{"id":9857,"date":"2019-05-07T12:20:46","date_gmt":"2019-05-07T10:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=9857"},"modified":"2021-01-25T05:59:49","modified_gmt":"2021-01-25T04:59:49","slug":"9857","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ichkeria.at\/?p=9857&lang=de","title":{"rendered":"Kaukasier in russischen Kolonien &#8211; Sonderbehandlung?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9859\" src=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/0538956B-22CA-4DEF-8DA1-72BC9EAA594B_cx16_cy1_cw84_w1023_r1_st-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"944\" height=\"532\" srcset=\"http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/0538956B-22CA-4DEF-8DA1-72BC9EAA594B_cx16_cy1_cw84_w1023_r1_st-300x169.jpg 300w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/0538956B-22CA-4DEF-8DA1-72BC9EAA594B_cx16_cy1_cw84_w1023_r1_st-768x432.jpg 768w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/0538956B-22CA-4DEF-8DA1-72BC9EAA594B_cx16_cy1_cw84_w1023_r1_st-480x270.jpg 480w, http:\/\/ichkeria.at\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/0538956B-22CA-4DEF-8DA1-72BC9EAA594B_cx16_cy1_cw84_w1023_r1_st.jpg 1023w\" sizes=\"auto, (max-width: 944px) 100vw, 944px\" \/><\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel ist eine \u00dcbersetzung des Interviews von Vera Goncharova, um\u00a0 die Frage zu diskutieren, ob es eine Sonderbehandlung insgesamt f\u00fcr Muslime sowie im spezifischen f\u00fcr Tschetschenen in der russischen F\u00f6deration gibt.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Anw\u00e4ltin von \u00bbRussland sitzt\u00ab Vera Goncharova vertritt die Interessen der Kaukasier, die ihre Strafe in den russischen Kolonien verb\u00fc\u00dfen. In einem <a href=\"https:\/\/www.kavkazr.com\/a\/k-kavkaztsam-v-rossijskih-koloniyah-otnosyatsya-predvzyato\/29847702.html\">Interview<\/a> erkl\u00e4rte sie, warum die autochthone Bev\u00f6lkerung des Nordkaukasus-Distrikts es schwerer hat als andere.<\/p>\n<p>&#8211; Ist der Glaube von Vorurteile gegen\u00fcber Kaukasiern in russischen Strafvollzugsanstalten mehr Mythos oder doch eine Realit\u00e4t?<\/p>\n<p>&#8211; Die Einstellung zu Tschetschenen und allgemein zu den Kaukasiern in den russischen Kolonien scheint mir voreingenommen zu sein. Viele Menschen erz\u00e4hlten von Gewaltanwendung, einige wandten sich sogar an Strafverfolgungsbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Misshandlung in IK-7 (Omsk Region) sprach der aus Tschetschenien stammende Malho Bisultanov. Gem\u00e4\u00df seiner Erkl\u00e4rung wurden Inspektionen durchgef\u00fchrt und mehrfach entschieden, die Einleitung eines Strafverfahrens abzulehnen. Selbes berichtet Mukhtar Aliyev, der im selben IK-7 eine Strafe verb\u00fc\u00dft. Auch der Tschetschenische Apti Akiyev wurde in der Untersuchungshaftanstalt 1 und in IK-6 (Omsk) schikaniert.<\/p>\n<p>Es gibt neben Tschetschenen auch andere Gefangene wie Awaren und Aserbaidschaner, welcher Folter und unmenschlicher Behandlung unterzogen wurden und deren Namen aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht genannt werden k\u00f6nnen. Einige von ihnen wandten sich an den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte, jemand schrieb sogar auf eigenes Risiko an den Generalstaatsanwalt, den Kommissar f\u00fcr Menschenrechte &#8230; Jemand wartet auf seine Freilassung und plant, dar\u00fcber zu sprechen, was mit ihm geschah.<\/p>\n<p>&#8211; Es gibt die Meinung, dass sich viele W\u00e4rter an den tschetschenischen Kriegen beteiligt haben und auf diese Weise Rache nehmen.<\/p>\n<p>&#8211; Vielleicht ist etwas Wahres daran. Es ist m\u00f6glich, dass Kaukasier aufgrund ihrer Mentalit\u00e4t der \u00bbbesondere\u00ab Behandlung unterzogen werden. Unter \u00bbKorrektur\u00ab [bei Kaukasier] wird im russischen Strafvollzugssystem die Vollstreckung von Bestrafungen, st\u00e4ndige Dem\u00fctigung und Unterdr\u00fcckung des Willens verstanden. Tschetschenen sind sehr schwer zu brechen \u2026 Mir scheint, dass die FSIN-Offiziere solche stolzen, festen und prinzipiellen M\u00e4nner f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>&#8211; Was ist mit der Religionsfreiheit in Gef\u00e4ngnissen?<\/p>\n<p>&#8211; In einer Anstalt ist es verboten, unter Androhung von Disziplinarma\u00dfnahmen zu beten, und in einer anderen m\u00fcssen sie Schweinefleisch essen. Sie k\u00f6nnen keine Gebetsmatte in einer Kolonie haben. Nicht \u00fcberall gibt es einen Gebetsraum (oder es ist unm\u00f6glich, eine Erlaubnis zu erhalten). Ein Imam kommt nicht.<\/p>\n<p>Aufgrund von Beschwerden aus dem Omsk-Gebiet habe ich mich an die FSIN Russlands und an die Staatsanwaltschaft gewandt. Aus den Antworten geht hervor, dass derzeit keine Vereinbarung zwischen dem regionalen UFSIN und einer registrierten muslimischen Organisation besteht. Erst nach meinen Appellen erlaubten sie ihnen, zu beten. Im Gegenzug schlugen die Beh\u00f6rden vor, dass alle schreiben, dass ihr Recht auf Religionsfreiheit nicht verletzt wurde. Aber der Imam ist nie [ins Gef\u00e4ngnis] gekommen.<\/p>\n<p>&#8211; Vor einiger Zeit schlug Ramsan Kadyrow vor, tschetschenische Gefangene in ihre Heimat zu verlegen. Ist dies eine gute Idee Ihrer Meinung nach?<\/p>\n<p>&#8211; Es ist wichtig, dass die verurteilte Person ihre Haftstrafe nicht zu weit von ihren Angeh\u00f6rigen verb\u00fc\u00dft. Verurteilte, die in entlegene, im Norden gelegene Regionen Russlands geschickt wurden, haben Probleme mit dem Klima, an das sie nicht gew\u00f6hnt sind. Vor allem aber werden sie der M\u00f6glichkeit beraubt ihre Angeh\u00f6rigen sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Mutter eines H\u00e4ftlings (Bsp. eine \u00e4ltere Frau) kann nicht Tausende Kilometer weit reisen. Dies bedeutet neben einer physischen auch eine finanzielle Belastung f\u00fcr die Familie. \u00c4ltere Eltern wenden sich oft an die FPS und bitten darum, dass ihr Sohn n\u00e4her an der Heimat die Haftstrafe verb\u00fc\u00dfen kann. Sie legen [pflichtbewusst] Unterlagen \u00fcber Alter, Gesundheit, Behinderung, finanzielle Situation usw. vor, jedoch wird in fast allen F\u00e4llen eine Absage erteilt.<\/p>\n<p>&#8211; Gibt es unter Ihren Mandanten die gerade im Gef\u00e4ngnis sind welche, die in gro\u00dfer Gefahr schweben?<\/p>\n<p>&#8211; Ich f\u00fcrchte um Mukhtar Aliyev, der im IK-7 von Omsk eine Strafe verb\u00fc\u00dft. Neulich erhielt ich einen Brief von ihm: \u00bbSie werden mich hier sicher t\u00f6ten, davon bin ich absolut \u00fcberzeugt. Stets sagen Sie mir sie, einer Leiche mehr oder weniger sei f\u00fcr sie egal.\u00ab<\/p>\n<p>Das Schicksal von Ruslan Suleymanov sorgt mich auch, er befindet sich in einer kleinen Stadt Dagestan unter administrativer Aufsicht. Angesichts der Schwierigkeiten, die sich nach seinen \u00f6ffentlichen Aussagen \u00fcber Folter ergeben haben, denke ich, dass er sehr gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeit muss st\u00e4ndig daran erinnert werden, was in russischen Gef\u00e4ngnissen geschieht. Es scheint vielen, dass es nur gef\u00e4hrliche Verbrecher gibt &#8230; Sie glauben, dass das Gef\u00e4ngnis sie oder ihre Angeh\u00f6rigen niemals ber\u00fchren wird, und alle Schrecken der Folter sind entweder isoliert oder von Menschenrechtsaktivisten erfunden worden. Aber die Realit\u00e4t in Russland sieht anders aus.<\/p>\n<p>Tschetschenen zerschnitten ihre B\u00e4uche.<\/p>\n<p>Die Gefangenen der Kolonie in Mordwinien verletzten sich aus Protest. Das FSIN bestreitet jeden Druck auf die Gefangenen aber Angeh\u00f6rige von Gefangenen aus Tschetschenien, die in der staatlichen Einrichtung \u00bbJustizvollzugskolonie Nr. 5 des Bundesstrafvollzugs f\u00fcr die Vollstreckung von Strafen in der Republik Mordwinien\u00ab t\u00e4tig sind, <a href=\"https:\/\/www.kavkazr.com\/a\/29836521.html\">berichten von Schikanierung<\/a> und Folterung der Gefangenen. Ihnen zufolge sind in IK-5, das von Valery Trofimov angef\u00fchrt wird, illegale Behandlungsmethoden von Verurteilten allt\u00e4glich geworden. Dies ist eine strikte \u00abRegierungskolonie\u00bb, in der verurteilte ehemalige Angestellte von Gerichten und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden untergebracht werden.<\/p>\n<p>Ibragim Vachayev, ein Einwohner des Dorfes Komsomolskoe im Bezirk Gudermes in Tschetschenien, sagte, dass sich sein Bruder Idris Anfang M\u00e4rz zusammen mit zwei weiteren H\u00e4ftlingen unter der Androhung von Vergewaltigung sich selbst verst\u00fcmmelt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Sie wurden nicht medizinisch versorgt und die Gangr\u00e4n (Verwesung aufgrund von Wundbrand) begann bei den M\u00e4nnern. Um den Opfern zu helfen, verst\u00fcmmelten sich sieben weitere Gefangene selbst. Daraufhin wurden alle zehn mit durchbohrten B\u00e4uchen ins Krankenhaus gebracht aber die Angaben zu den Verletzten verschleiert. Unterschiedliche Angaben \u00fcber die Anzahl wurden verlautet.<\/p>\n<p>Kheda Saratova sagte, dass sie mit einem Arzt sprach, der Gefangene angenommen hatte. Der Arzt versicherte ihr, dass der Zustand der Opfer stabil sei und \u00bbsie l\u00e4cheln\u00ab.<\/p>\n<p>Als die Informationen \u00fcber die Grenzen des Gef\u00e4gnis hinausgingen und Journalisten dar\u00fcber berichteten erhielten die Gefangenen eine prompte Antwort. Am 20. M\u00e4rz wurden Berichten zufolge alle Beschwerdef\u00fchrer schwer geschlagen und den H\u00e4ftlinge wieder den Magen ge\u00f6ffnet. Ab dem 22. M\u00e4rz wurde ihnen keine medizinische Hilfe gew\u00e4hrt.<br \/>\nDer Korrespondent von \u00abKaukasische Realit\u00e4t\u00bb bat um eine Stellungnahme durch die FPS Mordwinien \u00fcber Zwischenf\u00e4lle mit Rissen der M\u00e4gen. Das B\u00fcro in der Korrespondenz best\u00e4tigte nur den ersten Vorfall und nur f\u00fcr acht Gefangene.<\/p>\n<p>\u00bbAm 5. M\u00e4rz 2018 begingen acht Verurteilte, die in der ShIZO (Strafzelle) und im PCT (Zellraum) IK-5 des Bundesgef\u00e4ngnisses der Russischen F\u00f6deration in der Republik Mordowien festgehalten wurden, Selbstverst\u00fcmmelung. Nach Angaben des Pressedienstes unternahmen sie diesen Schritt und protestierten gegen die Behandlung durch die Verwaltung der Einrichtung.\u00ab<\/p>\n<p>In dem Brief hei\u00dft es weiter, dass die Verurteilten rechtzeitig medizinische Hilfe erhielten und ihr Leben sicher sei. \u00bbDie oben genannten Personen haben ihre Handlungen in einer demonstrativ erpresserischen Form begangen, um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen &#8211; das Strafregime zu lockern. Es ist erw\u00e4hnenswert, dass die oben genannten Verurteilten alle als b\u00f6sartige \u00dcbertreter des Strafregimes anerkannt sind\u00ab schreibt die FPS.<\/p>\n<p>In dem Bericht hei\u00dft es auch, dass am 20. M\u00e4rz ein Runden Tisch im Islamischen Kulturzentrum von Mordwinien mit Beteiligung der PMC (Public Monitoring Commission) der Republik Mordwinien und des PMC der Tschetschenischen Republik stattfand. \u00bbW\u00e4hrend des Treffens wurden verschiedene Themen er\u00f6rtert, darunter auch die Frage der Verb\u00fc\u00dfung von Strafgefangenen aus dem Nordkaukasus in den Kolonien von Mordowien\u00ab wird berichtet.<\/p>\n<p>Wie der Menschenrechtsrat unter der Leitung der Tschetschenischen Republik mitteilte, gestatteten FSIN-Beamte der Kommission jedoch nicht, die Strafkolonie IK-5 zu besuchen. So konnten Mitglieder des PMC den Zustand der Gefangenen nicht \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>\u00bbMein Bruder sitzt seit fast drei Jahren in BUR (eine Kolonie eines verst\u00e4rkten Regimes) in einer Strafzelle und wird st\u00e4ndig gemobbt. Ich war vor fast zwei Jahren zum letzten Mal auf einem Termin, dann erhielt ich keine Auskunft mehr Es sind noch ein Jahr und drei Monate, welche er verb\u00fc\u00dfen muss. In Tschetschenien warten seine Frau und vier minderj\u00e4hrige Kinder auf ihn.\u00ab beschwert sich Ibrahim Vachayev.<\/p>\n<p>Verwandte von Vachayev wandten sich wiederholt an den Bundesgef\u00e4ngnisdienst und die Staatsanwaltschaft und forderten die Verlegung des Gefangenen in die N\u00e4he. Sie wurden jedoch mit dem Argument abgelehnt, dass Idris Vachaev von 1989 bis 1991 im Innenministerium der UdSSR gedient habe. Daher k\u00f6nne er laut Gesetz nur in speziellen Einrichtungen f\u00fcr ehemalige Angestellte von Gerichten und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden eingesetzt werden. Und in Tschetschenien fehlen solche Institutionen.<\/p>\n<p>Saikhat, die Mutter des 27-j\u00e4hrigen Idris Ayubov, eines weiteren Gefangenen, IK-5, der ebenfalls in Tschetschenien lebt, sagt, dass sie ihren Sohn in den vier Jahren, die er in der Kolonie verbrachte, nie treffen durfte.<\/p>\n<p>\u00bbDer Leiter der Kolonie Trofimov gibt keinen Frieden. Unseren Kindern drohte er mit Vergewaltigung. \u2026 Sie haben meinen Sohn gebrochen. Der W\u00e4chter kam zu ihm und sagte, mit dieser Hand hast du eine Klage unterschrieben? Daraufhin brach klemmte er die Hand so hart in einer Eisent\u00fcr ein, dass der Arm gebrochen war. Er wurde geschlagen, sein Urin war nur noch Blut und er lag lange im Krankenhaus.\u00ab<\/p>\n<p>Der in Tschetschenien lebende Abubukar Bisinayev, sass selbst vor nicht allzu langer Zeit in der Kolonie in Mordwinien. \u00bbIch sa\u00df dort in IK-5. Der Chef der Kolonie Trofimov, schlug mich mehrmals pers\u00f6nlich. Weil ich Beschwerden geschrieben habe und die Briefe wirksam wurden. \u2026 Diejenigen, die Beschwerden einreichen, werden st\u00e4ndig in Isolationshaft gesteckt und die Haftstrafe verl\u00e4ngert. Wenn Menschenrechtsaktivisten in die Kolonie kommen, werden alle, die sich beschwert haben, irgendwo im Krankenhaus oder in einem PCT-Raum versteckt, und dein Ausweis wird an einen anderen Gefangenen geh\u00e4ngt. Dieser l\u00fcgt nat\u00fcrlich zu der Kommission, er h\u00e4tte sich nie beschwert. Alles ein Art Rollenspiel, aber ich wei\u00df [durch Kontakte] das es mindestens zehn Gefangene sind, welche im IK-5 mit aufgeschnitten M\u00e4gen liegen\u00ab, sagte Bisinayev.<\/p>\n<p>\u00abPiercing\u00bb<\/p>\n<p>Der Gefangen wird solange unter Druck gesetzt, bis er sich selbst verletzt. Als Werkzeug kann ein Bolzenschneider oder ein stumpfes K\u00fcchenmesser zur Verf\u00fcgung gestellt werden, wenn keines vorhanden, l\u00e4sst man den Gefangen sich selbst an Eisenstangen sto\u00dfen, sodass die Verletzung als Suizidversuch gewertet werden kann.<\/p>\n<p>\u00abAkzeptanz\u00bb<\/p>\n<p>Jeder Neuank\u00f6mmling rennt an den W\u00e4chtern vorbei, die ihn mit Schlagst\u00f6cken schlagen, bis die Person zusammenbricht. Nachdem alle, die gen\u00fcgend \u00ablange\u00bb hergekommen sind, mit dem Kopf nach unten liegen und den Platz mit ihrem Blut beflecken, werden sie zur Einweisung in die R\u00e4umlichkeiten gebracht.<\/p>\n<p>Schl\u00e4ge<\/p>\n<p>Eine der h\u00e4ufigsten und unoriginellsten Foltermethoden, an der oft ein Dutzend aus dem Stab beteiligt sind, sowie \u00abAktivisten\u00bb &#8211; Gefangene die freiwillig f\u00fcr die Verwaltung arbeiten. Um Bluterg\u00fcsse und Bluterg\u00fcsse zu vermeiden, wird das Schlagwerkzeug mit einem weichen Tuch umwickelt &#8211; zum Beispiel mit einem Pullover oder einer Steppjacke, welche die Rekruten im Winter tragen.<\/p>\n<p>Streik oder Paket<\/p>\n<p>Jedes Seil, G\u00fcrtel oder Gummiband kann ein Gl\u00fcckspilz sein, der meistens nicht unabh\u00e4ngig, sondern mit einem auf den Kopf des Rekruten gelegten Paket benutzt wird. Manchmal, um die Wirkung in der Verpackung zu verbessern, wird das Paket mit Pfefferspray bestreut. Wenn ein Soldat an Erstickung stirbt, ist sein Tod nicht schwer als Selbstmord zu deklarieren.<\/p>\n<p>\u00abKaukasische Suspendierung\u00bb<\/p>\n<p>Die H\u00e4nde werden hinter dem R\u00fccken gefesselt, dann werden die Handschellen am Kameragitter befestigt, damit die F\u00fc\u00dfe den Boden nicht ber\u00fchren. Um sicherzustellen, dass die Handschellen keine Spuren an den Handgelenken hinterlassen, werden die H\u00e4nde mit einem weichen Tuch umwickelt. In dieser Situation kann der Gefangene mehrere Tage gehalten werden. Die \u00abSuspension\u00bb verursacht schreckliche Schmerzen in den Handgelenken, zus\u00e4tzlich sind Ellenbogengelenke verdreht, und Sie f\u00fchlen einen wilden Schmerz im R\u00fccken.<\/p>\n<p>\u00abTaucher\u00bb<\/p>\n<p>Der H\u00e4ftling l\u00e4sst den Kopf in einen Eimer Wasser sinken oder in die Toilette &#8211; bis die Person zu ersticken beginnt. In der Kopeyskaya IK-1, zwang das Verwaltungspersonal die \u00abTaucher\u00bb zuerst nackt auszuziehen und so auf allen vieren von der ersten Etage bis zur zweiten &#8211; wo sich die Toiletten befinden &#8211; zu kriechen, bevor sie diese mit ihren K\u00f6pfen in die Toilette eintauchten.<\/p>\n<p>Die Kreuzigung<\/p>\n<p>Die H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe werden auf die maximale Breite gestreckt und mit Handschellen oder Seil am Gitter befestigt. Selbst eine Stunde in dieser Position verursacht Schmerzen in den Gelenken, und nach einem Tag kann die Person f\u00fcr lange Zeit nicht gehen, seine Arme beugen und Beine biegen. Ziemlich oft wird eine solche \u00abSuspension\u00bb von Schl\u00e4gen und sexueller Gewalt begleitet.<br \/>\n\u00abHozraboty\u00bb<\/p>\n<p>Zwang zur Reinigung von Wohnr\u00e4umen, Gemeinschaftsr\u00e4umen und Toiletten mit Zahnb\u00fcrsten. Diese Methode wird h\u00e4ufig bei Kadetten mit Krankheiten angewandt: So kann beispielsweise ein Gefangener mit Tuberkulose auf die Stra\u00dfe geschleudert werden, um im Regen einen sauberen Hof zu fegen.<\/p>\n<p>Vergewaltigung<\/p>\n<p>Nach dem Winterschlaf kamen die \u00c4lteren aus dem \u00abAktiva\u00bb ohne Begleitung der Wachen in die Zelle, in der ich gefangen gehalten wurde, packten mich und f\u00fchrten mich in eine andere Zelle, wo ich auf den Tisch gelegt wurde. Arme und Beine wurden an die Tischbeine gefesselt, \u00abverurteilte Aktivisten\u00bb stemmten etwas in meinen Anus, aus dem ich unertr\u00e4gliche Schmerzen und Leiden versp\u00fcrte &#8211; ich hatte starke Blutungen: berichtet einer der ehemaligen Inhaftierten der 47 Kamensk-Ural. Bei Vergewaltigung werden h\u00e4ufig improvisierte Gegenst\u00e4nde verwendet: Flaschen, Stuhlbeine, Keulen.<\/p>\n<p>Der Joker<\/p>\n<p>Die Wange aus dem Mundwinkel brechen, nicht unbedingt mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand, sondern einfach mit der Anstrengung der H\u00e4nde. Teils wird dies mit Kochendem Wasser kombiniert dh. Hei\u00dfes Wasser aus dem Kessel wird dem Gefangenen in den Mund geleert<\/p>\n<p>\u00abFallschirmspringer\u00bb<\/p>\n<p>Der H\u00e4ftling wird in eine Zelle mit \u00c4ltesten gebracht, die f\u00fcr die Verwaltung arbeiten, die ihn schlagen, ihn zwingen, sich auf den Boden zu legen und dann auf das \u00abLiegerad\u00bb aus der zweiten Etage des Bettes springen.<\/p>\n<p>\u00abWaschen\u00bb<\/p>\n<p>Mit Hilfe eines Einlaufs wird dem Gefangenen bis zu f\u00fcnf Liter kaltes Wasser in den Mastdarm gegossen, um angeblich zu verhindern, dass die Neulinge verbotenen Gegenst\u00e4nde ins Gef\u00e4ngnis mitbringen.<\/p>\n<p>Folter durch Musik<\/p>\n<p>Kann bei H\u00e4ftlingen mit instabiler Psyche angewendet werden: Eine Person wird in Isolationshaft platziert und laute Musik abgespielt, welche das Schlafen behindert oder in einer endlosen Schleife dasselbe Lied st\u00e4ndig wiederholt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist eine \u00dcbersetzung des Interviews von Vera Goncharova, um\u00a0 die Frage zu diskutieren, ob es eine Sonderbehandlung insgesamt f\u00fcr Muslime sowie im spezifischen f\u00fcr Tschetschenen in der russischen F\u00f6deration gibt.\u00a0 Die Anw\u00e4ltin von \u00bbRussland sitzt\u00ab Vera Goncharova vertritt die Interessen der Kaukasier, die ihre Strafe in den russischen Kolonien verb\u00fc\u00dfen. 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