent der Besch\u00e4ftigten in \u00d6sterreich gelten laut einer Befragung im Auftrag der Arbeiterkammer trotz Arbeit als arm. 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