IDEL-URAL

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Idel-Ural ist ein Region und die Heimat für einige Völker, die ein Schicksal in der Geschichte miteinander teilen. Sein Name ist vom Name des Flusses Wolga (in Tatarisch – Idel) und der Uralgebirgen abgeleitet. Im 16. Jahrhundert wurden die Länder der Völker Idel-Urals vom Moskauer Königtum erobert. In der UdSSR hatten sie den Status der Autonomen Republiken gehabt. Nach 1991 sind sie die Autonomen Republiken des Föderalen Wolgabezirks der Russischen Föderation. Die Völker Idel-Urals hörten nie auf, sich gegen die russischen Okkupanten um ihre Unabhängigkeit zu kämpfen. Idel-Ural ist die Heimat für folgende Völker:

1). Die Tataren – ein Turkvolk. Mehr als 8 Millionen Tataren leben in Tatarstan, in anderen Gebieten Idel-Urals, in Sibirien, als auch in anderen Regionen Russlands und Zentralasiens. Das tatarische Volk ist das zweitgrößte Volk (nach den Russen) in der Russischen Föderation. Die Tataren angehören dem Islam. Die tatarische Sprache zählt zu den Turksprachen der altaischen Sprachfamilie. Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem 10. Jahrhundert.

Die Republik Tatarstan. Kasan ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat eine Fläche von 68.000 Quadratkilometern. Tatarstan gilt als eine der reichsten Republiken und kann eine eigenständige Wirtschaftspolitik betreiben. Erdöl- und Erdgasvorkommen, die zum Teil erschlossen sind, tragen zum Reichtum der Republik bei. Den größten Anteil an der Industrieproduktion haben der Bergbau, die Produktion von Fahrzeugen und Ausrüstung, die chemische Produktion, die petrochemische Produktion und die Produktion von Energie, Gas und Wasser.

2). Die Baschkiren – ein Turkvolk. 1,7 Millionen Baschkiren leben in Baschkortostan, in anderen Gebieten Idel-Urals, in Sibirien, als auch in anderen Regionen Russlands. Sie angehören dem Islam. Die baschkirische Sprache zählt zu den Turksprachen der Wolga-Kyptschak Untergruppe. Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem 10. Jahrhundert.

Die Republik Baschkortostan. Ufa ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat eine Fläche von 142.847 Quadratkilometern. Baschkortostan gehört zu den reichsten Republiken, was vor allem an der gut entwickelten Infrastruktur liegt. Das Gebiet verfügt über eigene Erdölvorkommen und petrochemische Industrie. Hier befindet sich der größte petrochemische Komplex Europas. Es gibt auch die Kohl-, Gold-, Eisenerz- und Kupfervorkommen. Es ist auch die Maschinenproduktion entwickelt.

3). Die Mordwinen – ein finno-ugrisches Volk, das zwei ethnische Gruppen hat – die Mokscha und die Erzia. 297 Tausend  Mokschanen und 518 Tausend Erzianen leben in Mordwinien, in anderen Gebieten Idel-Urals, als auch in anderen Regionen Russlands. Das größte Teil der der Bevölkerung angehört der orthodoxen Kirche, es gibt auch viele Anhänger der nationalen animistisch-traditionellen Religion. Die mokschanische und die erzianische Sprachen zählen zu den finno-ugrischen Sprachen der Wolga-finnischen Gruppe der Uralischen Sprachen. Diese zwei Sprachen unterschieden voneinander wie die französische Sprache von der italienische Sprache. Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem Beginn des 20. Jahrhundert auf der Grundlage der Legenden und der gesprochenen Poesie.

Die Republik Mordwinien. Saransk ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat eine Fläche von 23.375 Quadratkilometern. Das Gebiet verfügt über die Phosphoriten-, Kalkstein- und Torfvorkommen. Es sind die chemische Industrie und Maschinenproduktion entwickelt.

4). Mari – ein finno-ugrisches Volk. 547 Tausend Mari leben in der Republik Mari El, in anderen Gebieten Idel-Urals, als auch in anderen Regionen Russlands. Das größte Teil der Bevölkerung angehört der orthodoxen Kirche, es gibt auch viele Anhänger der nationalen animistisch-traditionellen Religion.  Die Mari Sprache zählt zu den finno-ugrischen Sprachen der finno-Perm Gruppe.  Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem 18. Jahrhundert auf der Grundlage der Legenden und der gesprochenen Poesie.

Die Republik Mari El. Joschkar-Ola ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat eine Fläche von 23.375 Quadratkilometern. Das Gebiet verfügt über die Kalkstein-, Torf- und Lehmvorkommen. Es sind die Maschinenbau und Metallverarbeitung entwickelt.

5). Die Udmurten – ein finno-ugrisches Volk. 552 Tausend Udmurten leben in Udmurtien, in anderen Gebieten Idel-Urals, als auch in anderen Regionen Russlands. Das größte Teil der der Bevölkerung angehört der orthodoxen Kirche, es gibt auch viele Anhänger der nationalen animistisch-traditionellen Religion.  Die udmurtische Sprache zählt zu den finno-ugrischen Sprachen der finno-Perm Gruppe.  Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem 19. Jahrhundert auf der Grundlage der Legenden und der gesprochenen Poesie.

Die Republik Udmurtien. Izhewsk ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat die Fläche von 42.100 Quadratkilometern. Das Gebiet verfügt über die Erdöl-, Torf- und Kohlvorkommen. Es sind die Maschinenbau, Metallverarbeitung und Metallurgie entwickelt.

6). Die Tschuwaschen — ein Turkvolk. 1,5 Millionen Tschuwaschen leben in Tschuwaschien, in anderen Gebieten Idel-Urals, als auch in anderen Regionen Russlands. Das größte Teil der Bevölkerung angehört der orthodoxen Kirche, es gibt auch die Moslimen und viele Anhänger der nationalen animistisch-traditionellen Religion.  Die tschuwaschische Sprache zählt zu den Turksprachen der bolgartürkischen Gruppe.  Die literarische Tradition entwickelt sich seit dem 18. Jahrhundert.

Die Republik Tschuwaschien. Tscheboksary ist die Hauptstadt der Republik. Die Republik hat die Fläche von 18.300 Quadratkilometern. Das Gebiet verfügt über die Kalkstein-, Torf- und Schiefervorkommen. Es sind die Maschinenbau und Metallverarbeitung entwickelt.

Das Moskauer Reich hat die Gebiete Idel-Urals in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besonders aktiv angegriffen. Die Kasan, Astrachan und Sibirische Khanaten wurden von den russischen Aggressoren erobert. Die heroische Widerstad der Völker wurde gebrochen. 1552 wurde Kasan erobert. Diese Niederlage wurde zum Symbol der Tragödie der Völker. Die jahrhundertelange russische Besatzung von Idel-Ural hat begonnen. Terror, Assimilation, Russifizierung, Vernichtung der Kultur der Völker, Besiedlung Idel-Urals mit den Russen, Ausbeutung der natürlichen und menschlichen Ressourcen wurden zu den Zeichen der Politik der russischen Okkupanten für Jahrhunderte geworden. Jede Generation der Völker Idel-Urals kämpfte gegen die Okkupanten.

Im 19. Jahrhundert die Widerstand der Völker Idel-Urals hat die Forme vor allem der Verteidigung der eigenen Sprachen, Religion und Traditionen gehabt. Nach der Revolution in Russland 1905-07 haben die Völker Idel-Urals die ersten politischen Parteien gegründet. Die nationale Widergeburt hat begonnen. Die Tataren waren die Vorreiter in diesen Prozessen. Die Turkvölker Idel-Urals waren sogar in Petrograd besonders aktiv.

Der Staat Idel-Ural

Die Revolution im Februar 1917 und der Zusammenbruch des Zarismus haben die intensiven politischen Prozesse ins Leben gerufen. Die Abgeordneten der moslemischen Fraktion der Staatsduma in Petrograd haben das Allrussische Revoluzionäre Büro gegründet. Am 1. Mai 1917 hat das Büro den I. Allrussischen Kongress der Moslimen in Petrograd einberufen. Der Kongress (900 Delegierten) hat die Idee des nationalen Föderalismus im demokratischen Russland unterstützt. Die ausführende Gewalt – das Allrussische Moslemische Komitee mit der Zentrale in Petrograd – wurde gewählt. Der II. Kongress sollte in Kasan einberufen werden.

Doch aufgrund der schlechten politischen Lage in Russland konnten die moslemischen Delegierten aus Krim, Kaukasus, Turkestan und Kasachstan nach Kasan im Juli 1917 nicht kommen. Nur die Delegierten Idel-Urals haben in Kasan sich versammelt. Gemeinsame Tagungen des Allrussischen moslemischen Kongresses, des Allrussischen Kongresses der moslemischen Priester und des Allrussischen Kongresses der moslemischen Militärpersonen fanden statt. Der Milli Madschlis (Nationalrat) und der Milli Idare (Regierung) der national-kulturellen Autonomie der Turko-tatarischen Moslimen des Inneren Russlands und Sibiriens wurden von den Delegierten gewählt.

Vom 20. November 1917 bis zum 11. Januar 1918 fanden die Tagungen des Milli Madschlises in Ufa (Baschkortostan) statt. Die Verfassung der national-kulturellen Autonomie wurde angenommen. Es wurde auch das Projekt des Staates Idel-Ural als ein Teil von Russland verkündet.

Der II. Moslemische Kongress (vom 8 Januar bis zum 18. Februar 1918) in Kasan verabschiedete eine Resolution über den Staat Idel-Ural als ein Teil von Russland. Die Sozialisten und Kommunisten versuchten die ganze Zeit die Tätigkeit der Patrioten zu verhindern. Am 1. März 1918 haben die Bolschewiken die Führung des Kongresses der moslemischen Militärpersonen und die Mitglieder der ausführenden Gewalt des Kongresses – Charbi Schuro (Militärrat) verhaftet und das Kriegsrecht in Kasan ausgerufen.

Doch die Bolschewiken wurden gezwungen alle Verhafteten am nächsten Tag freizulassen. Der II. Moslimische Kongress fortsetzte seine Sitzungen am anderen Ufer des Flusses Bulak – im tatarischen Teil der Stadt Kasan. Am 2. März 1918 wurde der Staat Idel-Ural als ein Teil von Russland ausgerufen. Es wurden auch das Rat der Kommissaren (Ministerrat) und der Revolutionsstab der Truppen des Staates gebildet.

Am 28. März 1918 hat die bolschewistische Rote Garde, die viel stärker als die nationalen Truppen war, die Patrioten im kurzen Kampf besiegt und entwaffnet. Die Mitglieder des Rates und der Militärführung des Staates wurden verhaftet. Der Staat Idel-Ural wurde abgeschafft. Am 3. April 1918 haben die Bolschewiken die Tatarisch-Baschkirische Sowjetrepublik in Moskau ausgerufen.

Im September 1918 versuchten die Politiker des Staates ein Abkommen mit der Weißen Armee des Admirals Koltschak zu schließen. Die Weißen haben mit Wort diese Idee unterstützt. Aber nach der Eroberung der Stadt Ufa haben sie alle nationalen Organisationen verboten. Die Weißen und die Roten behandelten gleich die Völker, die nach Freiheit strebten.

Die Politiker Idel-Urals verließen Russland und fortsetzten ihre politische Tätigkeit im Ausland.

Unter Lenin und Stalin fortsetzten die russischen Okkupanten ihre Politik. Es war die Zeit des Terrors, der Vernichtung der nationalen Eliten, der Ausbeutung, der Russifizierung und der Assimilation. Die Diktatur der kommunistischen Partei und des KGB in 1956-1988 hat zur tiefen Krise im Wirtschaftsbereich und im sozialen Gebiet geführt. Die Völker Idel-Urals standen am Rande der nationalen Katastrophe und konnten verschwinden. Die Zahl der russischen Ansiedler in unseren Gebieten wurde bedrohlich. Die Schulen mit den Unterrichtssprachen der Völker Idel-Urals existierten nicht, was die Prozesse der Assimilierung hervorgerufen hatte.

In 1988-91 verbreitete sich die Idee der Unabhängigkeit in Idel-Ural im Zuge der „Perestroika“. Viele politische und kulturelle Organisationen entstanden. Die patriotischen Demonstrationen fanden statt. Am 30. August 1990 hat der Oberste Sowjet Tatarstans die Erklärung über die Souveränität der Republik Tatarstan verabschiedet.

Am 18. Oktober 1991 hat der Oberste Sowjet Tatarstans den Akt über die Staatsunabhängigkeit Tatarstans verabschiedet.

Am 26. Dezember 1991 hat Tatarstan eine neue Verfassung des souveränen demokratischen Staates – Republik Tatarstan  verabschiedet.

Am 21 März 1992 haben zwei Drittel der Bewohner Tatarstans für den unabhängigen Staat Tatarstan, der die Beziehungen mit Russland und anderen Staaten auf Grundlage der internationalen Abkommen regelt,  gestimmt. Die Erklärung und die Resultate der Volksabstimmung wurden nie widergerufen.

Am 31. März 1992 haben die Staatsbehörden Tatarstans das föderative Abkommen mit Russland nicht unterzeichnet.

Am 22. Mai 1992 hat der Oberste Sowjet Tatarstans die Verordnung über den Status Tatarstans als den unabhängigen Staat verabschiedet.

Am 15. Februar 1994 haben Tatarstan und die Russische Föderation den Vertrag über die gegenseitige Delegierung der Befugnisse geschlossen. Gemäß dieses Vertrags hat Tatarstan einen assoziierten Staat mit dem Status der Konföderation gegründet. Dieser Vertrag war bis dem 26. Juni 2017 gültig. Es war der einzige Dokument, der die Beziehungen mit Russland regelte.

Nach 2000 die Reaktion hat begonnen.

Die politischen Prozesse in anderen Republiken Idel-Urals waren nicht im gleichen Maße intensiv.

Freier Idel-Ural

Die Patrioten Idel-Urals fortsetzen den Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit.

Am 21. März 2017 fand eine Konferenz in Kiew (Ukraine) statt. Die Patrioten haben die Bewegung Freier Idel-Ural gegründet. Der Tatar Rafis Kashapov und der Erzia Sires Bolayen wurden die Kovorsitzende des Freien Idel-Urals gewählt.

Seit dem Moment der Gründung sieht Freier Idel-Ural die Zukunft Idel-Urals als die Union der unabhängigen Staaten. Jede Republik wird ihre eigene Innen- und Außenpolitik entwickeln. Alle Staaten werden die gemeinsamen Währungseinheit, Zollraum, Armee und Grenzsicherung haben. Freier Idel-Ural anwendet nur die gewaltlosen Methoden, um seine Ziele zu erreichen.

Freier Idel-Ural verteidigt die Rechte der politischen Gefangenen, die im modernen russischen GULAG in Haft sich befinden, als auch die Sprachen und Kultur der Völker Idel-Urals, und verbreitet die Informationen über die Verletzungen der Bürger- und Nationalrechte in Russland.

Im Dezember 2008 hat der Milli Madschlis Tatarstans (die nationale Vertretung der Tataren) die Exilregierung des unabhängigen Tatarstans gebildet. Die Exilregierung arbeitet auf die Weise der Exilregierungen der baltischen Republiken nach 1940. Dr. Vil Mirzayanov (USA) ist der Premierminister der Exilregierung, Hr. Rafis Kashapov (Großbritannien) und Hr. Nafis Kashapov (Polen) sind die Vizepremierminister der Exilregierung.

Hr. Nafis Kashapov ist der Vertreter (Warschau) der Bewegung Freier Idel-Ural in Polen.