{"id":8513,"date":"2018-11-09T10:54:27","date_gmt":"2018-11-09T08:54:27","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=8513"},"modified":"2019-03-04T00:09:51","modified_gmt":"2019-03-03T22:09:51","slug":"wie-ein-salzburger-heeresbeamter-jahrelang-fuer-moskau-spionierte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=8513&lang=de","title":{"rendered":"Wie ein Salzburger Heeresbeamter jahrelang f\u00fcr Moskau spionierte"},"content":{"rendered":"<header id=\"content_start\" class=\"article__header\">\n<figure id=\"attachment_8514\" aria-describedby=\"caption-attachment-8514\" style=\"width: 445px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8514\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Buhdesher.jpg\" alt=\"\" width=\"445\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Buhdesher.jpg 620w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Buhdesher-300x180.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Buhdesher-480x288.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8514\" class=\"wp-caption-text\">Symbolfoto. \u2013 Clemens Fabry<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"article__lead\"><strong><a href=\"https:\/\/diepresse.com\">Der \u00d6sterreicher soll f\u00fcr die Spionaget\u00e4tigkeiten f\u00fcr einen russischen Nachrichtendienst laut &#8222;Presse&#8220;-Informationen 300.000 Euro kassie<\/a>rt haben. F\u00fcr Kanzler Kurz ein &#8222;inakzeptables&#8220; Vorgehen. Au\u00dfenministerin Kneissl sagt ihren Russland-Besuch ab.<\/strong><\/p>\n<\/header>\n<section class=\"article__main\">\n<div id=\"content-body\" class=\"article__body\">\n<p>Ein Spionagefall eines Bundesheerbediensteten sorgt f\u00fcr Verstimmungen in den diplomatischen Beziehungen zwischen \u00d6sterreich und Russland. Ein Salzburger Bundesheerangestellter soll seit den 90er-Jahren bis 2018 mit einem russischen Nachrichtendienst zusammengearbeitet und ihn unterst\u00fctzt haben, gaben Kanzler Sebastian Kurz und Verteidigungsminister Mario Kunasek bei einer kurzen Pressekonferenz im Marmorecksalon des Bundeskanzleramts am Freitag bekannt.<\/p>\n<p>Er soll daf\u00fcr \u00fcber die Jahre 300.000 Euro erhalten haben, hie\u00df es aus dem Verteidigungsministerium gegen\u00fcber der &#8222;Presse&#8220;. Au\u00dfenministerin Karin Kneissl sagt daher ihren f\u00fcr Dezember geplanten Russland-Besuch ab, gab Kurz bekannt. Sie habe den russischen Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger in \u00d6sterreich zu sich ins Au\u00dfenministerium zitiert.<\/p>\n<p>&#8222;Das Verh\u00e4ltnis zwischen Russland und der EU wird dadurch nicht verbessert&#8220;, sagte Kanzler Kurz im Rahmen der zehnmin\u00fctigen Stellungnahme. &#8222;Spionage ist inakzeptabel. Auch russische Spionage ist inakzeptabel&#8220;. Er gehe davon aus, dass sich der Verdacht best\u00e4tigen werde. Auf die Frage, ob daran gedacht werde, russische Diplomaten aus \u00d6sterreich auszuweisen, meinte er: &#8222;Wir werden das weitere Vorgehen mit unseren europ\u00e4ischen Partnern besprechen.<\/p>\n<h2>Informationsaustausch \u00fcber einfaches Radio<\/h2>\n<p>&#8222;Der Fall zeigt, dass auch nach Ende des Kalten Krieges wir unsere Sicherheitsnetz innerhalb \u00d6sterreichs noch enger schn\u00fcren m\u00fcssen&#8220;, sagte Verteidigungsminister Kunasek. F\u00e4lle wie diese k\u00f6nne man nie zu hundert Prozent ausschlie\u00dfen. Man habe einen Laptop sicher stellen k\u00f6nnen, sagte Kunasek. Die Justiz habe Ermittlungen eingeleitet.<\/p>\n<p>Der Tipp sei von einem befreundeten Nachrichtendienst gekommen, hie\u00df es aus dem Verteidigungsministerium gegen\u00fcber der &#8222;Presse&#8220;. Daraufhin sei der Salzburger \u00fcberwacht und sp\u00e4ter mit den Vorw\u00fcrfen konfrontiert worden. Er habe ein umfassendes Gest\u00e4ndnis abgelegt und alles zugegeben.<\/p>\n<p>Die Russen h\u00e4tten ihm technische Ausr\u00fcstung zur Verf\u00fcgung gestellt, \u00fcber die der Austausch von Informationen erfolgt sei. Ein Kommunikationsweg d\u00fcrfte ein simpler Weltempf\u00e4nger gewesen sein. \u00dcber dieses Radio soll der Spion mit seinen Auftraggebern kodierte Informationen ausgetauscht haben.<\/p>\n<h2>Stimmungsbilder aus dem Bundesheer<\/h2>\n<p>Nach erster Einsch\u00e4tzung des Bundesheers gab der Verd\u00e4chtige keine streng geheimen Informationen weiter. Er habe jedoch allgemein zug\u00e4ngliche Nachrichten aus dem Intranet des Heeres und aus seinem unmittelbaren Arbeitsbereich geliefert &#8211; unter anderem Stimmungsbilder aus dem Bundesheer, also auch \u00fcber die Gef\u00fchlslage gegen\u00fcber dem Verteidigungsminister. Es wurde bei der Staatsanwaltschaft Salzburg Anzeige erstattet. Die Ermittlungen beim Bundesheer laufen noch weiter.<\/p>\n<p>(d.n.\/cu\/me)<\/p>\n<p>https:\/\/diepresse.com<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00d6sterreicher soll f\u00fcr die Spionaget\u00e4tigkeiten f\u00fcr einen russischen Nachrichtendienst laut &#8222;Presse&#8220;-Informationen 300.000 Euro kassiert haben. F\u00fcr Kanzler Kurz ein &#8222;inakzeptables&#8220; Vorgehen. Au\u00dfenministerin Kneissl sagt ihren Russland-Besuch ab. Ein Spionagefall eines Bundesheerbediensteten sorgt f\u00fcr Verstimmungen in den diplomatischen Beziehungen zwischen \u00d6sterreich und Russland. 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