Kinder werfen einen Rückblick in die tschetschenische Geschichte

рубрика: Diaspora
Foto: www.ichkeria.at

Im September 1991, nachdem die Auflösung der Sowjetunion nur noch eine Formalie war, wurde der bisherige, pro-russische Regierungschef Tschetscheniens, Doku Sawgajew, durch den ehemaligen Luftwaffengeneral und Nationalisten Dschochar Dudajew abgelöst. Dudajew leistete seinen Amtseid auf den Koran und strebte als neuer Regierungschef die Unabhängigkeit an. Kurz darauf trennte sich Inguschetien von Tschetschenien und entschied sich für einen Verbleib bei Russland.

Noch im Oktober organisierte Dudajew ein umstrittenes Unabhängigkeitsreferendum. Am 27. Oktober 1991 stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 72 % über 90 % für die Unabhängigkeit.

Am 6.September 1991 erklärte Dudajew einseitig die Unabhängigkeit Tschetscheniens. Russland akzeptierte die Entscheidung nicht, erklärte Dudajews Regierung für nicht legitim und verhängte den Ausnahmezustand über Tschetschenien. Truppen des russischen Innenministeriums wurden jedoch zurückgeschlagen.

Dudajew verfolgte innenpolitisch eine anti-russische Politik, versuchte die russische Sprache zu verdrängen, schaffte das kyrillische Alphabet ab und belebte das tschetschenische Clansystem neu.

So lernten die Kinder heute im Kulturverein ICHKERIA die Geschichte ihrer Heimat kennen. Das ganze wurde an einem spielerischen Nachmittag den Kindern weitergegeben, das Interesse und die Neugierde war förmlich zu spüren.

Neben alldem fand auch der Kochkurs statt, ebenfalls veranstaltet vom Kulturverein ICHKERIA. Die Teilnahme von vielen jungen Mädchen am Kochkurs bereitete der Frau Ayzan Iskhanova große Freude und tolles Interesse ihren Kurs auszubauen. Neben dem gewöhnlichen Kochen, gab es diesmal doch ein etwas traditionell österreichische Küche gekocht von der Frau Brigitte Schleifer und ihr Ehemann Herr Gerhard Schleifer ein Politikwissenschaftler, die schon seit längerem sehr darauf aus war etwas als eine Geste der Dankbarkeit für unser Verein zu kochen.

Zur traditionell österreichischen Küche gehörten selbstverständlicherweise die Wiener Schnitzel, gebackene Hühnerkeulen, Reis, Erbsen und natürlich ein Kartoffelsalat. Um das Ganze mit einer Süße abzurunden, gab es noch einen Apfelkuchen und einen Schokoladenkuchen dazu mit einer Tasse Tee. Wir haben nicht nur eine „neue“ Küche dazugewonnen sondern auch neue Freunde und nun gute Bekannte.

Khava Iskhanova